Wandern

Mautfrei hinauf auf den Pass

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Inca - Mallorca

Jetzt auch offiziell kostenlos:  Rundwanderung beim Kloster Lluc über den Pas de n’Arbona und einen alten Pilgerweg

Ausgangspunkt der mittelschweren Wanderung ist der Coll de sa Batalla in der Nähe des Klosters Lluc. Von dem Sattel sind zunächst etwa 30 Meter am Rand der Ma-2130 Richtung Inca zu gehen. Dabei hat der Wanderer die gewaltigen Steilwände des Puig Caragoler des Guix vor Augen. Nach einer Bogenbrücke, die über den Torrent de Comafreda führt, biegt bei einem offenen Tor rechts ein breiter Weg ab (Schild „GR 222, Caimari“).


Hinter dem Tor wird dann nach etwa 250 Metern die Quelle Font des Guix erreicht. Wenig später verweist ein roter Pfeil nach rechts. Geradeaus signalisiert ein Pfostenpfeil die Wanderroute nach Caimari. An dieser Stelle befindet sich an einer wenige Meter entfernt stehenden Kiefer auch ein Schild „Massanella“.


Die Piste steigt nun an. Bei einer Wegteilung bleibt man auf dem Hauptweg (Steinmännchen) und gelangt dann nach rund 20 Minuten nach Tourstart zu einem verschlossenen Tor, das rechts auf einer Leiter überstiegen wird.


Hier gibt es für den Wanderer die gute Nachricht, dass er keine Weggebühr in Höhe von 4 Euro mehr entrichten muss. Seit den 1990er Jahren hatte an dem Tor ein Angestellter des Landguts Comafreda pro Person zunächst 500, später 600 Peseten kassiert. Die Maut wurde mit der Einführung des Euros nochmals erhöht. Allerdings war der Angestellte schon in den vergangenen Jahren nicht mehr anzutreffen. Jetzt sind auch die Tafeln, auf denen die Weggebühr als Art „Ökospende“ deklariert worden war, entfernt. Ein neues Schild weist darauf hin, dass Autos, Fahrräder, Reiter, Motorräder und Quads das Tor ohne Genehmigung nicht passieren dürfen.


Weiter geht es hinter dem Tor auf der breiten Piste (rote Markierungen). Nun bietet sich ein famoser Ausblick auf die umliegenden Berge: Links erhebt sich der knapp über 900 Meter hohe Puig Caragoler des Guix mit seiner Doppelzinne Nas del Dimoni. Im Vordergrund ragen die Tausendergipfel Puig de n’Alí und Es Frontó empor. Rechts oben zieht sich die fast 1,5 Kilometer lange Nordwand des Massanella-Massivs beinahe schnurgerade nach oben. Rund fünf Minuten nach dem Tor wird dann eine Begrenzungsmauer mit Lücke erreicht. Rechts liegen etwas versetzt die Häuser Cases de Comafreda.


Steinmännchen, ein schwarzer und roter Pfeil verweisen vor der Mauer nun links auf einen Weg. Dieser führt zunächst leicht ansteigend aufwärts (Steinmännchen). Die Piste verengt sich dann zu einem Pfad und schraubt sich in Kehren steil nach oben. Nach rund einer Viertelstunde ist ein breiter Weg erreicht, auf den links
(Steinmännchen, roter Pfeil) abgebogen wird.


Der Wirtschaftsweg verläuft jetzt teils in steilen Spitzkehren aufwärts. Man kommt an Köhlerplätzen und an einer größeren Steinhütte vorbei. Die Piste wird dann wieder flacher. Nachdem der Wanderer einen rechten Abzweig ignoriert hat, zweigt er etwa 150 Meter weiter links (Steinmännchen, roter Klecks) auf einen Weg ab. Geradeaus verläuft die Route zum Coll de sa Línea. Die Gehzeit von dem letzten Abzweig mit dem roten Pfeil bis hier hat rund zehn Minuten betragen.


Der links eingeschlagene Weg knickt dann nach etwa zehn Metern bei einer roten Markierung und einem Steinmännchen links weg. Die Route zum Pas de n’Arbona verläuft nun leicht abfallend durch oder entlang des Torrent de Coveta Negra. Dabei zeigen viele Steinmännchen und rote Kleckse die Richtung. Manche Passagen führen über flaches Gestein direkt durch das trockene Bachbett. Andere Abschnitte verlaufen auf Pfaden auf der rechten oder linken Seite des Torrent. Schließlich wird nach rund 25 Minuten der Pas de n’Arbona, ein Felsdurchbruch, erreicht. Hier befindet sich ein Schild „Coto privado de caza“ (Jagdgebiet). Links ist der Gipfel Puig des Grau mit seinen eingekerbten Steilwänden zu sehen.


Von dem Pass führt die Route geradeaus abwärts zu einem fünf Meter entfernten kleinen Mäuerchen. Dahinter beginnt dann der Abstieg durch eine Talsenke auf Pfadresten und über flaches Gestein. Durchgehend gesetzte Steinmännchen und rote Punkte schicken den Wanderer in steilem Zickzack durch einen Steineichen- und Kiefernwald talwärts. Später wird dann auch auf längeren Pfadabschnitten (Steinmännchen, rote Punkte) abgestiegen. Schließlich ist rund 30 Minuten nach dem Pas de n’Arbona ein breiter Weg erreicht, bei dem links (roter Klecks) abgebogen wird.


Die holprige Piste führt dann leicht absteigend in zehn Minuten zu einem breiten Weg, auf dem links abgebogen wird (rechts verweist ein Pfostenpfeil auf die Route nach Caimari). Der Waldweg schraubt sich dann in sehr steilen Spitzkehren nach oben zu einem Sattel. Von dort führt die Piste abwärts zu einem breiten Weg, wobei die Gehzeit von dem Abzweig mit dem Pfostenpfeil bis hier rund eine Viertelstunde betragen hat.


Man folgt nun links dem Schild „GR 222, Lluc“. Der Wanderer befindet sich jetzt auf dem alten Pilgerweg Camí Vell de Lluc, der heute ein Teilabschnitt des Langwanderwegs GR 222 von Artà nach Lluc ist. Die gepflasterte, nur mäßig ansteigende Piste führt nach rund zehn Minuten zu einer Plattform mit einer Sitzbank und einem Holzgeländer. Hier bietet sich eine traumhafte Aussicht auf die Bucht von Alcúdia und die Halbinsel Ferrutx mit ihrer markanten Gebirgskette.


Von der Plattform ist dann nach fünf Minuten der Felsdurchlass Bretxa Vella erreicht. Von dort gelangt man auf dem Pilgerweg – verbunden mit einem famosen Ausblick auf den Puig Roig und den Puig Caragoler de Femenia – in weiteren zehn Minuten zu den Cases del Guix. Der einstige Gutshof ist seit Jahren eine Bauruine. Ursprünglich sollte hier ein Landhotel entstehen.


Von den Cases del Guix wandert man dann auf einem Waldweg immer geradeaus weiter, gelangt wenig später zu dem Abzweig mit dem Schild „Massanella“ und erreicht dann auf der Hinroute wieder die Coll de sa Batalla, wobei die Gehzeit von den Cases del Guix bis hier rund zehn Minuten betragen hat.

 

Wegstrecke
9 km  (Rundtour)


Nettogehzeit
rund 2 Std. 45 Min.


Höhenunterschied
250 m


Schwierigkeitsgrad
***

 

Anfahrt von Palma:
Auf der Ma-13 nach Inca, von dort auf der Ma-2130 Richtung Kloster Lluc bis zum Coll de sa Batalla. Parkplätze vorhanden.


Tourencharakter:
Mittelschwere Wanderung auf Waldwegen, steinigen Pfaden und über flaches Gestein. Beim Abstieg vom Pas de n’Arbona ist absolute Trittsicherheit notwendig.


Ausrüstung:
Wanderstiefel, Wasser, Proviant.


Einkehr:
Bar und Restaurant „Coll de sa Bataia“ auf dem Coll de sa Batalla, Öffnungszeiten: 8.00 bis 20.00 Uhr, montags geschlossen.

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