Wandern

Puig de sa Paret des Moro: Mal kurz zu den Kiefern hoch

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Andratx - Mallorca

Eine Wanderung bei s‘Arracó mit dem Aufstieg auf den Puig de sa Paret des Moro

Die mittelschwere Wanderung beginnt in der Ortsmitte von s‘Arracó, das zur Gemeinde Andratx gehört. Gegenüber von einem Supermarkt biegt von der Calle de Francia rechts die Calle del Porvenir ab. Hier befindet sich die Schautafel „Puig des Corb i Ses Rotes de s‘Hereu“ mit einer Karte, auf der auch ein Teil der heutigen Wanderung dargestellt ist.

Einige Meter weiter findet man ein Schild „GR 221, Camí de ses Rotes de s‘Hereu“ vor. Von dieser Beschilderung „GR 221“ darf sich der Wanderer jetzt nicht irritieren lassen. Die Hauptroute des Langwanderwegs GR 221, der Ruta de Pedra en Sec, führt in dieser Region nach wie vor von Port d‘Andratx über Sant Elm und das ehemalige Kloster La Trapa zum Coll de sa Gramola. Bei dem „Camí de ses Rotes de s‘Hereu“ handelt es sich um eine Nebenstrecke des GR 221, die auf der offiziellen Webseite des Consell de Mallorca als „GR 221, Variante A: s‘Arracó – Coll de sa Gramola“ bezeichnet wird.

Los geht es also in der Calle del Porvenir, die an ihrem Ende in eine Teerstraße übergeht. Man passiert einen Pfostenpfeil und gelangt wenig später zu einer Wegteilung, bei der links abzubiegen ist (Schild „GR 221, Camí de ses Rotes de s‘Hereu, Coll de sa Gramola“). Der Camí führt nun leicht aufwärts. Der Wanderer folgt bei Abzweigen den Pfostenfeilen und erreicht 15 Minuten nach Tourstart eine Stelle, bei der die Asphaltpiste in einen Flurweg wechselt. Hier befindet sich rechts ein Eisentor mit zwei Mauerpfeilern, die mit Spitzen verziert sind. Geradeaus (Pfostenpfeile) verläuft die Route nun etwas steiler aufwärts und führt nach rund zehn Minuten zu dem Anwesen Ca‘n Corso.

Bei einer kurz darauf folgenden Wegteilung wird links (Pfostenpfeil) abgebogen. Der Wanderer bleibt dann immer auf der Hauptpiste und gelangt durch einen Kiefernwald zu einem Sattel. Von dort beginnt die Route bald steil anzusteigen. Halb links ist oben der Puig d‘en Farineta zu sehen. Schließlich wird der Felsdurchbruch Pas d‘en Guida erreicht. Die Gehzeit von Ca‘n Corso bis hier hat rund 20 Minuten betragen.

Weiter geht es hinter dem Durchbruch auf einer steinigen Piste abwärts. Rechts erhebt sich der Puig d‘en Guida, links sind später die Steinhütten Rotes de s‘ Hereu zu sehen. Ebenfalls links fallen oben ein lang gestreckter Bergrücken und zwei einzeln stehende Kiefern auf. Dabei handelt es sich um die Nordflanke des Puig de sa Paret des Moro. Auf dieser wird später aufzusteigen sein.

Die Piste schraubt sich dann (rote Markierungen und Pfostenpfeil) hinauf zu dem Sattel Coll des Cucons, von dem dann zunächst die Steinhütte Casita de l‘Amo en Pep und wenig später ein weiterer Sattel erreicht ist. Die Gehzeit von dem Pas d‘en Guida bis hier hat rund 20 Minuten betragen.

Hier bietet sich nun eine Pause an, um einen wunderschönen Ausblick auszukosten. Halb rechts erheben sich die beiden Felsklötze Puig des Campàs und Puig Moltó. Geradeaus ist der s‘Esclop besonders eindrucksvoll zu sehen. In den umliegenden Senken und auf Abhängen sind verfallene Terrassenmauern zu erkennen. Diese sind Relikte einer Zeit, in der das Areal noch bewirtschaftet war. Neben Ölbäumen wurden auch Getreidesorten angebaut sowie Schafe, Ziegen und Schweine gehalten.

Nun sollte man sich die weitere Route anschauen. Halb links oben sind die Nordflanke des Puig de sa Paret des Moro und die besagten zwei Kiefern zu sehen. Die Bäume sind das nächste Etappenziel. Zunächst wandert man von dem Sattel etwa 200 Meter abwärts bis zu einer Rechtskurve, in der ein roter Pfeil auf Gestein nach links verweist. Das ist der Einstieg für den Gipfelaufstieg.

Die Route führt nun auf Pfadresten und über Gestein geradeaus steil nach oben. Nach rund 80 Metern ist eine flache Stelle erreicht, von der oben die beiden Kiefern zu sehen und an der zwei rote Kleckse vorzufinden sind. Diese Markierungen sind bis zum Gipfel vorhanden. Der Wanderer steigt dann zwischen Schneidegras, Zwergpalmen und Rosmarinsträuchern weiter in Richtung der Bäume auf (rote Punkte) und erreicht schließlich die erste Kiefer und wenig später die zweite. Die Gehzeit von dem Sattel bis hier hat rund 30 Minuten betragen.

Hinter der Kiefer verläuft die Route geradeaus auf Pfadresten und über Gestein nicht allzu steil in weiteren zehn Minuten hinauf zu einer schmalen Ebene, von der oben der Gipfel zu sehen ist. Diesen erreicht man dann links (zwei rote Punkte) zunächst auf einem kurzen, flachen Abschnitt und danach (rote Kleckse) auf nicht allzu steilen Pfadresten und über Gestein.

Auf dem Gipfel des Puig de sa Paret des Moro befindet sich ein Steinpyramide. Die Aussicht aus einer Höhe von 472 Metern ist phänomenal. Ganz im Südwesten erhebt sich Dragonera aus dem Meer, auch das kleine Eiland Pantaleu bei Sant Elm ist zu sehen. Beeindruckend auch der Fernblick auf den s‘Esclop, die Mola de Planícia und die Marina d‘Estellencs.

Der Gipfelabstieg erfolgt dann auf einer anderen Route. Man folgt links von der Steinpyramide den roten Klecksen und gelangt nach etwa 100 Metern zu einer Mauer. Dort sind rechts eine bewachsene Senke und unten ein Platz und ein breiter Weg zu sehen. Dorthin steigt der Wanderer im Zickzack ab. Die Gehzeit vom Gipfel bis hier hat rund 20 Minuten betragen.

Weiter geht es rechts auf der Piste unterhalb der gewaltigen Westwand des Puig de sa Paret des Moro talwärts. Nach rund 20 Minuten wird bei einer Wegteilung rechts (links markiert ein Pfostenpfeil die Route zum Coll de sa Gramola) abgebogen und nach weiteren zwei Minuten bei einer Staumauer der rechte Abzweig (Schild „s‘Arracó“) genommen. Ein Wirtschaftsweg schraubt sich nun in einigen Kehren steil nach oben. Nach rund 20 Minuten ist dann wieder die Stelle mit dem roten Pfeil erreicht, bei der der Aufstieg zum Puig de sa Paret des Moro begonnen hat. Von hier sind dann auf der Hinroute noch eine Stunde und fünf Minuten bis s‘ Arracó zu wandern.

 

Wegstrecke
13 km (hin und zurück)

Nettogehzeit
rund 3 Std. 30 Min.

Höhenunterschied
400 m

Schwierigkeitsgrad
***

Anfahrt von Palma:
Auf der Ma-20 und Ma-1 nach Andratx, dort auf der Ma-1030 nach s‘Arracó.

Tourencharakter:
Mittelschwere Wanderung auf Asphalt, Wirtschaftswegen, Pfadresten und über flaches Gestein. Auf dem Gipfel des Puig de sa Paret des Moro Schwindelfreiheit notwendig, weil Felswände ungesichert senkrecht abstürzen. Beim Gipfelabstieg durch eine Senke ist Trittsicherheit gefragt.

Ausrüstung: Wanderstiefel, Regenschutz, Proviant und Wasser.

Einkehr: Lokale in s‘Arracó.

Fotogalerie

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