Strände

Per QR-Code zur schönsten Badebucht

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Palma de Mallorca - Mallorca

Das Internet macht‘s möglich: Ein neuer Führer weist den Weg zu 270 Insel-Stränden – ganz ohne Text

JOHANNES KRAYER

Auch nur annähernd alle Strände und Buchten auf Mallorca zu identifizieren, aufzusuchen und zu beschreiben, ist ein schönes, wenngleich mühsames Unterfangen. Fotograf Manuel Bragado und Verleger Jorge Argüello sind es in ihrem neuen Führer ­„Mallorca. Playas y Puertos“ (Mallorca. Strände und Häfen) einmal ganz anders angegangen: mit neuen Technologien. Der Band wurde vergangene Woche im Fremdenverkehrsverein Foment de Turisme in Palma der Öffentlichkeit vorgestellt.


Jeder Bucht ist eine Seite mit einem schönen Farbfoto von Bragado gewidmet. Unter dem Foto findet sich jeweils ein QR-Code, der mit den meisten modernen Mobiltelefonen und Tablet-Computern lesbar ist. Wer mit dem Display das QR-Symbol einfängt, bekommt per Google-Maps angezeigt, wo sich der Strandabschnitt genau befindet und wie man dort hinkommt. Mit einem grünen Pfeil wird die Bucht angezeigt, mit einem roten Tropfen die Stelle auf der Karte gekennzeichnet, bis zu der man mit dem Auto vorfahren kann. Außerdem ist es möglich, per Satellitenbild die Badestelle von oben zu begutachten.


Daneben sind im Buch die GPS-Koordinaten der Strände angegeben. Vor allem Skippern erleichtere dies, auch abgelegenere Buchten zu finden, erklärt Verleger Argüello. Zudem finden sich zu jedem Strand Piktogramme mit den ­Serviceeinrichtungen, die zur Verfügung stehen. Da reicht das Informationsangebot von Behindertenzugängen und der Möglichkeit, Strandliegen und ­Sonnenschirme zu mieten, über Bushaltestellen und Tauchmöglichkeiten bis hin zur Info, ob Tischtennis-Plätze zu finden sind oder ob es einen Souvenirshop gibt. Auch darüber, ob die Strände eher einsam oder überlaufen sind, gibt das Buch Auskunft.


Aufgeführt sind, einmal gegen den Uhrzeigersinn um die ganze Insel herum durchnummeriert, insgesamt 270 Strände, Buchten und Badestellen – „gerade mal die Hälfte aller mallorquinischen Badebuchten“, schätzt Fotograf Manuel Bragado. Mit kleineren Bildern und Einträgen werden  auch Sporthäfen und Yachtclubs vorgestellt. Ein praktisches Buch – dessen Nutzung allerdings eine möglichst schnelle Internetverbindung voraussetzt.


och ist der Band nicht im freien Verkauf erhältlich. Bragado und Argüello fahren zurzeit über die Insel, um ihr Werk Hotels und Autovermietern schmackhaft zu machen. Die verkaufen das Buch dann ihren Kunden. Einfach danach fragen!   

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