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Im Asador Robata gibt es fein gebratenes Fleisch auf Mallorquin

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Im Asador Robata gibt es fein gebratenes Fleisch auf Mallorquin

Avda. Carles V, 1
Llucmajor - Mallorca

Tel.: +34 871-03-73-88

Frisch aus einem Steinofen kommt hier Gebratenes auf den Tisch. Ganz besonders, ganz mallorquin.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     

Asador – bei dem Namen denkt jeder gleich an Fleisch vom Grill in jeder Variante. Und so ganz falsch liegt man beim neuen Restaurant Asador Robata in Llucmajor damit nicht. Aber die Besitzer, das Ehepaar Maite Castillo (im Service) und Matías Ortiz (Chefkoch, beide 39), können auch anders. So kann man sich auch an einem perfekt gebratenen corvina (Adlerfisch) auf mallorquinische Art erfreuen – mit Cherry-Tomaten, Pinienkernen, Rosinen, Mangold, Knoblauch, Paprika und Kartoffeln. Auch der Tintenfisch aus dem Ofen auf Kartoffelstücken mit delikater Paprikasauce schmeckt köstlich. Oder das frito de matanza, ausnahmsweise nur mit Leber, Gemüse und Kartoffeln gemacht, weil „viele der ausländischen Gäste letztlich doch Probleme mit Herz und Lunge haben“, so Ortiz.

Die beiden großen Steinöfen im Restaurant sind nicht nur Blickfang, sondern auch ideal, um darin Fleisch zu braten oder Gerichten den letzten Ofenschliff zu verpassen. Sie stammen noch vom Vorläuferlokal, dem Moli d‘en Gaspar, das seit vier Jahren geschlossen ist und vor allem wegen des Spanferkels beliebt war. Auch auf dies müssen die Gäste im neuen Asador Robata nicht verzichten.

Acht Monate hat die umfangreiche Renovierung gedauert, bevor Ende Januar eröffnet werden konnte. „Das war hier quasi eine Ruine – mit kaputtem Dach, kaputtem Boden und verdreckter Küche.“ Bei der Renovierung hat das Paar bis auf wenige Ausnahmen
selbst Hand angelegt, und es hat sich gelohnt. Das große Lokal (80 Innenplätze, bis zu 100 Außenplätze), in dem ein Kamin in der kälteren Jahreszeit gute Dienste leistet, ist zwar nicht schick oder für ein romantisches Dinner die erste Wahl, aber alles wirkt wieder sauber und irgendwie auch typisch mallorquinisch mit seinen Holztischen und den Sprossenfenstern. 

„Wir wollen im ersten Schritt vor allem mallorquinische Klassiker auf den Tisch bringen, da- runter arròs brut, Fisch a la mallorquina und natürlich Spanferkel und Lamm. Sie garen im Steinofen stundenlang, bis sie butter-zart sind.“ Aber es gibt auch Tapas, sowie beste -Fleischgerichte argentinischen Stils. Da legt der Perfektionist auch besonderen Wert auf reifes Fleisch, zu sehen speziell an einem Gericht, dem chuletón vom galicischen Rind, dass erst nach 45-tägiger Reife zubereitet wird. „Ich kaufe es früher, aber der Händler lässt es noch in seiner Kühlkammer entsprechend lange weiterreifen.“ (Vorspeisen & Tapas 4,50–13 Euro, Hauptspeisen 12–26 Euro, Desserts 4–5 Euro, Tagesgericht mit Dessert und Getränk 8,50 Euro.)

Gelernt hat der gebürtige Argentinier, der vor 16 Jahren nach Mallorca kam und auch mit einer Mallorquinerin verheiratet ist, das Kochen von seinem Schwiegervater, was die hiesigen Gerichte anbelangt, und von seinem Vater und Großvater, was den argentinischen Asado-Stil betrifft. Als dritte seiner Kochlehrer-Säulen fungierte sein Landsmann Niko Malenchini, der Chefkoch vom Naan World Street Food, dessen Geschäftspartner er auch ist (MZ berichtete in Ausgabe 876). 

Doch der dreifache Vater Ortiz, der sich sogar mitten im Kochstress noch liebevoll um seine älteste Tochter (7) kümmert, die am Testtag gerade im Lokal war, hat noch weitere Visionen und Träume: „Wenn wir uns hier einen Namen gemacht und eine Stammkundschaft gewonnen haben, werden wir ihnen zusätzlich einen weiteren Küchenstil anbieten, und zwar japanische Küche aus dem Steinofen.“ Dies würde beispielsweise auch mit viel Fisch einhergehen, aber definitiv kein Sushi. „Dafür haben wir auf Mallorca schon genügend Lokale.“ Hätten sie aktuell ein eher auf den männlichen Geschmack orientiertes Lokal, würde das dann wohl mehr die feminine Klientel ansprechen. Aber keine Sorge: Auch aktuell werden Frauen genussvoll satt.

Martina Zender

Überblick: Restaurants auf Mallorca

(Stand: März 2017)

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