Wandern

Wanderung von Búger auf die Serra de Santa Magdalena

0 Stimmen

Búger - Illes Balears - Mallorca
Die leichte Wanderung beginnt im Ortskern von Búger auf der Plaça de la Constitució. Hier befinden sich das Rathaus und ein Brunnen mit einer Skulptur, die eine brennende Kerze zeigt. [..]

Die leichte Wanderung beginnt im Ortskern von Búger auf der Plaça de la Constitució. Hier befinden sich das Rathaus und ein Brunnen mit einer Skulptur, die eine brennende Kerze zeigt. Dieser Darstellung ist zu entnehmen, dass die Gemeinde Búger ihren Namen von dem katalanischen Wort bugia, Kerze, ableitet.

 

An der Plaça biegt man dann rechts in den Carrer Mascaró ein und geht auf diesem in östlicher Richtung weiter. Nach rund 30 Metern wird rechts in den Carrer de la Creu abgebogen. Die Straße führt dann abwärts zu dem Wegkreuz Ca’n Monavi. Dort geht es geradeaus auf dem Carrer Miquel Costa i Llobera weiter. Bald weist auch ein Schild „Camí des Pous“ die Richtung. Schließlich wird rund zehn Minuten nach Tourstart die Placeta des Pous erreicht. Auf dem kleinen Platz befinden sich das alte, restaurierte Waschhaus von Búger und zwei Brunnen. Die Route verläuft dann geradeaus weiter auf der Asphaltpiste. Man passiert einige Anwesen wie Es Canyà und Sa Sini und gelangt zu der Brücke Pont de Binissatí und einer Kreuzung.

 

Hier ist nun rechts den Schildern „Inca“ und „Camí Vell de Inca“ zu folgen. Der asphaltierte Weg führt jetzt parallel zum Torrent de Búger weiter. Links und rechts der Piste ist ein großflächiger Steineichenwald zu sehen, der zu der Finca Binissatí gehört. Den Steineichenwald kann man für Hochzeitsfeiern auch als Kulisse mieten. Nach dem Ende des Waldes bestimmen Felder mit Mandel-, Feigen- und Ölbäumen das Landschaftsbild. Halb links ist in der Ferne die Serra de Santa Magdalena mit dem Kloster Santa Magdalena zu sehen.

 

Man bleibt immer auf der Hauptpiste und gelangt schließlich zu einer Wegteilung. Die Gehzeit von der Placeta des Bous hat rund 30 Minuten betragen. Bei der Kreuzung befindet sich rechts ein großes Gestüt, auf dem arabische und andalusische Pferde gezüchtet werden. Links weist ein Schild „Son Vivot“ auf die gleichnamige possessió hin. Man wandert nun von der Kreuzung ­geradeaus weiter und passiert später das Eingangstor des Anwesens Son Sastre. Auf dem Gelände der nicht zugänglichen Finca befindet sich eine Steinkonstruktion, die in der ­talaiotischen Epoche (ab 1400 v. Chr.) Menschen als Wohnung und zur Verteidigung gedient haben. Viel später haben hier auch die Römer gesiedelt, wie ausgegrabene Münzen belegen. Die Eroberer unterhielten an der ­Straße zwischen Pol·lèntia, dem heutigen ­Alcúdia, und Palma sowohl in Búger als auch in Inca eine Handelsstation.

 

Danach kommt der Wanderer an einer Gärtnerei mit Gewächshäusern vorbei. Er bleibt immer auf dem Hauptweg und ignoriert sämtliche Abzweige. Schließlich ist rund 25 Minuten nach dem Pferdegestüt eine Kreuzung erreicht. Hier befindet sich ein Verkehrszeichen „STOP“ mit einer roten Markierung und einem schwarzen Pfeil, der nach links verweist. Das ist die Route auf die Serra de Santa Magdalena. Ein anderer schwarzer Pfeil zeigt geradeaus die Richtung nach Inca.

 

Weiter geht es bei der Kreuzung also links auf einer Fahrbahn, die nach oben führt. Beim Aufstieg fällt links der Piste ein weißes Kreuz auf, das an einen 13-jährigen deutschen Radfahrer erinnert, der hier im März 2013 nach einem Zusammenstoß mit einem Auto später im Krankenhaus verstorben ist. Man passiert dann das Eingangstor einer ehemaligen Kaserne, ignoriert danach einen rechten Abzweig und gelangt schließlich zu einer Stelle, bei der sich links einige Steinstufen befinden. Hier steht auch ein Schild des Umweltministeriums der Balearen, auf dem auf landwirtschaftliche Förderprojekte in der Umgebung hingewiesen wird. Nach den Stufen biegt man dann bei einem Steinmännchen links auf einen Pfad ab. Dieser und die folgenden teils sehr steilen Treppen und Pfade sind Teil des alten Pilgerwegs, die zum Kloster Santa Magdalena führen und die mehrmals von der Fahrbahn abzweigen (rote Kleckse). Der Wanderer passiert dabei ein weiteres Tor des verlassenen Militärgeländes und gelangt danach bei einer Hausruine zu einer Steintreppe (roter Klecks).

 

Danach führt ein holpriger Weg bei einem hohen Sendemast und Picknickplatz wieder zu der Fahrbahn. Auf dieser gelangt man dann links zu einer langen Treppe und zum Kloster. Die Gehzeit von dem Abzweig mit dem Verkehrsschild „STOP“ hat rund 30 Minuten betragen. Der Ursprung des santuari geht auf das Jahr 1284 zurück. Nonnen und Mönche verschiedener Orden haben seitdem das Kloster bewohnt. Als Letzte verließen Mönche der Kongregation der Eremiten der Heiligen Paulus und Antonius das Kloster, das heute von Laienschwestern betreut wird.

 

Der Weitblick aus fast 290 Meter Höhe ist grandios. Im Norden sind die Serra del Cavall Bernat und die Halbinsel Sa Victòria zu erkennen. Auch die Halbinsel Ferrutx im Nordosten bei Artà kann ausgemacht werden. Nicht minder beeindruckend ist die Fernsicht vom Puig de Santa Magdalena und dem Kreuz Minyó. Um dorthin zu gelangen, begibt man sich wieder zu dem Sendemast. Dort beginnt ein breiter Weg, der an Picknickstellen vorbeiführt. Nach rund fünf Minuten biegt man dann rechts (roter Klecks) auf einen steinigen Pfad ab, der in weiteren fünf Minuten zu dem Kreuz führt. Hier ist nun aus 307 Meter Höhe ein fabelhafter Blick über die Serra de Tramuntana zu genießen. So sind der Puig de Galatzó, der Puig de l’Ofre, der Puig Major, der Puig de Massanella und der Puig Tomir zu erkennen.

Fotogalerie

Karte