Wandern

Den Steinmännchen folgen: Vom Herz Jesu zum Gipfel

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Esporles - Mallorca

Eine Wanderung über die Ermita de Maristella auf die Fita del Ram

ROLAND OTTO

 

Die mittelschwere Wanderung beginnt am Coll de s‘Heura, bei dem sich rechts ein kleines Eisentor mit einer schmalen Pforte befindet. Hinter dem Tor führt eine holprige Piste aufwärts. Ein Schild mit der Aufschrift „Ermita“, das allerdings kaum mehr zu entziffern ist, zeigt, dass der richtige Einstieg gefunden ist. Man erreicht dann sogleich den Gutshof Son Ferrà. Der Wanderer passiert dann ein weiteres Tor und gelangt zu einem breiten Fahrweg.

 

Man kommt dann auf der zunächst moderat ansteigenden Piste an einem kleinen Tor vorbei, bei dem sich ein Schild befindet, dessen Schrift „Ermita“ ebenfalls kaum mehr lesbar ist. Die Piste wird nun deutlich steiler und verläuft nach einem Mauer­durchlass auf Beton extrem steil aufwärts. Schließlich ist nach engen Spitzkehren ein Felsdurchbruch erreicht, wobei die Gehzeit seit Tourstart rund 15 Minuten betragen hat. Hier befindet sich rechts einige Meter entfernt der Mirador de Son Ferrà.

 

Von dem mit dicken Tauen gesicherten Aussichtspunkt ist ein famoser Tiefblick auf ­Esporles möglich. Weiter geht es von dem Felsdurchbruch auf der breiten Forstpiste, die in Kehren steil nach oben verläuft. Schließlich fallen nach rund einer Viertelstunde in einer Linkskurve ein Schild „Cor de Jesús“ (Herz Jesu) und die grüne Schrift „Jesús“ auf, die rechts auf einen Pfad verweisen. Der führt dann zunächst zu einem Köhlerplatz und von dort geradeaus zum Monument Cor de Jesús.

 

Die 1940 eingeweihte Christusstatue ist Ende Januar noch von einem großen Bethlehem-Stern geschmückt. Von der Plattform unterhalb der Statue ist ein famoser Ausblick auf Esporles und die Berge Moleta de Son Cabaspre, Mola de Son Ferrandell und Penyal Vermell möglich. Anschließend begibt man sich wieder zurück zu der breiten Piste, wobei die Gehzeit für den Abstecher zum Cor de Jesús hin und zurück rund fünf Minuten betragen hat. Man folgt nun dem Schild „Ermita“ und gelangt nach etwa 100 Metern zu einer Rechtskurve, in der ein linker Abzweig ignoriert wird.

 

Die breite, nicht mehr allzu steile Piste führt schließlich in rund einer Viertelstunde zur Ermita de Maristella. Die Einsiedelei wurde im Jahr 1890 eingeweiht und beherbergte über 30 Jahre Mönche des Karmeliterordens. Heute ist das Kloster verlassen und wird von der Pfarrei Esporles verwaltet. Von der Terrasse bietet sich eine wunderbare Aussicht auf das Teix-Massiv, die Serra d‘Alfàbia und die Comuna de Bunyola. Steht der Wanderer nun mit dem Rücken zu dem Eingangstor der Ermita, sieht er geradeaus in etwa 50 Meter Entfernung eine Mauer mit Durchlass, zu der er über einen großen Platz gelangt.

 

Hinter der Mauerbresche folgt man dann einer roten Markierung und gelangt auf einem Weg parallel zu einer Mauer zu einem weiteren Mauerdurchlass. Auch in der Folge zeigen rote, grüne, später auch blaue Markierungen und Steinmännchen die Richtung. Bei einer Wegteilung biegt man dann rechts ­(Steinmännchen und grüner Pfeil) auf einen Pfad ab, der später wieder auf einen breiten Weg und dann zu einem Mauerdurchlass führt. Hinter der ­Bresche wird ein größeres ­Plateau erreicht, auf der eine restaurierte Steinhütte steht.

 

Man quert nun längs die Ebene und biegt nach etwa 20 Metern links (Steinmännchen) auf eine Piste ab, die nach oben führt (grüne und rote Kleckse). Man kommt dann an einer großen Erdhöhle vorbei und gelangt zu einem Mauerdurchlass. Hier befindet sich ein Schild, das das Areal als Jagdgebiet ausweist. Man wird auch darauf hingewiesen, den Weg nicht zu verlassen. Weiter geht es geradeaus (grüner Klecks) auf einer steinigen Piste, die über ein Plateau mit Steineichen führt. Man passiert einen Kalkofen, ignoriert danach einen linken Abzweig und erreicht auf dem Hauptweg (Steinmännchen) den Aljub de Son Vic.

 

Die Gehzeit von der Ermita bis hier hat rund 30 Minuten betragen. Hinter dem überdachten ­Wasserspeicher knickt die Piste links (Steinmännchen) weg. Diese führt dann steil nach oben und später eben (Wegweiser) und wiederum steil zu einer Mauer mit Lücke, hinter der jetzt links (Steinmännchen) abzubiegen ist. Auch hier befinden sich Schilder „Jagdgebiet“. Die Gehzeit von dem aljub hat rund zehn Minuten betragen. Links also führt ein felsiger Pfad parallel der Mauer steil aufwärts.

 

Man folgt den Steinmännchen, grünen und roten Markierungen, erreicht eine felsige Scharte und steigt weiter auf. Schließlich wird ein Köhlerplatz erreicht, von dem geradeaus (Steinmännchen, grüner Klecks) auf einem steinigen Pfad weiter aufgestiegen wird. Man kommt an einem Aussichtspunkt (Steinpyramide) vorbei, von dem ein toller Blick auf die Mola de Planícia möglich ist. Danach wird ein Köhlerplatz passiert, von dem ein Pfad steil nach oben führt (Steinmännchen).

 

Der Wanderer erreicht einen weiteren Köhlermeiler und folgt auf einer schmalen Ebene Steinmännchen, die ihn auf einem Pfad zu einem Köhlerplatz führen. Dort biegt man rechts (Steinmännchen) ab, steigt auf einem felsigen Pfad weiter auf (Steinmännchen) und gelangt schließlich zu einer Felswand. Das Hindernis kann auf einer Steigrinne mit Trittsteinen problemlos überwunden werden.

 

Wenige Schritte später steht man auf dem Gipfel der Fita del Ram, auf dem sich eine geodätische Säule befindet, wobei die Gehzeit von der Mauer mit den Schildern „Jagdgebiet“ aus rund 30 Minuten betragen hat. Bei klarer Sicht ist der Ausblick aus 833 Metern Höhe beeindruckend. So sind das Teix-Massiv, die Serra d‘Alfàbia, der Puig Major, der Penyal des Migdia und der Puig de Massanella zu erkennen. Unterhalb des Gipfels befindet sich die Mauer, die das jeweilige Gebiet von Esporles und Puigpunyent markiert und parallel derer man teilweise aufgestiegen ist. 

 

Wegstrecke 9 km (hin und zurück)

 

Nettogehzeit rund 3 Std.

 

Höhenunterschied 510 m

 

Schwierigkeitsgrad ***

 

Anfahrt von Palma: Auf der Ma-1040 nach Esporles, dort in der Ortsmitte links in die C/. Costa de Son Tries abbiegen und den Schildern „Posada del Marqués“ und „Refugi Hort de Son Tries“ folgen. Die Straße führt nach etwa zwei Kilometern zum Sattel Coll de s‘Heura. Wenige Parkmöglichkeiten am Straßenrand.

 

Tourencharakter: Mittelschwere Wanderung auf breiten Wegen und steinigen Pfaden, die wegen langen Steil­anstiegen gute Kondition erfordert. Bei der Steigrinne unterhalb des Gipfels ist Trittsicherheit gefragt. Rückweg auf der Hinroute.

 

Ausrüstung: Wanderstiefel, Wasser, Proviant.

 

Einkehr: Lokale in Esporles

Diese Wanderung wurde am 04.02.2016 veröffentlicht. Die Vorstellung der Route erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen des Autors. Die Benützung geschieht auf eigenes Risiko. Soweit gesetzlich zulässig, wird eine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art aus keinem Rechtsgrund übernommen.

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