Wandern

An den großen Anwesen entlang

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Sant Joan - Mallorca

Eine Wanderung von Sant Joan auf den Aussichtsgipfel Puig de Sant Nofre
 

ROLAND OTTO

Der Start der leichten Wanderung ist in der Ortsmitte von Sant Joan bei der Pfarrkirche. Dort beginnt die Carrer del Mestre Mas, die später nach einem neuen Straßenschild nun Carrer de Jaume Mas i Noguera (Mestre) heißt. Der Wanderer biegt dann links in die Carrer de Bastida ab.


Die Straße führt nun leicht aufsteigend nach oben. Schließlich ist nach einem kurzen Abstieg eine Kreuzung erreicht. Die Wegteilung wird Es Quatre Vents, die vier Winde, genannt. Hier biegt man nun links in die zweite Asphaltpiste ein. An dieser Stelle befinden sich an Bäumen auch zwei Schilder mit der Aufschrift „Coto privado de caza“ (Privates Jagdgebiet).


Die schmale Fahrbahn führt jetzt leicht abwärts. Nach rund 100 Metern biegt man dann links auf einen Waldweg ab und ignoriert eine andere Piste, die scharf links abzweigt. Der breite Weg verläuft dann leicht absteigend an einem Kiefernwald vorbei, der „Pinar de na Simona“ genannt wird. Der Wanderer passiert ein Anwesen mit einem Eisentor, bei dem sich als Klingel eine kleine Eisenglocke befindet. Die Piste führt dann an einer Trockensteinmauer entlang und knickt danach bei einem niedrigen, fast rechteckigen Mauerwerk links weg.


Der Waldweg verläuft dann weiter leicht absteigend abwärts an einigen schmucken Häusern vorbei. Man bleibt immer auf der Hauptpiste und gelangt schließlich auf eine Asphaltpiste, den Camí de Son Roig, auf dem später der Rückweg nach Sant Joan verlaufen wird. Jetzt wird aber rechts auf die Fahrbahn abgebogen und nach etwa 50 Metern wieder die Asphaltpiste erreicht, die man vorhin oben verlassen hat. Die Gehzeit seit Tourstart hat XXXMinuten betragen.


Direkt gegenüber ist das Eingangstor der Possessió sa Bastida, die nicht betreten werden darf. Die erste urkundliche Erwähnung des Anwesens datiert aus dem Jahr 1242. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten mehrmals die Besitzer. Im 16. Jahrhundert wurde auf dem Gutshof eine kleine Kapelle errichtet. Im 18. Jahrhundert wurden hier in großem Stil Getreidesorten und Wein angebaut. Seit 1920 befindet sich sa Bastida im Besitz der Familie Camps. Der Gutshof ist heute noch bewirtschaftet. Später wird man sich beim Aufstieg auf den Puig de Sant Nofre ein Bild von der Größe der possessió machen können.


Weiter geht es vor dem Eingangstor von sa Bastida links auf dem Sträßlein. Halb rechts erhebt sich der Puig de Sant Nofre mit seinen Felswänden. Nach rund 250 Metern verlässt man die Fahrbahn wieder und biegt rechts auf einen Flurweg ein. An dieser Stelle befindet sich ein weiteres Schild „Coto privado de caza“ (Privates Jagdgebiet).


Die Flurpiste verläuft dann parallel einer gemauerten Wasser­rinne durch ein Tal. Rechts ­befinden sich sattgrüne Wiesen. Auf der linken Seite ist etwas entfernt der Brunnen Font de sa Bastida zu sehen. Der Wanderer passiert das Eingangstor eines größeren Anwesens, ignoriert danach einen rechten Abzweig und gelangt dann wenig später zu einer Stelle, bei der ein blauer Pfeil auf einem Stein rechts auf einen Waldweg verweist.


Auf diesem ist sogleich ein offenes Eisentor erreicht, bei dem ein Schild das Mitführen von Hunden verbietet, da auf dem angrenzenden Gebiet nicht näher genannte Tiere weiden. Die Gehzeit von dem Eingangstor von sa Bastida bis hier hat rund eine Viertelstunde betragen.


Hinter dem Tor, das wieder zu schließen ist, biegt man nun sofort rechts auf einen Trampelpfad ab. Dieser verläuft parallel eines Zaunes leicht aufwärts, verbreitert sich später zu einem Weg und führt dann etwas steiler in rund zehn Minuten zu einer Mauer, bei der sich ein altes Holztor befindet.


Der Wanderer biegt hier nun links (Steinmännchen) auf einen Pfad ab, folgt dann einem Steinmännchen und rotem Klecks und ignoriert einen rechten Abzweig, der mit ausgelegten Zweigen „gesperrt“ ist. Die steinige Piste führt dann zu einer Mauerlücke, bei der man einem roten Klecks und einem rot lackierten, kleinen Vierkant aus Holz folgt.


Die Piste verläuft dann hangwärts weiter nach oben und knickt bei einem roten Punkt und zwei Steinmännchen links weg. In der Folge zeigen weitere Vierkante und auch Steinmännchen die Richtung. Links unten ist die große Possessió sa Bastida zu sehen.


Vor einer Abbruchkante knickt die Piste dann rechts weg. Man folgt weiter den roten Vierkanthölzern und Steinmännchen und erreicht schließlich die Gipfelsäule des 254 Meter hohen Puig de Sant Nofre. Die Gehzeit von dem alten Holztor bis hier hat rund 20 Minuten betragen.


Von hier oben ist die Aussicht phänomenal: Weit im Südwesten ist der Puig de Galatzó zu erkennen. Der Blick schweift über das Teix-Massiv, den l’Ofre, Penyal des Migdia, Puig Major, Puig de Massanella bis hin zum Puig Tomir und die Bucht von Alcúdia. Auch der Tiefblick auf den Pla de Mallorca mit seiner Weite ist imposant.


Nach einer Pause steigt man vom Gipfel wenige Meter ab, biegt dann links ab und gelangt nach etwa 20 Metern zu einem Mauerdurchlass und sogleich zur Ermita de Sant Nofre. Die Einsiedelei wurde Anfang des 15. Jahrhundert errichtet.


Anschließend begibt man sich wieder in rund 25 Minuten zurück zu den Eingangstor von sa Bastida und biegt dort rechts auf die Asphaltpiste vom Hinweg ab. Auf dem Camí de Son Roig wandert man immer geradeaus weiter, kommt später an der großen Finca Son Roig vorbei, passiert nach rund 20 Minuten die Finquita Son Roig und biegt etwa 50 Meter weiter links auf eine Fahrbahn ab.


Diese führt nun bald steil ansteigend in rund 20 Minuten zum Ortseingang von Sant Joan und in die Carrer del Vent. Auf dieser biegt man nach etwa 20 Metern rechts in die Carrer Major ab und gelangt danach in rund fünf Minuten zur Pfarrkirche und zur Carrer del Mestre Mas.

 

Wegstrecke
9 km (hin und zurück)


Nettogehzeit
rund 2 Std. 40 Min.


Höhenunterschied
140 m


Schwierigkeitsgrad
**

 

Anfahrt von Palma: Auf der Ma-3011 nach Sineu, dort auf der Ma-3232 und Ma-3220 nach Sant Joan.


Tourencharakter: Leichte Wanderung auf Asphalt, Waldwegen und steinigen Pfaden. Auf dem Gipfel des Puig de  Sant Nofre ist Schwindelfreiheit notwendig. Für Kinder geeignet.


Ausrüstung: Wanderschuhe, Regenschutz, Wasser, Proviant.
Einkehr: Lokale in Sant Joan.

 

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