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Wanderung bei Llucmajor: Auf den Hexenberg

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Llucmajor - Mallorca

Eine Wanderung bei Llucmajor auf den Puig de ses Bruixes

Die mittelschwere Wanderung beginnt am Ende des Parkplatzes des Friedhofs von Llucmajor, bei dem man geradeaus auf dem Camí de Galdent bleibt. Ein Abzweig links mit dem Schild „Caminal de Galdent“ wird ignoriert. Halb rechts ist vorne die Felsnase des Puig de ses Bruixes mit ihren schroffen Steilwänden zu sehen. Links unterhalb des Felskopfes des „Hexenbergs“ befindet sich ein Bergrücken, über den später der Aufstieg erfolgen wird.


Nachdem man einen rechten Abzweig mit dem Schild „Camí de Buniferri“ ignoriert hat, wird eine weitere Weggabelung erreicht, bei der rechts in den Camí de Ferrutxelles abzubiegen ist. Die Asphaltpiste verläuft nun an einigen Anwesen vorbei. Schließlich wird rund 25 Minuten nach Tourstart bei dem Häuschen Casita Rosa ein Weggabelung erreicht. Hier verweist ein Schild „Camí des Puig“ links auf eine Asphaltpiste. Diese Stelle merkt man sich, weil man hier beim Rückweg wieder ankommen wird.


Weiter geht es aber geradeaus. Eine Flurpiste verläuft an weiteren Anwesen vorbei und führt in rund fünf Minuten zu einem Wegkreuz, bei dem links abgebogen wird. Der Wanderer befindet sich jetzt auf dem Camí de Son Saleta (kein Schild), der nach dem später folgenden Gutshof Son Saleta benannt ist. Auf der linken Seite ist nun die felsige und zerklüftete Ostwand des Puig de ses Bruixes zu sehen, unterhalb derer sich die Häuser von Son Saleta befinden. Man bleibt bei einem Abzweig auf dem Hauptweg und gelangt dann zu Nebengebäuden von Son Saleta.


Rund 100 Meter weiter wird dann auf dem Flurweg eine Stelle erreicht, bei der ein Steinmännchen und ein roter Punkt nach links verweisen. Ein breiterer Pfad führt dann wenig später zu dem nächsten Abzweig, bei dem ebenfalls links (Steinmännchen, roter Klecks) auf einen Trampelpfad abzubiegen ist. Die Gehzeit von dem Abzweig auf den Camí de Son Saleta bis hier hat rund zehn Minuten betragen.


Bevor der Wanderer sich nun an den Aufstieg Richtung Gipfel macht, sollte er noch die herrliche Aussicht auf den Klosterberg Randa und das gleichnamige Dorf genießen. Unterhalb des Standorts liegen gepflegte Felder mit Mandelbäumen, die alle von kreisrunden Grasstücken umgeben sind. Die grünen Kreise sollen das Regenwasser speichern und nach und nach an die Wurzeln der Bäume abgeben.


Weiter geht es auf dem Trampelpfad zunächst leicht aufwärts zu einer Mauer mit einem Durchlass. Danach verläuft der Pfad (viele Steinmännchen) in einigen Kurven immer steiler durch einen lichten Kiefernwald nach oben.


Schließlich wird eine niedrige Felswand erreicht. Dort folgt man den regelmäßig vorhandenen Steinmännchen und steigt auf flachem Gestein und Pfadresten weiter auf. Der Wanderer erreicht eine Hochebene und dort eine Steinpyramide. Die Gehzeit von dem Abzweig unten mit dem Steinmännchen und dem rotem Klecks bis hier hat rund 25 Minuten betragen.


Unterhalb des Wegweisers verweist ein Pfeil rechts auf einen Pfad. Auf diesem wird später der Abstieg erfolgen.


Geradeaus ist gegenüber der Steinpyramide eine niedrige Felsformation mit einer roten Markierung zu sehen, zu der problemlos aufgestiegen wird. Nun ist auch der Gipfel zu sehen. Man folgt jetzt bei der nur leicht ansteigenden Kletter­passage den roten Klecksen. Dabei ist es unerheblich, ob man fünf oder zehn Minuten zum Gipfel benötigt. Wichtig ist nur, dass man absolut trittsicher und schwindelfrei ist, weil sich an den Seiten des Gipfelkamms teils halsbrecherische Abstürze befinden. An ein paar Stellen kann man das Felsgestein auf Pfadresten umgehen. Ein Pfad führt schließlich auch auf den Gipfel des Puig de ses Bruixes.


Der Name „Hexenberg“ ist auf ein Ereignis zurückzuführen, das in den „Rondaies Mallorquines“, den mallorquinischen Volksmärchen, überliefert ist. Demnach lebten im 13. Jahrhundert in Höhlen der Umgebung Hexen. Die Zauberinnen konnten sich unsichtbar machen und nutzten diese Fähigkeit, um wiederholt die Kutscher zu verulken. Die Hexen setzten sich dazu auf die Maultiere, die deshalb die Wagen nur noch mit Mühe ziehen konnten.


Die verstörten Kutscher berichteten König Jaume I. von ihren gespenstischen Erlebnissen. Der König ritt mit seinem Gefolge daraufhin auf den Gipfel des „Hexenberges“ und stellte dort ein Kreuz auf. Seitdem sind die Hexen vom Puig de ses Bruixes verschwunden.


Die Aussicht aus fast 360 Metern ist vom Feinsten. Der Wanderer hat bei guter Sicht sowohl das im Norden gelegene Cap de Formentor als auch das im Süden gelegene Colònia de Sant Jordi und den Archipel Cabrera im Blick. Spektakulär ist auch die Fernsicht auf die Serra de Tramuntana: von der Mola de s’ Esclop über den Puig de Galatzó, das Teix-Massiv, die Serra d’ Alfàbia, den l’Ofre, die Sa Rateta, den Penyal des Migdia, den Puig Major und den Puig de Massanella bis hin zum Puig Tomir.


Anschließend begibt man sich in fünf bis zehn Minuten wieder zurück zu der Steinpyramide und biegt nun links ab. Ein Trampelpfad verläuft (Steinmännchen) nun durch einen Kiefernwald abwärts. Die Piste führt dann zunehmend steiler nach unten, wobei kleine Geröllsteinchen den Erdboden sehr rutschig machen. Hier ist mit großer Konzentration abzusteigen. Schließlich wird nach rund einer Viertelstunde ein Zaun erreicht, bei dem der Pfad rechts (roter Klecks) abknickt. Kurz darauf gelangt man zu einer Asphaltpiste. Hier steht neben der Fahrbahn auf Gestein „Puig“ geschrieben.


Weiter geht es dann links auf der Fahrbahn, die nach etwa 300 Metern links wieder verlassen wird. Auf der Straße Camí des Puig erreicht man nun nach rund zehn Minuten wieder den Abzweig vom Hinweg bei der Casita Rosa. Nun sind auf der Hinroute noch rund 25 Minuten bis zu dem Parkplatz am Friedhof von Llucmajor zu wandern.

 

Wegstrecke
7 km (hin und zurück)


Nettogehzeit
rund 2 Std. 15 Min.


Höhenunterschied
200 m


Schwierigkeitsgrad
***
 

 

 

Anfahrt von Palma: Auf der Ma-19 nach Llucmajor. Dort die Ausfahrt Nr. 22 nehmen. Dann der Beschilderung „Llucmajor“ und „Algaida“ folgen. Bei dem Rondell am Beginn der Landstraße Ma-5010 nach Algaida links abbiegen und den Schildern „Camí de Galdent“ und „Cementiri“ folgen.


Tourencharakter: Mittelschwere Wanderung auf Asphalt, Flurwegen und steinigen Trampelpfaden. Bei der Kletter­passage im Gipfelbereich absolute Trittsicherheit und Schwindel­freiheit notwendig.


Ausrüstung: Wanderstiefel, Regenschutz.


Einkehr: Lokale in Lluc­major

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