Wandern

Zum Kloster Santuari de Sta. Magdalena: Nicht nur bei schlechtem Wetter

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Inca - Mallorca

Eine Wanderung von Inca zum Kloster Santuari de Santa Magdalena
 

Diese Tour machen Wanderer meist nur bei schlechtem Wetter, wenn der Himmel wolkenverhangen ist, der Wetterbericht Regen angesagt hat und deshalb von einer Besteigung eines Tausenders abzuraten ist. Wer diese Wanderung allerdings bei schönem Wetter und bei klarer Sicht macht, wird von der Terrasse des Klosters Santa Magdalena und vom Gipfel des fast 310 Meter hohen Puig de Santa Magdalena mit einer sensationellen Fernsicht belohnt.

Start der leichten Wanderung ist der Escorxador d’Inca, der ehemalige Schlachthof der Gemeinde. Hier beginnt die alte Straße von Inca nach Sa Pobla. Auf dieser gelangt man nach 50 Metern zu einer Wegteilung, bei der rechts (Schild „Camí de Santa Magdalena“) auf eine Fahrbahn abzubiegen ist. Diese führt nach rund 200 Metern zu einem Tunnel, über den die Autobahn Ma-13 verläuft.

Hinter der Unterführung befindet sich eine Kreuzung. Hier merkt man sich den linken Abzweig, bei dem man auf dem Rückweg wieder ankommen wird. Ein roter Klecks an einer Mauer verweist jetzt aber geradeaus auf eine schmale Straße. Rund 150 Meter weiter bleibt der Wanderer dann auf der Hauptpiste (roter Punkt). Die Route verläuft nun durch das ländliche Inca, das hier Camp des Morers genannt wird. Links oben ist der Gebirgszug Serra de Santa Magdalena, auf dem sich das Kloster und das Kreuz Minyó befinden, zu sehen.

Schließlich werden die Villa Ca’n Gaspar, bei der die Fahrbahn links wegknickt (roter Punkt), und kurz darauf die Finquita Ca’n Bonafé erreicht. Zehn Meter weiter verweist ein roter Klecks links auf einen asphaltierten Flurweg. Die Gehzeit seit Tourstart bis hier hat rund 20 Minuten betragen.

Die Route steigt nun leicht an und führt an sattgrünen Wiesen vorbei. Bei einer Kreuzung bleibt man auf der Hauptpiste (roter Klecks). Nach den Häusern Ca sa Moreta und Case Moreta wird dann rund fünf Minuten nach Ca‘n Bonafé eine Wegteilung erreicht. Hier lohnt sich ein kurzer Abstecher zu der Possessió Son Catlar. Zu dieser gelangt man rechts auf einer Fahrbahn (das Schild „Camí particular“ ist kein ausdrückliches Verbotsschild). Zunächst kommt man an dem Gutshof Son Jover vorbei, auf dem eine große Schafzucht betrieben wird. Kurz darauf ist Son Catlar erreicht.

Das Landgut ist nicht mehr bewohnt und baulich in einem schlechten Zustand. Im Innenhof sind aber wunderschön gewachsene Kakteenarten zu bewundern. Eine ausrangierte Mandelzerkleinerungsmaschine deutet auf die besseren Zeiten der possessió hin, die seit dem 17. Jahrhundert im Besitz der Familie Descatlar ist.

Anschließend begibt man sich wieder zu dem Abzweig, wobei die Gehzeit für den Abstecher rund zehn Minuten betragen hat.

Rechts verläuft dann die Piste leicht ansteigend nach oben. Bei dem Anwesen Xan Xerpeta bleibt man auf dem Hauptweg (roter Punkt) und erreicht rund fünf Minuten nach dem Abzweig zu Son Catlar die Zufahrtsstraße zum Santuari de Santa Magdalena. Hier befindet sich ein Schild „Camí del Polvorí“, das nach links verweist. Auf dieser Route wird später der Rückweg verlaufen.

Nun ist auf der Straße rechts in Richtung Kloster weiter aufzusteigen. Nach etwa 200 Metern gelangt man dann zu einer Stelle, bei der sich links Stufen befinden. Diese und die folgenden Steintreppen sind Abkürzungen, die sich immer links der Fahrbahn befinden. Sehr kurze Abschnitte müssen aber auch auf der Straße gegangen werden. Der Wanderer folgt nun beim Aufstieg roten Klecksen, passiert auch das Eingangstor eines verlassenen Militärgeländes und gelangt schließlich bei einem Tor und einer Hausruine zu einer Steintreppe. Hier biegt er links (roter Punkt) auf einen holprigen Pilgerpfad ab, der zu einem Picknickplatz und dem Sendemast von Radio Balear Inca führt.

Links gelangt man dann auf der Zufahrtsstraße wenig später zu einer langen Pilgertreppe und kurz darauf zum Kloster. Die Gehzeit von dem Abzweig mit dem Schild „Camí del Polvorí“ bis hier hat rund 20 Minuten betragen.

Die Serra de Santa Magdalena ist durch ihre Lage – eine klare Sicht vorausgesetzt – einer der besten Aussichtspunkte Mallorcas. Von der Terrasse des Klosters sind im Norden die wilden Küstengebirge S erra del Cavall Bernat und Serra d’Albercutx konturenscharf zu erkennen. Zwischen den Buchten von Pollença und Alcúdia erhebt sich die Halbinsel Sa Victòria aus dem Meer. Auch die Halbinsel Ferrutx mit ihren markanten Gipfeln kann im Nordosten ausgemacht werden.

Nicht minder beeindruckend ist die Fernsicht vom Puig de Santa Magdalena und dem Kreuz Minyó, das südlich zu sehen ist. Um dorthin zu gelangen, begibt man sich wieder zum Sendemast von Radio Balear Inca. Dort beginnt ein breiter Weg, der nach etwa 300 Metern rechts wieder verlassen wird (roter Klecks, Feuer-machen-verboten-Schild). Ein steiniger Trampelpfad führt dann in Richtung des Kreuzes. Etwa 20 Meter unterhalb von Minyó ist rechts bei einem Mäuerchen fünf Meter oberhalb die Vermessungssäule des Puig de Santa Magdalena zu sehen, zu der man aufsteigt. Die Gehzeit vom Kloster bis hier hat rund zehn Minuten betragen.

Hier ist nun ein sensationeller Weitblick über die Serra de Tramuntana zu genießen. Die Fernsicht reicht vom Puig de Galatzó über den Puig Major und den Puig de Massanella bis zum Puig Tomir. Vom Kreuz Minyó sind auch der Klosterberg Randa und der Puig de Sant Salvator bei Felanitx zu erblicken.

Anschließend begibt man sich in rund 25 Minuten wieder zu dem Abzweig mit dem Schild „Camí del Polvorí“ und wandert auf der Straße geradeaus weiter. Diese führt nach unten und knickt dann links ab. Kurz darauf wird ein Reitstall passiert, bei dem man geradeaus weiterwandert. Auch in der Folge bleibt man immer auf der Hauptpiste und ignoriert sämtliche Abzweige. Rund 35 Minuten nach dem Schild „Camí del Polvorí“ wird dann eine Brücke, die über die Ma-13 führt, erreicht. Vor dieser Brücke biegt der Wanderer halb links auf eine Straße ab, auf der er dann in fünf Minuten wieder zu dem Tunnel vom Hinweg und in weiteren zwei Minuten zum Escorxador d’Inca gelangt.

Wegstrecke
9 km (hin und zurück)

Nettogehzeit
rund 2 Std. 20 Min.

Höhenunterschied
200 m

Schwierigkeitsgrad
**

 

Anfahrt von Palma:
Auf der Ma-13 bis Inca und dort die Ausfahrt zum Kloster Lluc nehmen. Am nördlich gelegenen Ortsende von Inca bei einem Kreisel rechts auf die Ma-3440 Richtung Llubí und Santa Margalida abbiegen. Etwa 300 Meter weiter liegt links der Escorxador d’Inca, bei dem auch Parkplätze vorhanden sind.

Tourencharakter:
Leichte Wanderung auf Asphaltpisten und steinigen Pfaden. Für Kinder geeignet.

Ausrüstung: Wanderstiefel.

Einkehr: Bars in Inca.

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