Wandern

Steilklippe Punta de Sóller: Immer den lila Klecksen nach

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Sóller - Mallorca

Eine Wanderung vom Refugi de Muleta auf die Steilklippe Punta de Sóller

Die mittelschwere Wanderung beginnt am Far del Cap Gros. Der Leuchtturm wurde 1842 erbaut und im Lauf der Zeit mehrmals modernisiert. Von seiner Plattform bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die Hafenbucht von Sóller. Gegenüber sind auch der Küstenabschnitt Costera petit mit dem Wachturm Torre Picada, die Fingerzinne Penyal Bernat, der fast 600 Meter hohe Puig de Bàlitx und die Insel s’Illeta zu sehen.

Wenige Meter vom Leuchtturm entfernt liegt das Refugi de Muleta. Bei dem Eingangstor der Hütte befinden sich ein Schild „GR 221, Sóller, Deià“ und fünf Meter weiter ein Holzpfostenpfeil, der geradeaus die Route nach Sóller und Deià markiert. Hier wird nun aber rechts auf einen Weg abgebogen. Die steinige, teils auch gepflasterte Piste führt zunächst eben, später in ständigem Auf und Ab durch die beeindruckende Küstenlandschaft der Marina de Sóller. Dabei bleibt man immer auf der Hauptpiste, folgt den grünen Punkten und ignoriert Steinmännchen nach rechts und links. Rund eine Viertelstunde nach Tourstart ist dann eine Gabelung erreicht.

Hier verweisen ein großer lila Pfeil auf Gestein am Boden, ein grüner Punkt und ein Steinmännchen geradeaus auf einen Pfad. Die lila Kleckse, grünen Markierungen und Steinmännchen werden den Wanderer weiterhin durchgehend begleiten. Der steinige Trampelpfad führt dann steil hinab zu einer Mauer und einem kleinen Bachbett, das gequert wird. Danach führt die Piste wieder aufwärts, dann eben und später in Kurven leicht ansteigend zu einem kleinen Mäuerchen. Die Gehzeit vom Abzweig mit dem großen lila Pfeil bis hier hat rund eine Viertelstunde betragen.

Viele Steinmännchen und lila Kleckse signalisieren nun den Weiteraufstieg auf der steinigen Piste. Diese verliert sich dann bei Felsbrocken, zwischen denen (grüne Punkte) aufgestiegen wird. Rechts ist etwas unterhalb die Punta d’en Canet (Spitze des Hündchens) zu sehen. Die Steilklippe wurde in Millionen von Jahren durch Stürme und Brandung modelliert.

Weiter geht es dann auf einer steilen, etwa fünf Meter langen Felspassage auf trittsicherem Gestein und danach auf einem steinigen Trampelpfad, der (Steinmännchen) zur Punta de Sóller führt. Für die Gehzeit von dem Mäuerchen bis hier sind rund zehn Minuten einzukalkulieren.

Den Wanderer erwartet in einer Höhe von 132 Metern in Form eines ausgehöhlten Felsbrockens ein weiteres geologisches Kleinod. Hier oben muss man aber bei aller Begeisterung für so viel Naturschönheit und beim Fotografieren auf seine Schritte achten, denn die ungesicherten Steilwände der Hochklippe stürzen senkrecht ab.

Die Weitsicht ist fantastisch. Sie reicht im Südwesten über die Landzunge Sa Foradada, die Berge Sa Galera und Teix bei Deià, die Talaia Vella bei Valldemossa, die Mola de Planícia bei Banyalbufar bis zur Insel Dragonera. Auch der lang gestreckte Tafelberg Mola de s’Esclop ist auszumachen.

Der Blick in die andere Richtung bietet Berge ohne Ende: die faszinierenden Steilwände des Penyal Migdia, dahinter die Berge Puig Major und Morro d’en Pelut sowie die Gipfel der Gebirgskette Serra de Son Torrella mit ihren spitzen Zinnen und Steilabbrüchen.

Weiter geht es von der Punta de Sóller links wenige Schritte zu einem Steinmännchen und zwei lila Punkten. Dort steigt man dann durch einen Felskanal auf Trittstellen problemlos ab und gelangt danach auf einem steinigen Pfad (Steinmännchen) zu einer schmalen Ebene. Dort verweist ein Steinmännchen bei einer Felswand links auf einen Trampelpfad. Der Steig verläuft im Zickzack steil aufwärts, wobei viele Steinhaufen, lila und grüne Kleckse die Richtung zeigen. Schließlich wird ein Sattel erreicht. Die Gehzeit von der Punta de Sóller bis hier hat rund 20 Minuten betragen.

Vom Sattel führt ein Trampelpfad nun abwärts zu Terrassenmauern (Steinmännchen, grüner Klecks) und danach ansteigend in rund zehn Minuten zu einer Hüttenruine. Links von der Hütte verweisen zwei Steinhaufen und ein lila Punkt auf einen Pfad. Zehn Meter weiter wird rechts eine ein paar Meter weiter liegende Steinpyramide ignoriert. Geradeaus erreicht man dann kurz darauf die Steinhütte Ca’s Jaume.

Auch jetzt schicken Steinmännchen, lila und grüne Kleckse den Wanderer auf eine Route, die auf steinigen Pfaden und über Felspassagen durch eine zerklüftete Karstlandschaft mit imposanten Höhlen aufwärts verläuft. Schließlich ist der Puig de Muleta mit seinen Funkantennen und seiner Vermessungssäule zu sehen. Man steigt über spitzen Karst  weiter auf und gelangt dann zu einer Fahrbahn, auf die rechts abzubiegen ist. Die Gehzeit von der Hüttenruine bis hier hat dabei rund 20 Minuten betragen.

Man befindet sich nun in der Urbanisation Muleta und wandert auf der breiten Piste nach einem kurzen Aufstieg talwärts und ignoriert dabei Abzweige nach links. Nach rund fünf Minuten wird dann bei einer Wegteilung links (Schild „GR 221, Refugi de Muleta, Port de Sóller“) abgebogen. Eine Flurpiste führt nun (Pfostenpfeil) durch einen Olivenhain mit uralten, wunderschön gewachsenen Ölbäumen, die zu dem Gutshof Muleta Gran gehören, der rechts mit seinem Wehrturm zu sehen ist. Eindrucksvoll ist auf diesem Abschnitt auch der Blick auf den l’Ofre und den Cornador Gran.

Nach rund fünf Minuten wird bei dem Schild „Refugi de Muleta“ links auf eine breite Piste abgebogen. Diese und später ein steiniger Pfad führen abwärts zu einer Talsenke, wobei viele Steinmännchen, blaue Pfeile und Pfostenpfeile die Richtung zeigen. In der Senke steigt die Route nochmals kurz an und führt dann im ständigem Auf und Ab in Richtung Refugi. Man folgt bei Wegteilungen den Pfostenpfeilen und dem Schild „Refugi de Muleta“ und gelangt rund 30 Minuten nach dem Abzweig mit dem Schild „Refugi de Muleta“ wieder zu der Herberge.

 

Wegstrecke
7 km
Nettogehzeit
rund 2 Std. 10 Min.
Höhenunterschied
150 m
Schwierigkeitsgrad
***

Anfahrt von Palma: Auf der Ma-11 nach Sóller und dann Richtung Port de Sóller. Kurz vor Ortseinfahrt (nicht durch den Tunnel, sondern auf der alten Straße zum Hafenort fahren) biegt bei den Schildern „Platja d’en Repic“ und „Far des Cap Gros“ die Ma-1134 ab. Diese führt zum Strand d’en Repic. Dort erreicht man dann links auf der Ma-1150 den Leuchtturm Far am Cap Gros. Parkplätze vorhanden.

Tourencharakter: Mittelschwere Wanderung auf breiten Wegen, steinigen Trampelpfaden und über Karst. Beim Aufstieg zur Punta de Sóller und auf dem Gipfel ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, beim Abstieg durch einen Felskanal einfache Klettertechnik notwendig.

Ausrüstung: Wanderstiefel, Sonnenschutz, Wasser.

Einkehr: Bars in Port de Sóller.

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