Strände

Die Caló des Moro: Karibiktraum mit Steilküste

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Santanyí - Mallorca

Kaum ein Insel-Bürgermeister, der Santanyí nicht um seine Playas beneidet.

Vor allem die in die Steilküste eingebetteten Naturstrände suchen auf Mallorca ihresgleichen. Einer der schönsten ist zweifellos die Caló des Moro. Ein Urlaubstraum aus Sand, Felsen und kristallklarem, türkisfarbigem Wasser, der sich vor keinem Karibik-Strand zu verstecken braucht. Lediglich Palmen sucht man vergebens. Die schnuckelige Bucht erfreut sich vor allem bei Einheimischen großer Beliebtheit. Vielleicht auch deshalb, weil sie nicht ganz einfach zu finden ist.

 

L-förmig, links und rechts von Steilwänden eingerahmt, schweift der Blick nicht hinaus zum Horizont, sondern wird von der gegenüberliegenden, etwa 500 Meter entfernten Felswand begrenzt. Durch die extrem geschützte Lage der Caló des Moro ist das Meer dort meist spiegelglatt. Es wird auch nur langsam tiefer.

 

Das erfreut nicht nur ankerfreudige Skipper. Einige Kinder versuchen, mit Käschern kleine Fischchen zu fangen. Aber diese wittern die Falle und huschen sehr zur Freude der Schnorchler unter die ausgedehnten Felsüberhänge oder bringen sich in den großen Höhlen der rechten Steilwand in Sicherheit.

 

In der linken Wand hängen einige Kletterer und suchen sich ihren Weg parallel zur Wasseroberfläche. Hin und wieder findet einer von ihnen nicht den richtigen Griff und fällt ins Wasser. Warum sich denn extra abquälen, wenn man letztlich ohnehin nur baden geht, denken sich vermutlich die Teenager, die auf einem etwa zehn Meter hohen Vorsprung in die Tiefe blicken. Zuerst fliegen ihre Schlappen ins Wasser, dann, mit mehr und weniger Gekreische, die Jungs und Mädchen selbst.

 

Die Playa ist mit dem Auto nicht direkt zu erreichen und bietet weder eine gastronomische Infrastruktur, noch gibt es Rettungsschwimmer. Auch Schatten sucht man zumindest bis zum späten Nachmittag vergeblich.

 

Schon der Weg zum Strand ist ein Erlebnis. 120 Treppen führen am Ende der kleinen Straße, schräg gegenüber der Parkmöglichkeiten, hinab zur Cala s‘Almunia, einer steinigen und felsigen Playa mit einigen ehemaligen Fischerhäuschen. Von dort schlängelt sich ein Trampelpfad links an der Küste entlang und über eine kleine Ebene hinweg. Nach etwa fünf Minuten ist der schmale Einstieg zur Caló des Moro erreicht. Relativ steil geht es dort auf provisorischen und unregelmäßigen Stufen rund 20 Meter zum Strand hinab. Manche Äste, die in den Pfad hineinreichen, sind im Laufe der Jahre so abgegriffen worden, dass sie sich wie ein blankpoliertes Treppengeländer anfühlen. Unten links gibt es eine große Höhle, die trockenen Fußes begangenen werden kann, rechts zwischen den Felsbrocken relaxen die Strandjünger.



Infos
Palma-Campos-Santanyí.
Am ersten Kreisel nach Llombarts abbiegen und die Kreisel zählen.
Am fünften Kreisel in Richtung Cala Llombarts.
Nach 3,2 Kilometern rechts in den asphaltierten Weg (C/. de s‘Almunia) einbiegen und diesem links, rechts, links, rechts bis zum Ende folgen.

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