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Restaurant Isaan schmeckt authentisch, thailändisch

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Restaurant Isaan schmeckt authentisch, thailändisch

Carrer de la Pursiana, 14
Palma de Mallorca - Mallorca

Tel.: +34 971-15-86-79

Im Szene Viertel Santa Katalina gibt es originelle Kreationen aus Thailand.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       

Isaan, das ist kein Fantasiewort, sondern eine der größten, dennoch unbekanntesten Regionen im Nordosten von Thailand. Hierhin verirrt sich kaum ein Ausländer. Für Pedro Truyols, den Betreiber des neuen Restaurants Isaan im Santa-Catalina-Viertel symbolisiert diese Abgeschiedenheit auch Authentizität, das pure Thailand. So soll die Küche sein und soweit die Autorin dieser Zeilen die Küche Thailands von ihren verschiedenen Urlauben her kennt, wird im Isaan tatsächlich original thailändische Küche geboten, teils scharf wie im Ursprungsland, teils ein wenig auf europäische Zungen abgemildert – je nach Wunsch. So schmeckt beispielsweise die Entenbrust köstlich: zart das Fleisch, knusprig die Haut. Eingerahmt von einem roten Curry mit Ananas, Chili, Lychee, Kokos. Dafür verantwortlich sind Aew und ihr Partner Noo. Aew stammt aus Bangkok, hat aber vor dem Isaan zehn Jahre in Barcelona gearbeitet, die letzten drei Jahre im renommierten Restaurant Thai Barcelona. Über thailändische Bekannte erhielt er den Tipp, diese Köchin zu kontakten. 

Truyols ist seit 2010 Geschäftspartner im Fischrestaurant La Parada del Mar und seit Start des Mercado Gastronómico San Juan Betreiber des dortigen Fisch- und Meeresfrüchtestands. „Beides mache ich auch weiter, aber ich wollte mal ein Geschäft jenseits von Fischen machen und ich liebe thailändische Küche.“ Die genoss er bislang mehrfach wöchentlich bei seinen thailändischen Standnachbarn im San-Juan-Markt, nun kann er dieser Leidenschaft im eigenen Lokal frönen. Die Küche sei modern, leichter und gesünder. Das würde er auch an sich selbst spüren. Seitdem er häufiger Thaigerichte essen würde, fühle er sich nach einem Essen wohler – im Gegensatz zu den üppigen Fleischrationen auf typischen spanischen Tellern. „Und da etliche Menschen so wie ich denken, kam ich auf die Idee, ein entsprechendes Lokal zu eröffnen.“

Das Vorgänger-Restaurant Es Mercat wurde nahezu vollständig für eine komplett neue Innenaufteilung der Räume entkernt und auch der kleine Patio wird jetzt genutzt. Heraus kam eine Rezeption samt Bar und Lounge im vorderen Teil, daran anschließend der Gastraum, gefolgt von der offenen Küche, weiteren Hochtischen und einigen Plätzen direkt vor der Küche – aber getrennt von jener durch eine Glasscheibe. „Ich wollte weder, dass der -Kochgeruch ins Restaurant zieht, noch dass die Ablüftung und die -Klimaanlage durcheinanderkommen. Und schließlich sprechen die Köche zu schlecht Spanisch oder Englisch, um mit den davor sitzenden Gästen zu parlieren.“ Somit können sie in Ruhe kochen, während die Gäste alles beobachten. 

Für das ansprechende warme Interieur des Lokals – dezent asiatischer Stil mit viel Holz und roten Akzenten, aber eher urban und modern und keineswegs folkloristisch ist Santos Moreno mit seiner Firma G4 Deco zuständig, der auch schon für die Ausgestaltung des Mercado San Juan verantwortlich zeichnete. Dazu läuft leise asiatische Chillmusik im Hintergrund.

In diesem Ambiente speist man beispielsweise als Vorspeise verschiedene frittierte Teigtaschen. Mal in Empanadillaform, gefüllt mit Gemüse und Huhn, mal als klassische Frühlingsrolle, mal ist es ein Langostino mit Erdnüssen und Mais in Pankoteig oder als Highlight die dreieckig geformten Teighüllen mit klein geschnittenem Entenfleisch und vielerlei Gewürzen, auf der Karte als samosa ped annonciert. Des Weiteren einen delikaten kalten Langostino-Salat mit Gemüse, Minze, Chili und viel Koriander, einem der Haupt-gewürze in Thailand.

Wie bei Asiaten üblich gibt es verschiedene Gerichte, bei denen nur die Hauptzutat wechselt (Garnelen, Huhn, Rind, Tofu, Seitan), so beispielsweise bei den Currys. Getestet wurde das grüne scharfe Curry mit Rind und Gemüse. Die benötigten Produkte kommen, wenn möglich, von hiesigen Märkten und Händlern. Alle speziellen Thaiprodukte bezieht Truyols von einem Importeur.

Preislich bleibt alles im grünen Bereich. Die eingangs erwähnte Ente ist mit 17,50 Euro das teuerste Gericht der übrigens schön gestalteten Karte mit verschiedenen Covern. Die Currys liegen bei 13 bis 14,50 Euro, Reis- und Nudelgerichte reichen von 10,50 bis 12,50 Euro und die Vorspeisen sowie Salate kosten zwischen 7,50 und 12,40 Euro. 70 Prozent der Karte kann man übrigens auch als Take-away ordern. 

Martina Zender

Überblick: Restaurants auf Mallorca

(Stand: Juli 2017)

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Provinz: Mallorca - Zeitung | Ort: Palma