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Steakhouse "La Hacienda" in Peguera

5 Stimmen
Steakhouse

C/. Pau Casals, 1, Peguera
Calvià - Mallorca

Tel.: +34971-68 54 73 oder +34647-59 41 57

Welche Assoziationen kommen Ihnen, wenn Sie den Begriff Haciendahören, und wir meinen nicht die „Steuer“? Sind dies vielleicht Landgut, rustikal, Holz, Fleisch? Bis auf das Landgut werden die anderen Erwartungen erfüllt, wenn Sie das Restaurant La Hacienda in Peguera (Ausfahrt La Romana) aufsuchen. Es ist ein weitläufiges, verwinkeltes rustikales Lokal mit viel Holz, zwei Kaminen, Terrassen, jeder Menge dazu passender Dekoration und Hunderten von Kerzen – echte, Ölkerzen und LED-Varianten. „Das Lokal ist ja fast mein Wohnzimmer, da will ich es auch selbst gemütlich haben und ich liebe Kerzen“, sagt Chefin Christine Gerdsen (52), die nicht nur den Service führt, sondern auch für die Dekoration ein Händchen hat.

 

 

Es ist ein Familienbetrieb, der durch Ehemann Sönke (63, bis vor vier Jahren Chefkoch im La Hacienda, jetzt eher im Administrativen tätig) und Sohn Bastian (33, ebenfalls im Service) ergänzt wird. 17 Jahre lang gibt es das Lokal schon, und es ist ab 18 Uhr nahezu täglich gut gefüllt bis randvoll. Und das bei rund 230 Plätzen und 364 Tagen Betrieb.

 

 

 

Der Erfolg erklärt sich nicht nur durch die Qualität des Essens, sondern auch durch die Kontinuität. Bis auf die Anfangsjahre, wo man noch mit dem Rodizio-Stil experimentierte (Fixpreis, dafür kommt regelmäßig Fleisch an Spießen an die Tische, Beilagen gab’s am Buffet), der aber nicht funktionierte, gibt es fast die gleiche Karte. „In unserer Ecke, also Peguera, da gibt es auch viele ältere Leute, denen war das mit dem Rodizio einfach zu viel und man kannte es nicht“, so Gerdsen. Kein Problem, die Spieße verschwanden und man fokussierte sich auf Fleisch in allen Varianten. „Anfangs hatten wir auch noch mehr Fischgerichte, aber seitdem meine Tochter und ihr Mann ihr Restaurant Mar y Mar mit dem Fokus auf Fisch und Meeresfrüchten eröffnet haben (MZ berichtete), haben wir nur noch wenige Gerichte diesbezüglich.“ Alles wird ganz klassisch zubereitet, ohne moderne Techniken wie Schäumchen, Sphärifikationen oder Ähnliches, dafür üppig portioniert. „Aber wir haben auch kleinere Portionen für ältere Gäste ohne großen Hunger oder ‚Models‘, die auf die Linie achten wollen.“

 

 

 

Beim Fleisch nutzt man Ware aus Argentinien, den USA (Rind), Neuseeland (Rind, Lamm) und Spanien (Schwein). Angeliefert wird das Rindfleisch mit 30 Tagen Reifezeit. Genutzt wird ein Teil sofort, ein anderer Teil kommt in den für jedermann sichtbaren gläsernen Reifeschrank und liegt dort noch etwa 60 Tage länger, bis es als Dry-aged Rib Eye (250 Gramm), Ochsenkotelett (600 Gramm oder ein Kilo) oder T-Bone-Steak (600 Gramm oder ein Kilo) auf den Tisch kommt. Jeweils begleitet von hausgemachter Kräuterbutter und BBQ-Sauce – wie im Übrigen alle Saucen, Cremes und Dips selbst gemacht sind. Dazu eine Beilage nach Wahl.

 

 

Die Speisekarte vermerkt zwar eine konkrete, „aber das ist nur ein Vorschlag. Man kann jederzeit tauschen und eine der 14 aufgeführten Beilagen dazu haben.“ Das reicht von Kartoffeln in allen Varianten über Nudeln, Reis bis Gemüse. Dies gilt übrigens (ohne Aufpreis) für alle Haupt-speisen der Karte, die neben jeglicher Steak- und Filet-Variante auch die beliebten Spare Ribs (14,85 Euro), Lammschulter und --koteletts, gemischte Fleischspieße, üppig gefüllte Tacos (mit Chili con carne, Pulled Pork oder vegetarisch, 13,90–15,90 Euro) und spezielle Gerichte wie die beliebte Gaucho-Pfanne (Grillteller mit Gemüse für 18,90 Euro) verzeichnet. Manchmal gäbe es auch, speziell in der kälteren Jahreszeit, zusätzliche Gerichte, vorzugsweise aus Norddeutschland wie Steckrüben-eintopf oder Finkenwerder Scholle. „Da schlägt dann unser Hamburger Herz.“

 

 

Inbegriffen im Preis ist ein gut ausgestattetes Salatbuffet, teils im italienischen Antipasti-Stil, mit 25 Varianten, die auch schon mal wechseln können. Da gibt es Artischocken, Pilze, jede Art von Gemüse, Nudel- und Krautsalat, Zwiebel-Speck- oder Algen-salat und Thaisalat mit Rindfleisch, dazu verschiedene Dressings. Man kann letztlich so oft an die Salatbar gehen, wie man will. „Das finde ich jedenfalls viel besser, als dass man sich den Teller absurd hoch aufhäuft und dann die Hälfte liegen lässt, weil man -seinen Hunger doch überschätzt hat“, so Gerdsen.

 

 

Das Lokal hat viele Stammgäste, bis zu 80 Prozent, vorrangig Deutsche, sodass die Gerdsens im Winter nahezu jeden Gast mit Namen kennen. Auch mit ein Grund, warum die Chefin jeden Tag vor Ort ist. „Meine Gäste akzeptieren zwar auch meinen Sohn, aber ich bin das Gesicht des Lokals und man erwartet, dass ich hier bin – und ich bin es mit Lust und Laune.“ Jetzt im abklingenden Sommer arbeitet die komplette Crew, das sind 14, 15 Personen am Abend. Ohne Reservierung geht (fast) nichts, eine gute Logistik ist wichtig, um den Überblick in den verschiedenen Räumlichkeiten zu bewahren. Da wuselt und rennt das Personal zwischen den Tischen, da schiebt man selbige zusammen, um unverhofft die zusätzlich mitgekommenen Gäste einer Gruppe platzieren zu können und bleibt stets freundlich.

 

(Vorspeisen & Salate 5,80–14,90 Euro, Hauptspeisen 14,85 bis etwa 33 Euro, ohne Dry-aged-Gerichte, Desserts 5,60–8,60 Euro)

MARTINA ZENDER

 

 

(Stand: Januar 2018)

 

 

http://www.hacienda-steakhouse.es

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Provinz: Mallorca - Zeitung | Ort: Calvià