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Shamrock 2.0 : Irish Pub goes kulinarisch

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Shamrock 2.0 : Irish Pub goes kulinarisch

Avda. Gabriel Roca, 3, Palma.
Palma - Illes Balears - Mallorca

Tel.: 0034971735962

Guinness, Whisky, Sportübertragungen, täglich ein anderes Konzert, dazu ein paar Tapas, Burger und Snacks. Das ist das Image der Bar Shamrock, benannt nach dem irischen Nationalsymbol, dem dreiblättrigen Kleeblatt. Seit zehn Jahren haben die Besitzer Luis Lera und sein Sohn Guillermo damit Erfolg. Darüber hinaus aber betreiben sie schon seit knapp drei Jahren, seit der Übernahme des Nachbarlokals von Koldo Royo (früher das Sternelokal Koldo Royo, dann die Tapa-Bar
Aquiara) im ersten Stock zusätzlich ein Restaurant mit Schwerpunkt auf Fleischgerichten. Dafür haben sie einen Josper-Grillofen angeschafft, und auch beim Fleisch setzen sie –ganz gemäßdem aktuellen Trend –auf lange Reife (bis 45 Tage).

    

 

Doch nun kommt die nächste Etappe. Zwar ändert sich das Konzept nicht grundlegend, aber man differenziert zwischen dem rustikalen Shamrock im Erdgeschoss und dem eleganten „neuen“Shamrock im oberen Stock: Für das eine wird die Karte ein wenig auf die Favoriten reduziert, für das andere haben Luis und Guillermo Lera einen kreativen Chefkoch engagiert. Rodrigo Vallejo Fernández ist erst seit Sommer im Amt und hat  seinen Einstand schon mit dem Gewinn der beiden Hauptpreise der TaPalma vor zwei Wochen gekrönt. Der 35-Jährige stammt aus Santander, wo er auch die Kochschule besucht hat.

 

 

 

In der Folge arbeitete er bei Sterneköchen wie Martin Berasategui, Andoni Luis Aduriz (Mugaritz) oder auch RenéRedzepi (Noma in Kopenhagen), war Berater und Entwickler von Konserven und Marmeladen-Kreationen, wurde zweimal bester Koch Kantabriens, einmal zweitbester Koch Spaniens und war 2015 in der sechsköpfigen Auswahl der renommierten „Entdeckung des Jahres“-Auszeichnung der Gastromesse Madrid Fusión. Eine beeindruckende Vita. Als er dann eines Tages eine Anzeige des Hotels Hilton Sa Torre las, das einen Chefkoch suchte, bewarb er sich. „Seit einem Urlaub vor zehn Jahren fand ich die Insel wunderbar und wollte irgendwann hierher“, sagt er. Im Februar dieses Jahres trat Vallejo seine neue Stelle an. Schon bald aber stellte er fest, dass das nicht das Richtige für ihn war. So traf es sich gut, dass sein Fleischlieferant ihm von den Expansionsplänen des Shamrock erzählte, wohin er Mitte Juli wechselte.

    

 

Seine Aufgabe ist klar definiert: Das Shamrock soll zukünftig nicht nur als Event-Lokal beliebt, sondern auch als Restaurant anerkannt sein. Der Sieg bei der TaPalma half ihnen dabei ein großes Stück weiter. „Wir haben für die nächsten Wochen schon viele Reservierungen, weil alle neugierig geworden sind“, so Vallejo, „außerdem wollen die besten Lieferanten, dass wir ihre Produkte nutzen.“Das mache seine Arbeit ein wenig leichter, da er sowieso geplant hatte, sich speziell in Bezug auf Produkte umzusehen, auszuprobieren und zu experimentieren. In den ersten Monaten kam er kaum dazu.

    

 

Die Grundkarte hat sich bislang nicht geändert, aber bei den ergänzenden Tagesgerichten und den Angeboten für die Gruppenmenüs lässt Vallejo schon jetzt seiner Kreativität freien Lauf, wie beispielsweise beim zarten picanha (Schwanzstück vom Rind) mit in Honig und Zitronensaft marinierten und dann gebratenen Bananenscheiben als Beilage, dazu ein Gemüsesalat mit einer Zimt-Apfelessig-Chili-
Vinaigrette. Gleichzeitig integriert der Nordspanier auch Gerichte seiner Heimat, etwa eine klassische Lauch-Kartoffelsuppe mit Schinkenstreifen und einem Eigelb. Beides delikat wie auch die hausgemachten Kroketten.

    

 

Natürlich dürfen auch seine Siegertapas nicht fehlen: Zum einen das „Picnic“, eine Kombination aus einem Mini-Sandwich-Lookalike aus Apfel-Biskuit und Sobrassada, dazu eine Mais-Empanadilla, gefüllt mit Lamm und Möhren, belegt mit einem Tomaten-Koriander-Zwiebel-Mix. Das Ganze originell serviert auf einer Mini-Holzpalette, belegt mit einer Esspapier-„Decke“. Und zum anderen seine „Quelypizza“, ein Quely-Keks mit einem Mix aus Wakame-Algen, Herzmuscheln, Salicornia und frittierten Mini-Garnelen. Beides zu Recht Gewinner-Häppchen!

               

 

Zukünftig will er auch das irische Guinnessbier –immerhin ist das Shamrock offizielles Guinness-Lokal –nicht nur als Sauce zur Lammschulter anbieten, sondern noch intensiver einbinden. Vallejo denkt an Guinness-Eis, Guinness-Brot oder Marinaden mit dem Bier. „Wer Shamrock hört, assoziiert das mit Guinness –das soll auch so bleiben, nur halt auf der kulinarischen Ebene.“Auch Degustationsmenüs und spezielle Themenabende sind geplant. Apropos: Da die Konzerte erst um Mitternacht beginnen, gibt es keine „Lärm“-Beeinträchtigung beim Essen.

MARTINA ZENDER

 

http://www.shamrockpalma.com

 

 

(Stand: April 2018)

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Provinz: Mallorca - Zeitung | Ort: Palma