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Marc Fosh und seine Liebe zu Pfannkuchen

Wussten Sie, dass Palatschinken bereits in Kochbüchern aus dem Jahr 1439 erwähnt wurden? Dass sie sogar schon um 500 vor Christus gebacken wurden? Vielleicht liegt das daran, dass sie so lecker und einfach zu machen sind
09-03-2020 00:00
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Ob als fein aufgerollte Crêpes mit Passionsfrüchte-Sauce (li.) oder üppige Pancakes mit Blaubeeren und Vanille. Sie entstammen alle aus der Pfannkuchen-Familie. Foto: MFRG

Ob als fein aufgerollte Crêpes mit Passionsfrüchte-Sauce (li.) oder üppige Pancakes mit Blaubeeren und Vanille. Sie entstammen alle aus der Pfannkuchen-Familie. Foto: MFRG

Dieses Jahr habe ich den Faschingsdienstag gefeiert, indem ich mir einige meiner Lieblingssüßspeisen gegönnt habe. Bei uns ist der Faschingsdienstag als Pancake Day oder Shrove Tuesday bekannt, es ist der Tag, an dem man schlemmen darf, bevor am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt. In einigen Ländern ist es Tradition, Pfannkuchen zu essen, sozusagen als letzte Möglichkeit vor dem Fasten, Eier und Fett zu verwenden.

Die Geschichte der Pfannkuchen reicht weit zurück - sie kommen bereits in Koch­büchern vor, die aus dem Jahr 1439 stammen. Pfannkuchen sind seit Jahrhunderten in verschiedenen Arten und Formen auf der ganzen Welt beliebt, und archäologische Funde lassen vermuten, dass es sich bei den Pfannkuchen wohl um das älteste und am weitesten verbreitete Getreidegericht handelt, das schon bei prähistorischen Völkern um 500 vor Christus verspeist wurde!

Vom indischen Dosa, äthiopischen Injera, vietnamesischen Bánh xèo bis hin zum österreichischen Kaiserschmarrn oder russischen Blini – die Welt liebt Pfannkuchen! Allerdings sind sie wahrscheinlich nirgends so begehrt wie in den USA, wo Millionen von Menschen sich beim Wochenendfrühstück für lockere Pancakes entscheiden, die zu ­Stapeln aufgetürmt und mit Ahornsirup ­getränkt werden - nicht zuletzt, weil sie wirklich einfach zuzubereiten sind.

Mit ihrem hübschen, sommersprossigen Aussehen, das einem aus der Pfanne entgegenlacht, ­schmecken Pfannkuchen herrlich nur mit Zitronensaft und Zucker. Aber sie können ­natürlich mit vielen anderen süßen Zutaten gefüllt werden, wie Ahornsirup, Obst, Eis oder Schokoladensauce. Sie bilden auch eine gute Basis für herzhafte Füllungen wie ­gebratene Pilze, Käse, Spinat, Hühnchen und Meeresfrüchte - man kann so gut wie alles verwenden.

Wenn Sie in eine richtige Crêpe-Pfanne, am besten mit Antihaftbeschichtung, investieren, kann dies die Zubereitung der Pfannkuchen erleichtern. Diese Pfannen haben ­einen niedrigen Rand und circa 20 Zentimeter Durchmesser. Pancakes können sofort nach ihrer Zubereitung serviert werden, aber man kann sie auch im Voraus backen.

Wenn Sie Crêpes zu einem früheren Zeitpunkt vorbereiten, dann legen Sie zwischen die Crêpes jeweils ein Blatt Backpapier und ­wickeln alles in Frischhaltefolie. Wenn Sie die Pancakes am nächsten Tag brauchen, können Sie diese im Kühlschrank aufbewahren, im Tiefkühlschrank halten sie bis zu einem Monat. Meist ist der erste Pfannkuchen nicht der Perfekteste. Das Positive daran ist, dass der Koch diesen gleich warm aus der Pfanne essen kann, während er den zweiten und dritten zubereitet. Praktisch gesehen würzt dieser erste Pfannkuchen die Pfanne und hinterlässt eine dünne Schicht Butter, auf der die nächsten Pfannkuchen schön gleiten.

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihre ersten Versuche nicht perfekt gelingen. Je mehr Praxis Sie haben, desto besser werden Sie. Wenn Sie sehen, wie einfach es ist, Pfannkuchen selbst zu zaubern, werden Sie sich fragen, warum Sie das nicht schon früher versucht haben.

Rezepte

Blaubeeren-Vanille-Pancakes auf amerikanische Art

Vorbereitung: 10 Minuten
Kochzeit: 10 Minuten

Zutaten für 4 Personen

200 g selbsttreibendes Mehl
1 TL Backpulver
1 Ei
300 ml Milch
1 EL zerlassene Butter
200 g Blaubeeren
? TL Vanilleextrakt
Olivenöl (oder ein wenig Butter) zum
Backen
4 EL Gold- oder Ahornsirup
4 EL Crème fraîche
Eine Prise Salz

Mehl, Backpulver, Vanilleextrakt und eine Prise Salz in einer großen Schüssel vermischen. Ei, Milch und zerlassene Butter unterrühren und einen glatten, dickflüssigen Teig herstellen. Eine ­beschichtete Pfanne mit etwas Öl erhitzen und 2 Esslöffel Teig pro Pfann­kuchen verwenden. 1 ? bis 2 Minuten ­backen, bis der Pfannkuchen unten goldbraun ist und oben Blasen bildet. Wenden und weitere 1 bis 2 Minuten backen. Mit Sirup, frischen Blaubeeren und Crème fraîche servieren.

Passionsfrucht-Ananas-Limetten-Crêpes

Zutaten für 4 Personen
 
16 Crêpes (mit der Grundmischung für 
Pfannkuchen zubereitet) 
 
Für die Crêpes (Grundmischung für Pfannkuchen)
120 g Mehl, gesiebt 
3 Eier 
250 ml Milch
100 ml Wasser
50 g zerlassene Butter
? kleine Orange, nur die geriebene Schale 
Eine Prise Salz
1 EL Zucker
 
Eier, Milch, Wasser, Mehl, geriebene Orangenschale, Salz, Zucker und zerlassene ­Butter in einer Schüssel verquirlen. 10 bis 15 Minuten ruhen lassen. 
Etwas Butter in einer beschichteten Pfanne zerlassen und den Herd auf niedrige Temperatur einstellen. Ein wenig der Mischung in die Pfanne gießen, bis sich eine dünne Schicht bildet. Auf beiden Seiten anbraten, bis die Crêpes goldbraun und an den Rändern knusprig sind – dann aus der Pfanne nehmen und auf einem ­Teller stapeln. Machen Sie weiter, bis die gesamte Mischung aufgebraucht ist. 
 
Für die Sauce: 
150 ml frisch gepressten Orangensaft
250 ml Ananassaft 
3 Passionsfrüchte (Fruchtfleisch und 
Samen)
Saft von 2 Limetten
40 g Zucker
 
Alle Zutaten in einen Topf geben und zum Kochen bringen. 5 bis 6 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce anfängt einzudicken. Dann die Crêpes fein säuberlich einrollen und zum Durchwärmen in die Sauce geben. Mit Crème fraîche oder Vanilleeis sofort servieren.

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Rezept-Sammlung

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