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Simply Fosh: So klappt der Kürbis zu Halloween

Aus dem Gemüse kann man gruselige Fratzen schnitzen oder einen tollen Eintopf machen
31-10-2019 15:25
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Kürbis ist beliebt zu Halloween. Foto: MFRG

Kürbis ist beliebt zu Halloween. Foto: MFRG

Halloween steht vor der Tür, und vielleicht haben Sie vor, einen Kürbis auszuhöhlen, um etwaige Besucher oder die Kinder zu erschrecken, die an Ihrer Haustür „Süßes oder Saures" spielen. Falls ja, suchen Sie am besten ein großes, rundes Exemplar aus. Legen Sie den Kürbis auf ein Küchentuch, damit er beim Bearbeiten nicht wegrutscht. Verwenden Sie ein scharfes Messer mit Wellenschliff, um oben einen Deckel abzuschneiden, und dann benutzen Sie einen großen Löffel zum Ausschaben der Kerne, die Sie wegwerfen können. Danach entfernen Sie den Großteil des Fleisches und bewahren es auf. Mit einem Marker werden dann die Umrisse eines Gesichts aufgezeichnet, und Augen, Nase und Mund mit einem kleineren Messer mit Wellenschliff ausgeschnitten. Schneiden Sie bitte immer von sich weg, dann passiert nichts, wenn Sie mal abrutschen. Wenn alles fertig ist, ein Teelicht in den Kürbis stellen und den Deckel wieder aufsetzen.

Auch wenn Halloween eine recht junge Tradition und einer der beliebtesten Feiertage in den USA ist, reichen die geschichtlichen Wurzeln zurück auf ein heidnisches Fest namens Samhain – die Tradition der „Jack O'Lantern" ist somit wohl irischen Ursprungs. Die Legende besagt, dass ein Mann namens Jack, ein notorischer Trinker und Betrüger, den Teufel austrickste und auf einen Baum klettern ließ. Jack schnitzte dann ein Kreuz in den Baumstamm, sodass der Teufel am Baum gefangen war. Dann schloss Jack mit dem Teufel einen Handel ab, dass dieser ihn für alle Ewigkeit in Ruhe lassen müsse, wenn er ihn vom Baum herunterhole. Als Jack starb, wurde ihm wegen seiner Machenschaften mit dem Teufel der Eintritt in den Himmel verwehrt, allerdings auch der Zugang zur Hölle, weil der Teufel sich an sein Versprechen hielt. Dieser gab Jack aber eine glühende Kohle mit, die seinen Weg durch die Dunkelheit erhellen sollte. Damit sie länger glüht, wurde die Kohle in eine ausgehöhlte Rübe gelegt. Die Iren benutzten ursprünglich eine Rübe als „Jack O'Lantern". Die irischen Einwanderer in Amerika stellten dann aber fest, dass es dort weitaus mehr Kürbisse als Rüben gab.

Wenn Sie Ihren Kürbis also ausgehöhlt haben, ist es an der Zeit, mit dem übrig gebliebenen Fleisch etwas Sinnvolles anzufangen. Kürbisse haben ein herrliches Aroma und eine glatte, seidige Textur – sie eignen sich dadurch für ganz viele Gerichte, egal ob süß oder herzhaft. Warme Gewürze passen besonders gut zum Kürbis, beispielsweise Zimt, Muskat oder Ingwer. Aber auch Kräuter wie Salbei und Rosmarin ergeben eine hervorragende Geschmackskombination.

Sie können das Kürbisfleisch auch zu einem köstlichen Risotto mit Ziegenkäse verarbeiten oder es mit marokkanischen Gewürzen und scharfem Harissa anbraten. Kürbissuppe nach thailändischer Art mit Kokosmilch gehört zu meinen Lieblingsgerichten. Der ultimative Hochgenuss zu Halloween sind aber Fleischbällchen aus iberischem Schweinefleisch mit einem Eintopf aus gewürztem Kürbis und Kichererbsen. Ein wunderbar wärmendes Gericht zur Winterzeit!

Fleischbällchen mit Kürbis

Für 4 Personen
Kochzeit: 35 Minuten

Vorbereitungszeit: 30 Minuten zuzüglich 30 Minuten Kühlzeit

Für die Fleischbällchen:
450 g Schweineschulter,
zu Hackfleisch verarbeitet
2 TL Kreuzkümmelsamen
50 g geriebene Mandeln
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
2 EL glatte Petersilie, gehackt
Olivenöl zum Anbraten
Meersalz und frisch gemahlener
schwarzer Pfeffer

Für den Eintopf aus gewürztem Kürbis und Kichererbsen:
2 EL Olivenöl, 1 große Zwiebel grob hacken, 2 Knoblauchzehen zerdrücken,
1 rote Chili entkernen und fein hacken.

1 EL fein gehackte Ingwerwurzel, 1 TL gemahlener Kreuzkümmel, ? TL Paprikapulver, ? TL zerkleinerte Fenchelsamen dazugeben. Danach eine Sternanis, eine große Prise Safranfäden, 600 g Kürbis, geschält und in Würfel geschnitten, dazugeben.

Vier Tomaten schälen, entkernen und in Würfel schneiden.

1 TL Harissa-Paste, 250 ml Hühnerbrühe (Bouillon), 300 g gekochte Kichererbsen aus der Dose (garbanzos), 1 EL gehackter frischer Koriander (cilantro) mit Meersalz und frisch gemahlenem schwarzen
Pfeffer abschmecken.

Für die Fleischbällchen Schweinefleisch, Kreuzkümmel, gemahlene Mandeln, Knoblauch und Petersilie in einer großen Schüssel gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann Bällchen formen. Im Kühlschrank mindestens 30 Minuten kühlen.

Etwas Olivenöl in einer Bratpfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Fleischbällchen 4 bis 5 Minuten anbraten und immer wieder wenden, bis sie goldbraun und durchgegart sind. Beiseitestellen und warm halten.

Für den Eintopf aus gewürztem Kürbis und Kichererbsen das Olivenöl in einem schweren Topf bei niedriger beziehungsweise mittlerer Temperatur erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Chili, Ingwer und Gewürze hinzufügen. Dann Kürbis, Tomaten und Hühnerbrühe (Bouillon) dazu geben, mit Salz und Pfeffer würzen und 20 Minuten köcheln lassen.

Kichererbsen und Fleischbällchen in den Eintopf geben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Bei Bedarf nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Servieren mit gehacktem Koriander bestreuen und servieren.

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