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Simply Fosh: Feuriges vom Grill

Auf die Marinade kommt es an: zwei Saucen-Tipps vom anderen Mittelmeer-Ufer
23-06-2019 23:00
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Von Marokko bis Libyen verbreitet: Chermoula. Foto: MFRG

Von Marokko bis Libyen verbreitet: Chermoula. Foto: MFRG

Beim Grillen sind die meisten von uns nicht besonders experimentierfreudig, wobei man in Wahrheit kein großartiger Koch sein muss, um einen rundum gelungenen Grillabend auf die Beine zu stellen. Sie müssen nur sicherstellen, dass der Grill mindestens eine halbe Stunde vorher angeworfen wird, und Sie dürfen auf keinen Fall anfangen zu grillen, solange die Kohle nicht eine weißlich-staubige Farbe mit rötlicher Glut angenommen hat. Nehmen Sie sich Zeit, das Fleisch ohne Flammen in aller Ruhe gut durchzugaren, bis es schön goldbraun ist ... Und auch das eigentliche Geheimnis ist absolut simpel: eine gute Marinade.

Fleisch und Fisch vor dem Grillen zu marinieren, ist immer eine gute Idee, denn es verleiht einen guten Geschmack und macht das Fleisch zarter. Als mediterrane Variante können Sie auch Lammkottelets mit Rosmarin und eingelegten Zitronen probieren oder Hühnchen mit Majoran, Olivenöl und Knoblauch. Versteifen Sie sich nicht auf die Frage „wie viel wovon?" – es soll einfach eine entspannte und genussvolle Erfahrung sein. Um dem Ganzen mehr Pep zu verleihen, können Sie auch mit Chili würzen und zwei meiner Lieblingsmarinaden ausprobieren: Piri-piri und „Rote Paprika Chermoula".

Piri-Piri ist ein portugiesisches Gericht, das ursprünglich aus Angola und Mozambique stammt. Auf Swahili bedeutet das „Pfeffer Pfeffer", und es kann tatsächlich ziemlich scharf sein – je nachdem, welche Art von Chilis man verwendet. Man kann eigentlich jede Chili-Sorte nehmen, das Ganze sollte aber gut nach Knoblauch,
Gewürzen und Zitrone schmecken – einfach zum Süchtigwerden!

Chermoula ist eine scharfe Sauce aus Nordafrika, die üblicherweise aus frischen Kräutern und Gewürzen hergestellt wird. In leichten Abwandlungen findet man sie überall in Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen – das Ergebnis ist aber stets ähnlich im Geschmack. Traditionell diente Chermoula als Marinade für Fisch und die Zubereitung zahlreicher marokkanischer Fischgerichte, einschließlich Fisch-Tajine. Allerdings kann Rote Paprika Chermoula genauso gut als Marinade für Hühnerfleisch, Lamm oder Schalentiere verwendet werden.

Rote Paprika Chermoula

2 rote Paprika aus der Dose, abgetropft
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
? TL Harissa
3 EL gehackter Koriander
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Paprikagewürz
Saft von 1 Zitrone
Gewürze

Alle Zutaten in den Mixer geben und zu einer glatten Masse verrühren.

Piri-Piri-Huhn

Für dieses Rezept ist der Grill bestens geeignet, aber man kann es auch gut im Ofen zubereiten. Ich bevorzuge es, das Huhn zunächst am Grill oder in der Bratpfanne anzubraten und dann im Ofen fertig zu garen.

Zutaten: für 4 Personen

4 Hähnchenschenkel, halbiert (Oberschenkel und Schlegel) und enthäutet

Piri-piri:
4 rote afrikanische oder thailändische Chilischoten
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
50 ml Zitronensaft
50 ml Olivenöl
1 EL Paprikagewürz
2 EL frischer Koriander, gehackt
1 TL Zucker
Gewürze

Zubereitung:
Zutaten des Piri-Piri in den Mixer geben und zu einem Püree verarbeiten. Die Hälfte der Sauce über die Hähnchenteile gießen und im Kühlschrank mindestens vier bis sechs Stunden marinieren.

Grill oder Bratpfanne erhitzen und die Hähnchenteile bei starker Hitze zwei bis drei Minuten auf jeder Seite anbraten. Vom Grill beziehungsweise aus der Pfanne nehmen und im vorgeheizten Ofen 15 bis 20 Minuten zu Ende garen lassen.

Die Hähnchenstücke mit einem großen, grünen Salat servieren. Den Rest der Sauce als Dip bereit stellen.

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