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Das empfiehlt Mallorca-Koch Marc Fosh zu Ostern

Es wird gebacken, was das Zeug hält. Da wären zum Beispiel die herzhaften "empanadas"...
18-04-2019 09:38
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Das österliche Dreigestirn auf Mallorca:  „crespells

Das österliche Dreigestirn auf Mallorca: „crespells" (oben), „rubiols" (rechts) und „empanadas" (unten) auf den Teller. Foto: Bendgens

Ehrlich gesagt, liebe ich diese Jahreszeit und vor allem das lange Osterwochenende. Im Gegensatz zu seinem jegliche Aufmerksamkeit auf sich ziehenden Pendant Weihnachten ist Ostern einfach entspannter und unaufgeregter. Auch in der Küche zu Hause geht es an den Osterfeiertagen weniger stressig zu, man ist offener für spontane Zusammenkünfte und genießt gemeinsam ein zwangloses Essen. Und dann gibt es auch noch diese (leider) verführerischen Schoko-Eier, auf die sich alle freuen!

Heute ist die Kultur der Schokoladeneier zu Ostern in Spanien weit verbreitet – wenn es auch lange gedauert hat, bis diese Sitte in unsere Breitengrade vorgedrungen ist. Von allen Symbolen, die mit dem Osterei verbunden sind, ist das der Fruchtbarkeit und neuen Lebens wohl das treffendste. Die Tradition der Eier in Verbindung mit Ostern gibt es bereits seit Jahrhunderten. Ursprünglich wurden Ostereier mit hellen Farben bemalt, die für die Frühlingssonne mit ihrem hellen, klaren Licht stehen.

In England finden jährlich sogar Easter-Egg-Rolling-Wettbewerbe statt, bei denen die Eier über eine Wiese gerollt werden. Überall werden schön bemalte Eier als Geschenke verteilt, Liebhaber und Romantiker tauschen die kunstvoll gestalteten Schalen untereinander. Im Mittelalter war es Sitte, dass das Dienstpersonal zu Ostern Eier geschenkt bekam.

An Feiertagen und zu religiösen Festlichkeiten gab es in Spanien schon immer eine ganze Reihe von leckeren Spezialitäten, Gebäck, Süßigkeiten, Kuchen und Biskuits. Manche werden mit Mandeln, Honig, Zimt und Orangenwasser gebacken – ein Hinweis auf die arabischen Wurzeln. Andere wiederum sind eher wie Donuts in Öl gebacken, beispielweise roscos, buñuelos und die so beliebten churros, die mit heißer Schokolade zum Eintunken serviert werden. Hier auf Mallorca sollten Sie unbedingt die süßen Backwaren rubiols und crespells probieren, aber es gibt auch ein äußerst leckeres herzhaftes Gebäck zu Ostern, die „Empanadas de Pascua" gefüllt mit Lamm und Erbsen. Man braucht etwas Zeit und Geduld, um sie selbst zu machen, aber man kann sie entweder frisch und noch warm essen oder erst am nächsten Tag – also ist es kein Problem, wenn man sie im Voraus zubereitet.

Mallorquinische Oster-Empanadas


Zutaten für 6 Personen

Für den Teig:
600 g backstarkes Mehl
220 g Schweinefett
2 Eigelbe
4 EL Wasser
3 EL Olivenöl
Eine gute Prise Salz

Für die Füllung:
1 kg in Würfel geschnittenes Lammfleisch (vom Schenkel)
150 g gewürfelter Speck
200 g tiefgefrorene Erbsen
100 g Sobrasada
2 EL gehackte Petersilie
Gewürze

Vermischen Sie in einer großen Schüssel das Schweinefett, die Eigelbe, Wasser zu einer Paste. Fügen Sie dann das Mehl und Salz hinzu und formen Sie daraus einen Teig. Die Mischung ist zunächst recht weich, daher wickeln Sie diese in eine Frischhaltefolie und lassen Sie den Teig 30 bis 35 Minuten im Kühlschrank fest werden, bevor Sie ihn ausrollen.

Alle Zutaten für die Füllung vermischen und gut würzen. Dann den Teig auf einer Oberfläche mit Mehl ausrollen (zirka 2 Millimeter dick). Empanada-Formen einfetten und mit dem Teig auslegen. Dann die Füllung hineingeben und mit einem Löffel festdrücken, sodass die Füllung kompakt ist. Stechen Sie Kreise aus dem Teig für die Oberseite aus, drücken Sie diese mit dem unteren Teig zusammen, um die Teigtaschen zu verschließen.

Anschließend das Ganze mit geschlagenem Eigelb bestreichen und im vorgeheizten Ofen (185 °C/380 °F/ Gas Stufe 6) zirka 35 bis 40 Minuten backen. Die Oberseiten sollten schön glasiert aussehen. Aus dem Ofen nehmen und ein wenig abkühlen lassen, bevor Sie sie aus den Formen lösen und servieren.

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