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Simply Fosh: Honig mit Senf

Natürlich kann man den Nektar von Bienen ganz einfach zum Süßen von Speisen nutzen. Oder man probiert einmal eine ungewöhnliche Kombination aus
08-07-2018 23:00
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Ohne Bienen gibt es keinen Honig. Foto: Bendgens

Ohne Bienen gibt es keinen Honig. Foto: Bendgens

Ich fand es sehr spannend, als wir diese Woche fünf neue Bienenstöcke für unsere Farm bekamen. Bienen sind in den meisten Ökosystemen die wichtigsten Bestäuber und spielen eine essenzielle Rolle in der Nahrungskette, was leider allzu häufig übersehen wird. Erschreckenderweise nimmt die Anzahl der Bienen durch den Verlust von Lebensräumen, den Klimawandel, eindringende neue Arten sowie durch Pestizide dramatisch ab, und so ist auch die Honigproduktion in Spanien in den letzten Jahren nach und nach zurückgegangen. Honig ist so alt wie die Geschichte selbst. Seit Menschengedenken isst der Mensch Honig, badet damit, nutzt ihn zur Wundversorgung und treibt Handel.

Bienen zu halten erfordert Wissen, Engagement, Übung und Zeit. Ich freue mich darauf, selber alles über unsere Bienen zu lernen – im Moment haben wir glücklicherweise noch einen erfahrenen Imker, der sich um sie kümmert. Daher hoffe ich, dass wir sehr bald unseren ersten eigenen, leckeren Honig für das Restaurant bekommen werden.

Flüssiger Honig ist in der Regel besser fürs Kochen geeignet, denn er lässt sich leichter gießen. Sollte er mit der Zeit kristallisierten, so können Sie das Honiggefäß einfach für eine Minute in heißes Wasser stellen, dann wird er wieder klar und flüssig. Kristallisierung beeinträchtigt jedoch nicht die Qualität des Honigs.

„Això és mel " (Das ist Honig) ist ein Ausspruch, der hier auf der Insel verwendet wird, um auszudrücken, dass etwas wirklich besonders ist oder außergewöhnlich gut schmeckt. Der Grund liegt auf der Hand: Honig verleiht vielen Gerichten einen feineren Geschmack. Man kann ihn statt Zucker zum Süßen von Desserts, Getränken oder Gebäck verwenden, und er hat eine ganz besondere Affinität zu Milchprodukten wie Joghurt und Käse. Sie können Honig auch als Aroma für Eiscreme einsetzen – dabei sollten Sie jedoch beachten, dass Honig bei niedrigeren Temperaturen als herkömmlicher Zucker gefriert, wodurch die Textur verändert wird. Kombiniert man Honig aber mit Zucker, kann man dieses Problem umgehen.

Bei herzhaften Gerichten empfiehlt sich Honig zum Beispiel als Glasur für Schweinebraten oder Wurzelgemüse, oder man verfeinert die Salatsauce damit. Hier auf Mallorca wird Honig traditionell mit der inseltypischen Sobrasada auf Toastbrot serviert. Ich liebe Honig in Verbindung mit Senf. Das ist eine dieser großartigen, klassischen Kombinationen, die sich perfekt für Kaninchen oder Hühnchen eignet – dazu frischer Thymian, Rosmarin oder Estragon.


Kaninchen mit Senf und Honig

Zutaten für vier Personen

2 ganze Kaninchen, in große Stücke geschnitten 

2 EL Olivenöl

250 g Pancetta oder Speck am Stück, in große Würfel geschnitten 

1 große Zwiebel, geschält und in dicke Scheiben geschnitten

3 große Karotten, geschält und grob gehackt

2 klein geschnittene Knoblauchzehen

2 Lorbeerblätter

1 Zweig frischer Thymian

400 ml Hühnerbrühe

150 ml trockener Weißwein

1 großer TL Honig, 200 ml fette Sahne

3 EL körniger Senf

2 EL frischer Estragon, gehackt 

Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Das Olivenöl in einem großen Topf mit dickem Boden erhitzen. Den Speck vorsichtig anbraten, bis er leicht gebräunt ist. Anschließend die Kaninchenteile sowie Zwiebeln, Karotten, Knoblauch, Lorbeerblätter und Thymian hinzufügen. Bedecken Sie das Ganze mit Weißwein und Hühnerbrühe und bringen Sie es langsam zum Köcheln. Zugedeckt bei leichter Hitze 30 Minuten kochen lassen. Dann den Deckel entfernen und den Senf, die Sahne und den Honig dazugeben und alles einige Minuten lang aufkochen lassen, bis die Sauce dickflüssig und glänzend ist. Zum Abschluss den gehackten Estragon hinzufügen, abschmecken und mit Salz und Pfeffer würzen. Sofort servieren.

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