Nachrichten | Gastronomía

Fosh: Raw Food ist ein weites Feld

Hitzefrei in der Küche: Rohkost eröffnet eine ganze Welt neuer kulinarischer Möglichkeiten. Und man muss es ja nicht gleich auf die Spitze treiben
08-10-2016 23:00
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Bald sind auf Mallorca die Granatäpfel reif ? hier schon mal ein passendes Rezept dazu. Foto: MFRG

Bald sind auf Mallorca die Granatäpfel reif ? hier schon mal ein passendes Rezept dazu. Foto: MFRG

Rohkost kennt natürlich jeder. Aber viele denken dabei an ein paar geraspelte Möhren oder etwas langweilige Gemüsesticks. Raw Food ist natürlich auch Rohkost, aber weil es nun mal im Trend liegt, ist viel mehr Genuss, Freude und Kreativität dabei. Was gibt es da nicht alles für schmackhafte Gerichte! Ich denke zum Beispiel an raffinierte Gazpacho-Süppchen, Tartar oder ein leckeres Carpaccio.

Das gehört ja gar nicht dazu, sagen Sie? Das kommt darauf an, wie man es sieht. Denn Rohkost ist ein weiter Begriff. Die einen verstehen darunter eine rein vegane Ernährung, ohne ein Fitzelchen vom Tier. Dafür mit reichlich Sprossen, Nüssen, Samen, Algen, Trockenfrüchten, Kräutern, viel Obst und Gemüse € Andere wiederum haben keinerlei Probleme, auch rohes Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Rohmilch oder Eier in den Speiseplan mit aufzunehmen. Manche schwören auf ausschließlich kalte Nahrung. Andere erwärmen ihre Gerichte leicht. Einig sind sich die Rohköstler weitestgehend nur in einem: Die Lebensmittel werden nicht gekocht.

Dass nicht erhitzte Lebensmittel gut für die Gesundheit sind, darüber gibt es zum Glück keinen Streit. Weil zum Beispiel die Vitamine erhalten bleiben, weil knackige Rohkost reich an sekundären Pflanzen- und Ballaststoffen ist, weil sich sogar die Kalorien meist in Grenzen halten. Das ist gut für Figur und Fitness. „Fünf am Tag" lautet die Devise, die ich vor einiger Zeit aus Deutschland gehört habe, herausgeben von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Sozusagen ein Aufruf, fünf Mal am Tag eine Portion frisches Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Hand aufs Herz: Wer von uns schafft das?

Ein bisschen mehr Rohkost kann auf jeden Fall nicht schaden. Man muss ja nicht immer alles 110-prozentig machen. Naturbelassene Lebensmittel: ja, gern, aber eben nicht ausschließlich. Ein bisschen Raw-Foodie zu sein, ist auch schon ganz gut! Machen wir in der Küche einfach ab und zu mal hitzefrei.

Deshalb haben wir in einem meiner neuen Restaurants in Palma auch eigens eine Raw Bar eingerichtet. Dort gibt es neben Salaten auch so Köstliches wie Tabouleh, marinierten Lachs oder sehr spezielle Austern. Es lassen sich so viele Lebensmittel roh zubereiten, dass es eine wahre Wonne ist und zum Experimentieren einlädt. Denn was zunächst als Einschränkung klingt, überrascht dann doch durch die Vielzahl von Möglichkeiten, was so alles ungekocht auf den Teller kommen kann. Bis hin zu Wraps, Kuchen, Mousse au chocolat – all das lässt sich auch in der Raw-Food-Version zubereiten. Oder probieren Sie mal mein Rezept hier, das leicht, frisch und gesund ist.

Das Rezept: Tomaten-Granatapfel-Feta-Salat

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