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Diese Filme sollten Sie beim Evolution Film Fest nicht verpassen

Ein kleiner Überblick über die Highlights und Perlen des Festivals, das am Mittwochabend (23.10.) beginnt
22-10-2019 09:30
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Ein buntes Programm gibt es beim achten Evolution Film Festival. Fotos: Veranstalter

Ein buntes Programm gibt es beim achten Evolution Film Festival. Fotos: Veranstalter

Der Eröffnungsfilm

Traditionell findet die Eröffnungsgala des Festivals im Teatre Principal statt. Die Leinwand gehört am 23.10. um 20 Uhr Richard Wongs Come As You Are. Das Roadmovie um drei Männer auf dem Weg in ein auf Behinderte spezialisiertes Bordell ist ein Remake des belgischen Filmes „Hasta la vista" (Geoffrey Enthoven, 2011).

Deutschsprachige Filme

Deutschsprachiges Kino ist im Vergleich zu vorherigen Ausgaben eher spärlich vertreten. Florian Gottschick, Empfänger des Evolutionary Awards 2015, schickt einen Schriftsteller und seine Freundin im Beziehungsdrama Rest in Greece nach Griechenland (26.10., 20.30 Uhr, CineCiutat).


Ein kompliziertes Verhältnis haben Mutter und Sohn im Kurzfilm Elephant in the Room der Schweizer Regisseurin Chanelle Eidenbenz (28.10., 21.30 Uhr, Kurzfilmblock 2, CineCiutat). Aus Österreich kommt der Film Royal Blue von Dinko Draganovic, in dem ein spielsüchtiger Vater seine Tochter bei einem Besuch im Spielsalon verliert (17.10., 16.30 Uhr, Kurzfilmblock 8, CineCiutat). Im Kinderfilmblock läuft Lydia Brunas Isabels Treasure (26.10., 15.30 Uhr, CineCiutat), in dem ein Mädchen in ihrem Alltag auf Schatzsuche geht.

Serien-Premiere

Natürlich kann man nirgendwo mehr auf Se­rien verzichten, auch nicht bei einem Filmfestival. Das Evolution bietet ein echtes Schmankerl: Am 25.10. werden die ersten ­beiden Folgen der Serie Mallorca Files ge­zeigt (18.30 Uhr, CineCiutat). Es ist das erste Mal, dass die Koproduktion von BBC und ZDFneo überhaupt zu sehen ist. Darin spielen Elen Rhys und Julian Looman ein britisch-­deutsches Ermittlerteam auf Mallorca.

Autokino

Auch in diesem Jahr lädt das Festival nach Port Adriano zum Autokino. Im Nobelhafen laufen am 25.10. der Disneyfilm Frozen (20 Uhr) und der Tarantino-Film Kill Bill Vol. 1 (22 Uhr). Ein ganz besonderes Event gibt es am 26.10. Um 19.30 Uhr läuft hier zum 50. Jubiläum Easy ­Rider – und zahlreiche Motorradfans werden dabei sein. Um 22 Uhr läuft die 80er-Komödie When Harry Met Sally.


Filme von der Insel

In diesem Jahr stammen 22 Filme von den ­Balearen. Die meisten sind Kurzfilme, etwa Guillem Mirós Baked Fish, der in knapp fünf Minuten zeigt, dass man das Thema der Vermüllung der Meere trotz aller Dramatik auch ironisch betrachten kann. Er ist als Vorfilm von Miguel Eeks Doku Ciutat dels morts zu sehen, die vom Friedhof in Palma handelt (27.10., 17.30 Uhr, CineCiutat). Einen ganzen Kurzfilmblock mit sieben Filmen von den Balearen gibt es am 26.10. um 16.30 Uhr im CineCiutat.

Praktisch bei jeder Ausgabe des Festivals war der Regisseur Toni Bestard mit einem Film dabei. In diesem Jahr steuert er mit Pullman den Abschlussfilm bei, der von zwei Kindern in Palmas heruntergekommen Pullman-Häuserblocks handelt. Der Abschlussfilm wird im ­Kongresszentrum gezeigt (29.10., 19.30 Uhr).

Spannende Menschen

In diesem Jahr sind einige hochinteressante ­Dokumentationen über Personen der Zeitgeschichte dabei. Asif Kapadia zeigt seine Oscar-prämierte Doku Amy (24.10., 18.30 Uhr, CineCiutat, siehe S. 29).

Um 20 Uhr läuft am gleichen Tag an gleicher Stelle Nata Morenos Doku Ara Malikian: A Life Among Strings über die Lebensgeschichte des bekannten „Teufelsgeigers".

Die dänischen Regisseurinnen Lena Borch Hansen und Anna von Lowzow präsentieren am 26.10. ihre Doku Jørn Utzon: The Man & The Architect über den Erbauer der Oper von Sidney und langjährigen Mallorca-Residenten (18 Uhr, CineCiutat). Das Leben einer bislang fast unbekannten Bewohnerin Mallorcas wird in The Suitcase of Madame Colette (24.10., 17 Uhr, CineCiutat) erzählt. Eine französische Reporterin, die 1953 nach Sóller kam und die Pflanzen der Insel malte. Auch die Kurzfilme haben eine spannende Lebensgeschichte zu bieten: Rafael Nieto erzählt in Antonio Ramos Espejo, the Dawn of Cinema in China von einem Andalusier, der 1907 das erste Kino Chinas eröffnete 25.10., 19 Uhr, Kurzfilmblock 1, CineCiutat).

Die Wichtigsten Infos
Neben Filmvorführungen gibt es in diesem Jahr auch die vormittäglichen Gesprächsrunden Café con Cine im Rialto Living (25. und 29.10., jeweils 11–13 Uhr). Auch für Filmschaffende ist das Angebot groß: Auf dem Programm stehen etwa der Producer's Club, Workshops und eine Konferenz über Zugangsmöglichkeiten zu verschiedenen Filmmärkten. Infos zum Programm für Filmschaffende finden Sie unter www.evolutionfilmfestival.com

Tickets kosten sechs Euro für die Vorführungen im CineCiutat. Das Autokino und das Ticket für die Eröffnungsgala im Teatre Principal ­kosten je 10 Euro. Der Festivalpass ist für 99 Euro erhältlich. Karten können vorab online auf der Festival-Website oder während des Festivals an den Kassen des Teatre Principal und des ­CineCiutat erworben werden.

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