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TaPalma startet jetzt mit Klasse statt Masse

Die 14. Ausgabe bringt einige Änderungen mit sich, die dem Großevent und auch der Gesundheit der Genießer gut tun
24-11-2018 00:00
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Es ist viel los in diesen Tagen in der Welt der Tapas: Nur einen Tag, nachdem der erste, zehntägige Häppchenevent „De Tapes amb Rosa Blanca" mit 17 teilnehmenden Lokalen am 25. November zu Ende geht, findet am Montag im Palau de Congressos von 15 bis 19.30 Uhr ein Wettbewerb mit 17 teilnehmenden Lokalen statt, bei der über die beste Tapa, die beste thematische Tapa und den besten Cocktail von einer Jury unter Vorsitz von „Tapa-König" Igor Rodríguez entschieden wird. Publikum ist ausdrücklich erwünscht – eine kleine gastronomische Messe mit Ständen verschiedener Aussteller bereichert den Event zusätzlich. Und am 28. November startet mit der fünftägigen 14. TaPalma der Tapa-Event schlechthin. 39 Lokale sind diesmal mit dabei.

Es werden wie immer zwei Tapas – eine kreative und eine thematische mit einem Quely-Keks als Basis – und/oder einen Cocktail angeboten. TaPalma-Newcomer Assaona am Strand Can Pere Antoni präsentiert sich lediglich mit ein Cocktail, da, wie Restaurantleiter César Soto meint, „wir zwar eine tolle Bar haben, aber nicht als Tapas-Lokal bekannt sind und es auch nicht sein wollen."

Lieber Klasse statt Masse, die verantwortliche Agentur Agencia Com hat diesmal bei der Organisation verstärkt auf ein hohes Niveau geachtet. In den vergangenen Jahren galt es nach Zeiten mit minimaler Beteiligung – 2014 waren beispielsweise lediglich 18 Lokale dabei – wieder eine üppigere TaPalma auf den Weg zu bringen. Dabei achtete man nicht wirklich auf die Qualität und verlor noch mehr Restaurants, die schon aufgrund von Problemen mit dem vorherigen Ausrichter die Lust verloren hatten, abtrünnig wurden undnicht mitgemacht haben.

Die neuen Teilnehmer


Doch diesmal hat man sich eines Besseren besonnen und etliche frühere Teilnehmer zurückgewinnen können wie Ombu (TaPalma-Gewinner 2014), Forn de Sant Joan oder Bruselas. „Wir wollen den Ruf der TaPalma als ernst zu nehmende Gastronomieveranstaltung etablieren – mit spannenden Teilnehmern und neuen Ideen", so Beatriz Díez Mayans von Agencia Com. Neue interessante Lokale sind daher hinzugekommen wie das schon erwähnte Assaona, Vandal, Arallo, Bon Lloc, Puro Hotel, Amaya, La Memé, La Vermutortilleria oder Sandro Restaurante. Bewährte sind geblieben wie das Pesquero, Shamrock (der Gewinner von 2017, allerdings jetzt ohne den Siegerkoch vom letzten Jahr), Little Italy und Mesón Can Pedro.

Auch der Mercat 1930 ist wieder mit zehn Teilnehmern vertreten, darunter auch der Austernstand von Ostras Sorlut. Diese wiederum haben an ihrem anderen Stand im Mercat Olivar einen besonderen TaPalma-Kandidaten: Andrés Moreno (Chefkoch im Restaurant Sa Punta in Cala Bona), den Gewinner des spanienweiten Tapa-Wettbewerbs in Valladolid in der Kategorie „Tapa Tradicional" mit seinem ungewöhnlichen Schinken aus Kutteln auf einem Kichererbsen-Reiscracker – „Tierra, sabor y tradición".

Routen fallen weg


Auch das System der bisherigen TaPalma-Ausgaben wird geändert. Statt die teilnehmenden Lokale in verschiedene Routen aufzuteilen, was beispielsweise im letzten Jahr dazu führte, dass die Route Génova aus zwei Lokalen oder die Route Marratxi aus einem Lokal bestand, werden alle Lokale zusammengefasst. Apropos: Das eine Lokal in Marratxi, das Local No 2 vom Deutschen Gisbert Joseph und seiner Frau, war im letzten Jahr mit über 2.500 verkauften Tapas sogar am erfolgreichsten. In diesem Jahr gibt es persönliche Gründe, die eine Teilnahme unmöglich machen, was Joseph schade findet.Als weitere Neuerung und Beginn, auch die gesünderen Tapas-Varianten zu inkludieren, gibt es zwei Lokale, die glutenfreie und gleichzeitig vegetarisch-vegane Tapas anbieten. Vegan and Raw bietet eine Sonnenblumenkern-Paté mit Rote Bete an (Plaça Bisbe Berenguer y Palou, 2) und das Bon Lloc hat eine Polenta aus roten Linsen und Soja mit einer Shiitake-Creme, Shimeshi-Pilzen und Kokos im Angebot (Carrer Sant Feliu, 7). „Wir hoffen auf mehr in den kommenden Jahren", so Díez Mayans.

Letzte Neuerung, die eher den Ablauf und die Organisation betrifft: nach zögerlich gegebenen geringen Zuschüssen im letzten Jahr beteiligt sich die Stadt Palma diesmal ein wenig mehr und stellte Werbeflächen zur Verfügung beziehungsweise beteiligte sich an der Finanzierung des Programmhefts, das in allen beteiligten Lokalen und in wichtigen öffentlichen Institutionen ausliegt. Offenbar hat man den Wert und die Attraktivität einer derart publikumsintensiven Veranstaltung in der Nebensaison auch dort bemerkt. Mit dieser Kooperation geht die TaPalma ebenfalls einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Jetzt muss nur noch das Wetter ein bisschen mitspielen und es heißt: Vamos a tapear!

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