Wandern

Tour durch Zentral-Mallorca: Durch altes und fruchtbares Kulturland

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Llubí - Illes Balears - Mallorca

Eine Rundwanderung bei Llubí durch den nördlichen Teil des Pla de Mallorca

ROLAND OTTO

Start der leichten Wanderung ist in Llubí an der Plaça de la Carretera, bei der direkt neben der Bar Cas Ferreret der Carrer de la Fàbrica beginnt. Am Ende dieser Straße wird rechts in den Carrer Sineu abgebogen. Die Straße führt dann zu einer Wegteilung, bei der rechts der Beschilderung „Camí d‘es Dau“ zu folgen ist. Das Schild, das geradeaus auf den „Camí d’es Molí d’en Blanc“ verweist, ist zu ignorieren, da der Weg eine Sackgasse ist.

 

Der Carrer d‘es Dau führt leicht absteigend an einigen Anwesen und kleineren Getreidefeldern vorbei. Auch Zitrushaine, Mandel- und Feigenbäume sowie Gemüsegärten, in denen Zwiebeln und Tomaten angebaut werden, sind vorzufinden. Rund zehn Minuten nach Tourstart ist dann bei der Landstraße Ma-3440 ein Kreisel erreicht. Man quert bei der Kreisfahrbahn mit der gebotenen Vorsicht die Ma-3440 und biegt bei den Schildern „Camí del Molí d’en Blanc“ und „Talaiot Racons“ links auf eine Asphaltpiste ab.

 

Diese, der Camí Vell de Sineu, verläuft zunächst parallel zu der Ma-3440, knickt dann rechts ab und entfernt sich von der Landstraße. Man bleibt in der Folge immer auf dem Hauptweg und gelangt dann zu dem Talaiot Es Racons, der sich direkt links der Piste befindet.

 

Der Talaiot war vom 5. Jahrhundert v. Chr. bis zum 6. Jahrhundert n. Chr. bewohnt. Er besteht aus großen Steinblöcken und hat eine Höhe von fünf Metern. Nach archäologischen Forschungen  gehörte der Talaiot zu einer Siedlung, die sich auf dem näheren Areal über 20.000 Quadratmetern erstreckt hat. Aber auch die Römer haben während ihrer Herrschaft auf -Mallorca in diesem Gebiet gesiedelt, wie bei Ausgrabungen gefundene Keramiken zeigen.

 

Weiter geht es von Es Racons geradeaus auf dem Camí Vell de Sineu, dem alten Weg nach Sineu. Nachdem man eine große Weinanbaufläche passiert hat, wird die Molí d’en Blanc erreicht, wobei die Gehzeit von dem Kreisel auf der Ma-3440 rund eine Viertelstunde betragen hat. 

 

Die Getreidemühle ist im
19. Jahrhundert erbaut worden. Später wurde sie aufwendig restauriert und zu einem Wohnhaus umgestaltet. Dabei wurden neben der eigentlichen Mühle mehrere kleinere Gebäude errichtet. Direkt bei der Molí fallen Prachtexemplare von Feigenkakteen mit ziemlich dicken Stämmen auf.

 

Von der Mühle wandert man auf dem Camí Vell de Sineu -weiter. Man passiert Felder, die mit Mandel-, Feigen- und Johannisbrotbäumen und auch mit Hafer bewachsen sind, bleibt immer auf dem Hauptweg und erreicht nach rund fünf Minuten die Landstraße Ma-3511, die weiter nach Sineu führt. Hier endet der Camí Vell de Sineu.

 

An dieser Stelle biegt der Wanderer nun links auf eine schmale Fahrbahn ab (roter Klecks und grüne Markierung). Die von Steineichen und Kiefern gesäumte Asphaltpiste steigt dann kurz leicht an. Man kommt an dem Eingangstor des Anwesens „Ca na Capellena“ vorbei und erreicht danach eine Wegteilung. Hier verweist ein gelber Pfeil links auf einen Erdweg, der jedoch zu ignorieren ist.

 

Man bleibt in der Folge auf der Hauptpiste, passiert einige finquitas und ein größeres Anwesen mit einem prächtigen Garten. Rund 50 Meter nach dieser Finca ist eine Wegteilung erreicht, bei der links (roter Punkt und grüne Markierung) abzubiegen ist. Die Gehzeit von dem Abzweig bei der Ma-3511 hat rund 20 Minuten betragen.

 

Eine schmale Asphaltpiste führt dann an einer weiteren finquita vorbei. Der Wanderer bleibt immer auf dem Hauptweg und passiert einen Stall mit hellhäutigen Schweinen. In dem umzäunten  Areal tummeln sich beim MZ-Besuch neben den Eltern neun putzmuntere Frischlinge.

 

Man folgt nun bei dem Gehege geradeaus einem roten Punkt an einer Mauer, passiert ein weiteres Anwesen und ignoriert danach eine Erdpiste, die links abbiegt. Die Asphaltpiste knickt an dieser Stelle rechts weg und verläuft jetzt durch einen schattigen Steineichen- und Kiefernwald.

 

Die Route wendet sich dann bei einem Eisentor, bei dem sich zwei Schilder „Prohibido el paso“ (Durchgang verboten) befinden, nach links. Man kommt dann an einer ganz in weiß gehaltenen Villa vorbei. Das mitten die Landschaft errichtete allein stehende Anwesen ist neueren Baudatums. Es verfügt auch über eine Veranda. Die Gehzeit von dem Abzweig mit dem roten Punkt und der grünen Markierung hat rund 20 Minuten
betragen.

 

Auf der schmalen Fahrbahn wird dann das Eingangstor eines größeren Anwesens passiert. Danach sind auf der linken Seite großflächige Getreidefelder zu sehen. Man kommt an eine Stelle, von der der schönste Blick auf die Serra de Tramuntana, die auf der Tour schon mehrmals zu sehen war, zu genießen ist.

 

So schweift der Blick vom Puig de Galatzó, über die Mola de Planícia, die Serra d‘Alfàbia, den l’Ofre, den Puig de sa Rateta, den Puig d‘Alaró, den Puig de s‘Alcadena, den Penyal des Migdia, den Puig Major, den Puig de Massanella bis hin zum Puig Tomir und den Puig de Ca.

 

Der Wanderer erreicht dann bei dem Anwesen Sa Tanca eine Wegteilung, bei der er links abbiegt. Der „Camí de Son Burguet“ führt weiter in Richtung Llubí. Man gelangt zu einer Brücke, die über die Ma-3440 führt. Eine Straße verläuft dann geradeaus nach oben. Alsbald sind die ersten Häuser von Llubí erreicht.

 

Man gelangt dann auf dem Carrer de s‘Arraval in den Carrer de Santa Margalida, biegt dort links ab und erreicht sogleich die Plaça de Son Ramis. Dort ist rechts in den Carrer de la Costa einzubiegen, der dann wieder zur Plaça de la Carretera führt, wobei die Gehzeit von dem Tor der Villa mit der Veranda rund 20 Minuten betragen hat.

 

 

Wegstrecke

6 km (Rundtour)

Nettogehzeit

rund 1 Std. 30 Min.

Höhenunterschied

nicht erwähnenswert

Schwierigkeitsgrad

**

 

Anfahrt von Palma: Auf der Ma-13 bis Inca, dort auf der Ma-3440 nach Llubí.

 

Tourencharakter: Leichte, abwechslungsreiche Wanderung auf wenig befahrenen und asphaltierten Wirtschaftswegen, wie sie im Pla de Mallorca üblich sind.

 

Ausrüstung: Leichte Wanderstiefel, Wasser, Proviant, Sonnenschutz.

 

 

Einkehr: Lokale auf der Plaça de la Carretera.

 

Diese Wanderung wurde am 18.5.2017 veröffentlicht. Die Vorstellung der Route erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen des Autors. Die Benützung geschieht auf eigenes Risiko. Soweit gesetzlich zulässig, wird eine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art aus keinem Rechtsgrund übernommen.

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