Wandern

Wanderung bei Valldemossa: Besuch bei Köhlern und Vogelfängern

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Valldemossa - Illes Balears - Mallorca

Eine Wanderung bei Valldemossa auf die Sa Moleta de Pastoritx

ROLAND OTTO

Die mittelschwere Wanderung beginnt bei Kilometerstein 17,2 der Landstraße Ma-1110. Dort biegt rechts der Carrer de Àustria ab. Die Fahrbahn führt in Kehren steil nach oben und geht dann in den Carrer Xesc Forteza über. Genau an dieser Stelle biegt rechts eine Erdpiste ab.

 

Ursprünglich hat sich hier ein Schild „Finca pública de Son Moragues“ befunden, das allerdings entfernt worden ist. Nach ein paar Schritten durchschreitet der Wanderer ein offenes Tor, an dessen Mauerpfeilern er die Schrift „Son Gual“ vorfindet. Auch rote Pfeile sind vorhanden. 

 

Hinter dem offenen Tor verläuft der breite Karrenweg dann oberhalb der terrassierten Olivenhaine des Landguts Sa Coma weiter. Die possessió ist 1399 zum ersten Mal urkundlich erwähnt worden. Der Karrenweg wird in neuen Wanderkarten als ein Abschnitt des Langwanderwegs „GR 221“ bezeichnet. Mitte Februar 2017 war die Piste aber zumindest auf dem ersten Abschnitt noch nicht als „GR 221“ markiert worden. 

 

Auf der Piste wird dann ein geschlossenes Tor durch eine Pforte passiert. Rechts ist der Bergrücken Sa Moleta de Pastoritx zu sehen. Der Wanderer ignoriert danach alle Abzweige und erreicht ein weiteres Tor, das an den Seiten umgangen werden kann. Geradeaus wird dann wenig später bei einer kleinen Hausruine die Font de na Rupit, die Quelle des Rotkehlchens, erreicht, die aber nicht einsehbar ist. 

 

Weiter geht es dann von der Hüttenruine geradeaus auf der breiten Piste. Man erreicht nach etwa 100 Metern eine Wegteilung, bei der zwei rote Kleckse rechts auf einen breiten Wirtschaftsweg verweisen. Ein orangefarbener Pfeil an einer Mauer, der nach geradeaus verweist, ist zu ignorieren. Die Gehzeit seit Tourstart hat rund 20 Minuten betragen.

 

Rechts also führt ein breiter Wirtschaftsweg dann in einigen Kehren durch einen Kiefern- und Steineichenwald zunächst leicht ansteigend, später auch steiler nach oben. Man bleibt immer auf dem Hauptweg, gelangt dann zu einen Mauerdurchlass und folgt dort geradeaus einem roten Klecks. Die breite Piste führt dann zu einer Wegteilung, bei der links (rote Markierung) auf eine breite Piste abgebogen wird.

 

Diese verläuft dann kurz steil aufwärts, danach längere Zeit eben. Der Wanderer bleibt immer auf der Hauptpiste und erreicht dann nach einem leichten Aufstieg eine Terrassenmauer. Die Gehzeit von dem Abzweig mit den beiden roten Punkten hat rund 20 Minuten betragen.

 

Die Mauer kann an einer eingestürzten Stelle (roter Punkt) problemlos erstiegen werden. Hier stößt der Wanderer dann auf eine Steinhütte, einen kleinen Kalkofen und einen Backofen.

 

Weiter geht es bei der Steinhütte links (roter Pfeil an einer Steineiche und roter Klecks auf Fels) auf einem steinigen Pfad, der hangwärts nicht allzu steil (Steinmännchen) hinauf zu einen Mauerdurchlass führt. Hinter der Lücke wird rechts (-Steinmännchen, roter Punkt) auf einen steinigen Pfad abgebogen. Der mit Wegweisern versehene Steig schraubt sich in engen Kehren steil aufwärts zu einer Mauer mit Lücke.

 

Hinter der Bresche ist dann rechts (zwei rote Markierungen an Steineichen) auf einen Waldpfad abzubiegen. Dieser steigt kurz an und verläuft dann über eine Ebene mit Steineichen. Man bleibt immer auf dem Hauptweg und erreicht schließlich bei Steinpyramiden eine breite Piste, wobei die Gehzeit von der Steinhütte und dem Kalkofen rund eine Viertelstunde betragen hat.

 

Auf der Pla des Xots de Dalt genannten Ebene befinden sich ein hufeisenförmiger Wasserspeicher, eine Steinhütte, ein Köhlerplatz und ein Backofen. Steht der Wanderer nun mit dem Gesicht zur Hütte, biegt er rechts (Steinmännchen, roter Klecks) auf eine steinige Piste ab. Diese führt leicht ansteigend an mehreren Köhlerplätzen vorbei, wobei Steinpyramiden, Steinmännchen und rote Kleckse die Richtung zeigen. Schließlich ist ein Coll de Tords, der mitten auf dem Weg errichtet worden ist, erreicht. Hier befinden sich Zweige, Äste und ein Mäuerchen, hinter denen sich Drosseljäger verstecken, um mit filats die Vögel zu fangen. Dabei handelt es sich um ein großes Netz, das trapezförmig zwischen zwei Stangen befestigt ist. Darin verfangen sich dann die Vögel.

 

Weiter geht es nach dem Coll de Tords geradeaus auf einem Weg, auf dem nach rund zehn Metern ein Köhlerplatz erreicht wird. Hier verweist links ein Steinmännchen auf einen steinigen Pfad, der aufwärts verläuft. Der Wanderer findet nun sogleich einen roten Punkt, danach Steinmännchen und weitere rote Kleckse als Wegweiser vor, die ihn nach einem teils sehr steilen Aufstieg zu einem weiteren Coll de Tords führen. Hier haben Vogelfänger in luftiger Höhe eine kleine Mauer errichtet und daneben ihre filats abgelegt.

 

Kurz vor dem Coll de Tords biegt rechts ein steiniger Pfad ab, der (Steinmännchen, rote Kleckse) nach etwa 100 Metern zum Gipfelkamm der Sa Moleta de Pastoritx und zu einer Abbruchkante führt. Die Gehzeit vom Pla des Xots de Dalt hat rund 25 Minuten betragen.

 

Die Aussicht aus 753 Metern Höhe ist famos. Bei klarer Sicht schweift der Blick über Palma, seine Bucht, das Cap Blanc bis hin zur Inselgruppe Cabrera. Auch die Gipfel na Fatima, sa Bombarda, Puig de s’Alqueria, Penyal de sa Rata, Puig de sa Font und das Teix-Massiv sind zu sehen. Imposant auch der Tiefblick auf die possessió Pastoritx, die der Sa Moleta de Pastoritx den Namen gegeben hat.

 

 

Wegstrecke

9 km (hin und zurück)

Nettogehzeit

rund 2 Std. 40 Min.

Höhenunterschied

400 m

Schwierigkeitsgrad

***

 

Anfahrt von Palma: Auf der Ma-1110 Richtung Valldemossa bis Kilometerstein 17,2. Parkmöglichkeiten sind im Carrer Àustria vorhanden. 

Tourencharakter: Mittelschwere Wanderung auf breiten Wegen und steinigen Pfaden. Der teils sehr steile Aufstieg auf einem steinigen Pfad zur Sa Moleta de Pastoritx erfordert Trittsicherheit. Rückweg auf der Hinroute.

Ausrüstung: Wanderstiefel, Wasser, Proviant.

 

Einkehr: Lokale in Valldemossa.
Karte: Tramuntana Central, Mallorca, Edition Alpina, 1:25.000.

 

Diese Wanderung wurde am 09.03.2017 veröffentlicht. Die Vorstellung der Route erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen des Autors. Die Benützung geschieht auf eigenes Risiko. Soweit gesetzlich zulässig, wird eine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art aus keinem Rechtsgrund übernommen.

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