Wandern

Wanderung im Süden: Immer am Wasser entlang

24 Stimmen

Llucmajor - Illes Balears - Mallorca

Vor Weihnachten mal ordentlich durchpusten lassen: Von der Cala Pi zum Torre des Cap Blanc

ROLAND OTTO

 

Die leichte Tour beginnt bei der Clubanlage Cala Pi, bei der zwei Schilder „Playa“ und „Platja“ rechts auf eine Steintreppe verweisen. Auf dieser gelangt man zum Strand von Cala Pi, der gequert wird, und zu dem Bootshaus der Fischer von Cala Pi. Am Ende der Fischerhütte biegt der Wanderer rechts (roter Punkt) ab. Einige Steinstufen führen dann nach oben. Es folgt eine knifflige Passage auf einem Felssteig, die durch einen umgestürzten Kiefernstamm erschwert wird. Weitere steile Stufen führen dann zu einem breiten Weg, auf dem links (Steinmännchen) abgebogen wird.

 

Die Piste verläuft dann oberhalb der Cala Pi weiter. Links ist der Torre de Cala Pi zu sehen. Man folgt den Steinmännchen, wobei die Route kurz landeinwärts führt. Gegenüber ist eine Mauer zu sehen, die man nach einem schmalen Bachbett (Steinmännchen) erreicht. Hinter der Mauer mit einer Bresche folgt der Wanderer den Steinmännchen und gelangt dann zu einer Steinpyramide. Hier verweisen mehrere Steinmännchen nach rechts. Man passiert eine längere Mauer, an deren Ende (Steinmännchen) links abzubiegen ist. Steinmännchen lotsen dann bei der Umrundung der tief eingeschnittenen Bucht Cala Beltràn.

 

Schließlich wird bei einer anderen Mauer ein breiter Kieselweg erreicht, auf den links (Steinmännchen) abzubiegen ist. Dieser ist dann bei einer Steinpyramide links auf einem Pfad wieder zu verlassen. Man folgt weiter den Steinmännchen und erreicht die Punta de Capocorb, wobei die Gehzeit seit Tourstart rund 25 Minuten betragen hat.

 

Nun bietet sich ein famoser Ausblick auf die Inselgruppe Cabrera, den Strand Es Trenc mit seinen Dünen, die mit bloßem Auge zu sehen sind, das Hafenstädtchen Colònia de Sant Jordi bis hin zum Cap de ses Salines.

 

Der Wanderer befindet sich jetzt auf einem wild zerklüfteten Küstenplateau, das sich rechts ausbreitet. Hier hat sich die Meeresbrandung tief in das Land gefressen und dabei mehrere Ebenen geschaffen. Durch das bizarr wirkende Gesteinswirrwarr zeigen regelmäßig gesetzte Steinmännchen und -pyramiden den sichersten Wegverlauf, wobei die Route über Steinplatten und spitzes, erodiertes Gestein erfolgt.

 

Die Piste entfernt sich dann etwas vom Meer. Nach einer Steinpyramide sind nun auch einige Pfadreste vorzufinden. Man gelangt dann zu einer Hüttenruine, wobei die Gehzeit von der Punta de Capocorb bis hier rund zehn Minuten betragen hat.

 

Weiter geht es von der Hütte geradeaus (Steinmännchen) durch steiniges Gelände und auf Pfadresten. Bald ist in der Ferne der Torre des Cap Blanc zu sehen. Schließlich wird eine Steinpyramide erreicht, bei der man rechts nach wenigen Schritten auf eine breite Kieselpiste gelangt, auf die links (Steinmännchen) einzubiegen ist. Die Gehzeit von der Hüttenruine hat rund 20 Minuten betragen.

 

Diese Kieselpiste wurde vor 45 Jahren angelegt, weil hier auf dem Gebiet der Possessió -Capocorb Nou eine Urbanisation und Ferien-siedlung errichtet werden sollte. Die Bebauung konnte 1971 verhindert werden, indem die Marina de Llucmajor zum Naturschutzgebiet erklärt wurde.

 

Auf der Kieselpiste stößt der Wanderer dann nach etwa 120 Metern auf einen etwa 1,50 Meter langen Pfeil, der auf dem Erdboden aus Steinen gebildet worden ist. Dieser und ein roter Klecks verweisen links auf einen Pfad, der sogleich zu einem Steinmännchen führt, bei dem rechts abgebogen wird. Man passiert dann eine Mauer mit Durchlass und wandert auf einer Erdpiste weiter. Niedrige Kiefern, Mastix, Rosmarin, Baumheide und viele Wildoliven bilden die karge Vegetation.

 

Es folgt dann wieder ein Abschnitt über Steinplatten, wobei eine Steinpyramide und Steinmännchen die Orientierung sind. Schließlich wird rund zehn Minuten nach dem Abzweig auf die breite Kieselpiste eine kleine Steinhütte erreicht, welche die Form eines Iglus hat und die den Namen Barranca de sa Quintana de Son Vidal trägt. Hier steht auch eine hohe Steinpyramide.

 

Weiter geht es von der Hütte geradeaus auf einem steinigen Pfad (viele Steinmännchen), der auch wieder kurz landeinwärts verläuft. Man passiert dann eine weitere Hüttenruine und folgt dort geradeaus den Steinmännchen. Nördlich und südöstlich sind der Klosterberg Randa bei Llucmajor und das Santuari de Sant Salvador und das Castell de Santueri bei Felanitx zu sehen.

 

Nun muss noch die Cala Carril umrundet werden (Steinmännchen). Rund 20 Minuten nach der Hütte Barranca de sa Quintana wird eine Mauer mit Lücke erreicht. Der Wanderer folgt dann auf einem Erdweg den Steinmännchen und gelangt nach etwa zehn Minuten zu einer Mauer mit Zaun. 

 

Ein altes, verwittertes Schild „Zona Militar, Stop“ verweist auf ein militärisches Sperrgebiet. Dabei handelt es sich um eine ehemalige Kaserne der spanischen Küstenwacht, die sich etwa 300 Meter landeinwärts befindet. Das „Cuartel de artillería del Cap Blanc“ wurde vor 30 Jahren geschlossen. Insofern hat das Schild keine Bedeutung mehr.

 

Links am Ende der Mauer kann man an einer abgesenkten Stelle die Mauer passieren. Der Wanderer sollte dabei aber absolut schwindelfrei sein, weil links von ihm die Steilklippe ungesichert etwa 50 Meter abstürzt. Hinter der Mauer führt ein Pfad entlang eines Zaunes in rund fünf Minuten zu dem Torre del Cap Blanc. Der Wachturm wurde 1579 errichtet. Auf einer stabil befestigten Eisenleiter kann man zur Kammer der torrers aufsteigen. Die Aussicht vom Cap Blanc auf das tiefblaue Meer, die Küstenlandschaft und den Archipel Cabrera ist fantastisch.

 

 

Anfahrt von Palma: Auf der Ma-19 und der Ma-6020 nach Llucmajor. In der Ortsmitte den Schildern „Es Cap Blanc, Cala Pi und Talaiot“ und am Ortsausgang der Beschilderung „Camí d‘es Cap Blanc, de Capocorb o Ca‘s Busso“ folgen. Nach dem Talaiot Capocorb Vell und dem Restaurant Ca‘s Busso folgt man den Schildern „Cala Pi“. In der Urbanisation befinden sich bei der Clubanlage Cala Pi Parkplätze.

 

Tourencharakter: Leichte Wanderung über felsiges Terrain und Küstenpfaden. Der Aufstieg vom Fischerhäuschen bei der Cala Pi erfordert absolute Trittsicherheit. Die Besteigung des Torre del Cap Blanc auf der Eisenleiter sollte bei Windböen oder Sturm unterlassen werden. Rückweg auf der Hinroute. Das Hundeverbotsschild am Strand von Cala Pi gilt nur für die Badesaison.

 

Ausrüstung: Wanderstiefel, Wasser, Proviant.

 

Einkehr: Bars in Cala Pi.

 

Karte: Pla de Mallorca, Costes de Llevant i Migjorn, Editorial Alpina, 1:50.000.

 

 

Wegstrecke

12 km (hin und zurück)

 

Nettogehzeit

3 Std. 20 Min.

 

Höhenunterschied

72 m

 

Schwierigkeitsgrad

**

 

 

 

Diese Wanderung wurde am 22.12.2016 veröffentlicht. Die Vorstellung der Route erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen des Autors. Die Benützung geschieht auf eigenes Risiko. Soweit gesetzlich zulässig, wird eine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art aus keinem Rechtsgrund übernommen.

Fotogalerie

Karte