Wandern

Leichte Tour ab Inca: Rundum Weitblick

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Inca - Mallorca

Eine Wanderung bei Inca zum Kloster Santuari de Santa Magdalena

ROLAND OTTO

 

Start der leichten Wanderung ist der s’Escorxador d’Inca, der ehemalige Schlachthof der Gemeinde. Hier beginnt die alte Straße Ma-3501, die von Inca nach Sa Pobla verläuft. Auf dieser Straße gelangt man nach etwa 50 Metern zu einer Wegteilung, bei der rechts (Schild „Camí de Santa Magdalena“) auf eine Fahrbahn abzubiegen ist. Diese führt dann nach etwa 200 Metern zu einer Unterführung, über die die Autobahn Ma-13 verläuft. Direkt am Tunnelausgang befindet sich eine Kreuzung.

 

Hier merkt sich der Wanderer den linken Abzweig, bei dem er auf dem Rückweg wieder ankommen wird. Doch zunächst wandert man geradeaus auf der schmalen Fahrbahn weiter und bleibt dabei immer auf dem Hauptweg. Die Route verläuft nun durch das ländliche Inca, das hier Camp des Morers genannt wird. Links oben ist der Gebirgszug Serra de Santa Magdalena, auf dem sich das Kloster und das Kreuz Minyó befinden, zu sehen. Schließlich werden die Villa Ca’n Gaspar, bei der die Route links wegknickt, und kurz darauf die Finquita Ca’n Bonafé erreicht.

 

Etwa zehn Meter nach dem Anwesen biegt man nun links auf einen asphaltierten Flurweg ein, wobei die Gehzeit seit Tourstart rund 20 Minuten betragen hat. Die Piste steigt nun leicht an und führt an Feldern vorbei, die mit Mandel-, Oliven- und Johannisbrotbäumen bewachsen sind. Man bleibt immer geradeaus auf dem Hauptweg und passiert die Anwesen Ca sa Moreta und Case Moreta. Bei einer dann folgenden Kreuzung mit dem Schild „Formatgeria Son Jover“ bleibt man geradeaus auf dem Hauptweg.

 

Der Wanderer kommt dann an dem Anwesen Ca’n Xerpeta vorbei und gelangt danach geradeaus zu einer Fahrbahn, bei der es sich um die Zufahrtsstraße zum Santuari de Santa Magdalena handelt und auf die nun rechts abzubiegen ist. Die Gehzeit von dem Anwesen Ca’n Bonafé bis hier hat rund eine Viertelstunde betragen. An dieser Stelle befindet sich auch ein Schild „Camí del Polvorí“, das nach links verweist. Auf dieser Route wird später der Rückweg verlaufen. Nun aber steigt man rechts auf der steilen Fahrbahn weiter auf und gelangt nach etwa 200 Metern an eine Stelle, bei der sich links einige Stufen befinden.

 

Hier steht auch ein Schild des Umweltministeriums der Balearen, auf dem auf landwirtschaftliche Förderprojekte in der Umgebung hingewiesen wird. Nach den Stufen biegt man dann bei einem Steinmännchen links auf einen Pfad ab. Dieser und die folgenden Treppen und Pfade sind Teil des alten Pilgerwegs, die zum Kloster führen und die immer von der Fahrbahn abzweigen. Kurze Abschnitte müssen aber auch auf der Straße gegangen werden. Der Wanderer passiert ein Tor eines verlassenen Armeegeländes, auf dem sich einst das größte Munitionsdepot der Franco-Militärs auf Mallorca befunden hat.

 

Schließlich gelangt man bei einem weiteren Tor und einer Hausruine zu einer Steintreppe. Hier biegt man links ab und erreicht auf dem holprigen Pilgerweg bei einem hohen Sendemast und Picknickplatz wieder die Zufahrtsstraße. Auf dieser gelangt man dann links zu einer langen Pilgertreppe und danach zum Kloster. Die Gehzeit von dem Abzweig mit dem Schild „Camí del Polvorí“ bis hier hat rund 20 Minuten betragen. Der Ursprung des Santuari geht auf das Jahr 1284 zurück, als hier eine kleine Kapelle errichtet worden ist.

 

Nonnen und Mönche verschiedener Orden haben seit dem Mittelalter das Kloster bewohnt. Als Letzte verließen Mönche der Kongregation der Eremiten des hl. Paulus und des hl. Antonius 1985 das Kloster, das danach bis heute von Laienschwestern betreut wird. Die Aussicht von der Terrasse des Klosters ist aus fast 290 Metern spektakulär. Im Norden sind der Tausender Puig Tomir und die wilden Küstengebirge Serra del Cavall Bernat und Serra d’ Albercutx zu erkennen. Zwischen den Buchten von Pollença und Alcúdia erhebt sich die Halbinsel Sa Victòria aus dem Meer.

 

Auch die Halbinsel Ferrutx bei Artà mit ihren markanten Gipfeln kann im Nordosten ausgemacht werden. Nicht minder beeindruckend ist die Fernsicht vom Puig de Santa Magdalena und dem Kreuz Minyó, das südlich zu sehen ist. Um dorthin zu gelangen, begibt man sich wieder zu dem Sendemast. Dort beginnt bei einem Häuschen ein breiter Weg, der an Picknickstellen vorbeiführt. Nach rund fünf Minuten biegt man dann rechts (roter Klecks) auf eine steinige Piste ab. Diese führt leicht ansteigend in weiteren rund fünf Minuten zu dem Kreuz Minyó.

 

Dabei kommt der Wanderer etwa 20 Meter unterhalb des Kreuzes an der wenige Meter oberhalb des Pfades gelegenen geodätischen Säule des 307 Meter hohen Puig de Magdalena vorbei. Das Kreuz wurde 1901 errichtet und nach Blitzeinschlägen mehrmals restauriert. Hier ist nun ein fabelhafter Weitblick über die Serra de Tramuntana zu genießen. Der Blick schweift vom Puig de Galatzó, über den l’Ofre, Puig Major bis hin zum Puig de Massanella.

 

Aber auch der Klosterberg Randa und der Puig de Sant Salvador bei Felanitx sind zu erkennen. Anschließend begibt man sich in rund 25 Minuten wieder zu dem Abzweig mit dem Schild „Camí del Polvorí“ und steigt auf der steilen Straße ab. Die Piste knickt dann links weg. Der Wanderer befindet sich jetzt wieder auf der Ma-3501, passiert bald darauf einen Reitstall und wandert geradeaus auf der Fahrbahn weiter. Auch in der Folge bleibt er immer auf dem Hauptweg.

 

Rund 35 Minuten nach dem Schild „Camí del Polvorí“ wird dann eine Brücke erreicht, die über die Ma-13 führt. Vor dieser Brücke biegt der Wanderer halb links auf eine Straße ab, auf der er dann in rund fünf Minuten wieder zu dem Tunnel vom Hinweg und in weiteren zwei Minuten zum Escorxador d’Inca gelangt. 

 

Wegstrecke 7,5 km (hin und zurück)

 

Nettogehzeit rund 2 Std. 10 Min.

 

Höhenunterschied 200 m Schwierigkeitsgrad **

 

Anfahrt von Palma: Auf der Ma-13 nach Inca und dort die Ausfahrt zum Kloster Lluc nehmen. An einem Kreisel rechts auf die Ma-3440 Richtung Llubí abbiegen. Etwa 300 Meter weiter liegt links der s’Escorxador d’Inca, bei dem auch Parkplätze vorhanden sind.

 

Tourencharakter: Leichte Wanderung auf Asphaltpisten und steinigen Pfaden. Für Kinder geeignet.

 

Ausrüstung: Wanderstiefel, Wasser, Proviant.

 

Einkehr: Das Restaurant „Puig de Santa Magdalena“ auf dem Kloster öffnet noch im März. Auskunft: 629-69 35 69.

 

Diese Wanderung wurde am 17.03.2016 veröffentlicht. Die Vorstellung der Route erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen des Autors. Die Benützung geschieht auf eigenes Risiko. Soweit gesetzlich zulässig, wird eine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art aus keinem Rechtsgrund übernommen.

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