Wandern

Es Pla: Am königlichen Kanal entlang

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Santa Margalida - Mallorca

Eine Wanderung bei Santa Margalida und Maria de la Salut entlang der „Síquia Reial“

Die Wanderung beginnt kurz vor Kilometerstein 2 der Ma-3521. Diese hat man zuvor auf der Ma-3340 erreicht, von der sie vor Santa Margalida links abzweigt (Schild „Muro“). Vor Tourstart sollte man auf der Ma-3521 noch etwa 30 Meter geradeaus nach vorne bis zu einer kleinen Brücke gehen, die über die Síquia Reial führt. Unterhalb des Brückleins befinden sich an den Seiten jeweils zwei Rundbögen, durch die das Wasser der Síquia Reial fließen kann. Síquia Reial, königliche Wasserkanal, ist der Name des oberen Teils des Torrent de Son Bauló, der in Sineu beginnt, danach durch die Gemeinde­gebiete von Maria und Santa Margalida verläuft und dann in der Bucht von Alcúdia endet. Der torrent hat eine Länge von 20 Kilometern und ein Wassereinzugsgebiet von 54 Quadratkilometern.
    

Los geht‘s also auf dem Camí de son Llompartet, der kurz vor Kilometer 2 der Ma-3521 links abzweigt (Schild). Die Asphaltpiste führt dann später zur Zufahrt des Anwesens Son Llompartet. Das größere Gebäude verfügt über zwei Dachschrägen. An einem Nebengebäude befindet sich eine Steintreppe, die in den ersten Stock führt.
    

Weiter geht es von Son Llompartet auf der Asphaltpiste, die bald darauf in einen Flurweg übergeht. Man bleibt zunächst immer auf dem Hauptweg, gelangt später zu einer Weggabelung und biegt dort links ab. Bald ist rechts in einiger Entfernung das Anwesen s’Alqueria Blanca zu sehen, das aus dem 16. Jahrhundert stammt. Es ist von der gleichnamigen possessió abgetrennt, die weiter nördlich auf dem Gemeindegebiet von Llubí gelegen ist.
    

Man gelangt zu einer restaurierten Hütte aus Marès, die direkt rechts des Weges liegt und ein Schrägdach hat. Bei der Hütte fällt auf, dass der Türstock der Eingangstür aus Blöcken des Kalksteins gefertigt ist. Schließlich ist eine weitere Hütte aus Marès und mit einem Schrägdach erreicht, die rechts des Weges liegt. Von dieser Stelle ist links etwa 150 Meter entfernt ein Brunnen aus Marès zu sehen, der an der síquia Reial liegt. Später folgt ein anderer Brunnen mit einem Schöpfrad. Nach einer Rechts- und Linkskurve ist auf der linken Seite unter Bäumen ein weiterer Brunnen mit einem Schöpfrad zu erblicken.
    

Die Piste führt nun an einem Feigenbaum vorbei, bei dem man links einen exzellenten Blick auf Maria de la Salut hat. Schließlich ist bei Kilometer 1,8 die Ma-3513 erreicht. Die Gehzeit seit Tourstart bis hier hat rund 50 Minuten betragen. Der Wanderer merkt sich nun diese Stelle, da er auf dem Rückweg hier wieder ankommen wird, und biegt rechts auf die Landstraße ein. Auf dieser wird dann bei Kilometerstein 2 links auf eine Asphaltpiste abgebogen.
    

Diese führt nun in ein Tal. Auf der linken Seite ist die Possessió de sa Torreta zu sehen. Sie besteht aus zwei Gebäudeteilen, die etwa 300 Meter auseinander liegen. Der erste Komplex wurde im 19. Jahrhundert, der andere schon im 17. Jahrhundert errichtet. Auf dem Anwesen wurden Wein und Getreide angebaut aber auch Schafe und Hausschweine gehalten. 1818 war Antoni Desbrull der Besitzer, ab 1863 Joaquim Villalonga.
    

Man bleibt dann zunächst immer auf dem Hauptweg. Rechts oben sind etwas entfernt die Anwesen Son Fiol und Can Togores zu sehen, die beide zu der Gemeinde Llubí gehören. Neben den Anwesen erhebt sich der bewaldete Hügel Bosc de Son Fiol. Man erreicht dann das Haus Son Matet, das rechts unweit der Piste liegt. Hier wurde bei Ausgrabungen eine Mauer freigelegt, die aus großen Quadern besteht und die einst von den Römern zwischen dem 1. Jahrhundert v. Chr. und dem 4. Jahrhundert n. Chr. errichtet worden ist.
    

Später sieht der Wanderer rechts oben die Cases de Son Llompart, die 1784 dokumentiert sind. Im 19. Jahrhundert wurden sie von Son Llompartet abgetrennt. Die Piste knickt nun links weg. Man passiert ein Nebengebäude der Cases de Son Niell, die sogleich erreicht sind. Das Anwesen gehörte 1552 der Familie Font de Roqueta, im 16. und 17. Jahrhundert der Familie Desbrull. Im 19. Jahrhundert wurden die cases im Auftrag von Antoni Desbrull Font de Roqueta i Boïl d’ Arenós grundlegend
saniert und erweitert. Zwischen 1880 und 1890 gehörten die Häuser der Familie Villalonga. Auf dem Anwesen mit eine Fläche von 48 Hektar wurden Getreide, Feigen und Wein angebaut. Es gab auch eine Wein­kelterei und eine Getreidemühle.
    

Man bleibt nun weiter auf dem Hauptweg, gelangt dann bei einem Verkehrsschild „5,5 t“ zu einer Weggabelung, biegt dort rechts ab, erreicht danach auf einem Flurweg nach rund 500 Metern eine Weggabelung, biegt links ab und kommt zur Possessió des Rafal Nou. Sie besteht aus vier Häusern, die im 18. Jahrhundert erbaut worden sind. Es wird aber vermutet, dass eines der cases schon früher errichtet worden ist.
    

Der Wanderer gelangt nun auf einer Asphaltpiste zur Landstraße Ma-3510 und quert diese bei Kilometerstein 4,5. Die Gehzeit von Kilometerstein 1,8 der Ma-3513 bis hier hat rund 60 Minuten betragen. Ein Fahrweg führt jetzt leicht nach oben und knickt später links weg. Man erreicht dann bei einer Mauer und einem Waldhügel eine Weggabelung und biegt dort rechts auf eine Fahrbahn ab. Diese führt in einigen Kehren etwas steiler aufwärts. Rund 20 Minuten nach der Ma-3510 ist dann die Possessió de Roqueta erreicht. Nach einem Dokument von 1239 war das beeindruckende Anwesen damals im Besitz des Comte d’ Empúries.
    

Für den Rückweg begibt man sich von Roqueta wieder zurück zu der Kreuzung mit der Mauer und den Waldhügel, wandert dort geradeaus weiter bis zu Ma-3510, auf die rechts eingebogen wird. Am Rand der Landstraße wird später ein Kreisel erreicht, bei dem geradeaus dem Schild „Maria“ gefolgt wird. Man gelangt dann auf der Ma-3510-A zum Ortseingang von Maria de la Salut.
    

Durch die Straßen Carrer Sineu, Deulosal und Jaume Bergas folgt man immer den Schildern „ Sta. Margalida, Muro“, passiert einen Fußballplatz und gelangt dann zu einem Kreisel. Die Gehzeit von Roqueta bis hier hat rund 25 Minuten betragen. Hier beginnt nun rechts die Ma-3513 (Schild „Muro, Llubí“). Am Rand der kaum befahrenen Nebenstraße ist nun – immer mit einem Traumblick auf die Serra de Tramuntana – bis kurz vor Kilometerstein 1,8 zu wandern, wobei die Gehzeit vom Kreisel bis hier rund 30 Minuten betragen hat. Der Wanderer biegt dann rechts auf den vom Hinweg bekannten Flurweg ein und hat auf der Hinroute noch einen Fußmarsch von rund
50 Minuten bis zur Ma-3521 vor sich.

Wegstrecke: 15 km (hin und zurück)
Tourencharakter: Wanderung auf Flur- und Asphaltpisten mit einer Steigung.
Schwierigkeitsgrad: leicht
Nettogehzeit: rund 4 Std.


Die Texte der „Es Pla“-Wanderungen stammen von Miquel Àngel Lobo, Manolo Suárez, Vicenç Sastre und ARCA, die Zeichnungen ­von Cati Artigues und die Karten von
Vicenç Sastre, deutsche Bearbeitung: Roland Otto.

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