Wandern

Hinauf zur Fernsicht

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Calvià - Mallorca

Eine Wanderung von Calvià auf den Aussichtsberg Puig de na Bauçà

ROLAND OTTO

Die mittelschwere Wanderung beginnt in der Ortsmitte von Calvià. Dort biegt man von der Carrer Major links in die Carrer Jaume III. ab und gelangt dann am Ende der Straße bei dem Haus „La Palmera“ rechts in die Carrer de Son Mir. Etwa 50 Meter weiter folgt der Wanderer geradeaus dem Schild „Galilea, Puigpunyent“ und erreicht dann den Ortsausgang von Calvià.


Eine Fahrbahn, der Camí des Molí des Castellet, verläuft nun in einigen Kehren aufwärts. Rund eine Viertelstunde nach Tourstart zweigt bei dem Schild „Galilea, Puigpunyent“ links ein Waldweg ab. Hier befindet sich auch eine Tafel mit einer Wanderkarte („Camí a Calvià - Son Font - Galilea“), auf der allerdings der Aufstieg zum Puig de na Bauçà nicht eingezeichnet ist.


Die Waldpiste, der Camí des Pou Nou, führt dann zu einer kleinen Finca. Rund 50 Meter nach dem Anwesen verweisen ein Pfostenpfeil und rote Pfeile an Kiefern rechts auf einen Forstweg. Auf diesen gelangt man dann zu einem aljub, einem Wassersammel­becken, der sich etwas versetzt rechts von der Piste befindet. Das Reservoir diente einst Köhlern und Kalk­brennern zur Wasserversorgung.


Weiter geht es jetzt geradeaus (Pfostenpfeil) auf einem steinigen Köhlerpfad, der sich in einigen Kurven teils steil durch eine Talsenke nach oben schraubt. Auf diesem Abschnitt, der auch an Steilwänden mit Tropfsteinhöhlen vorbeiführt, zeigen Pfostenpfeile und einige Steinmännchen die Richtung. Schließlich wird ein coll, ein Sattel, erreicht. Die Gehzeit von dem Abzweig mit der Wanderkarte bis hier hat rund 25 Minuten betragen.


Auf dem Sattel verweisen ein Pfostenpfeil und Steinmännchen rechts auf einen Weg, der leicht ansteigend zu einer großen Ebene führt. Man erreicht eine Asphaltpiste und folgt dann zunächst geradeaus und wenig später bei der Villa Colina links jeweils den Schildern „Galilea, Puigpunyent“. Die Gehzeit von dem Sattel bis hier hat rund fünf Minuten betragen.


Der Camí d’es Molí Fariner verläuft dann – vorbei an komfortablen Villen mit teils parkähnlichen Gartenanlagen – steil aufwärts. Bei Weggabelungen folgt man der Beschilderung „Camí de Son Font“ und „Galilea, Puigpunyent“. Schließlich gelangt der Wanderer rund eine Viertelstunde nach der Villa Colina zu einem Mauer­durchlass.


Hier beginnt geradeaus der Camí de Na Morruda, der wenig später zu dem Gestüt Na Morruda und einem offenen Tor führt. Dort weist ein Schild darauf hin, dass das Mitführen von Hunden nicht gestattet ist. Kurz darauf (Schild „Galilea, Puigpunyent“) ist der Brunnen Son Font, der sich links des Weges befindet, erreicht. Nun ist geradeaus auch der Puig de na Bauçà zu sehen.


Geradeaus geht es jetzt auf einer Kieselpiste auch weiter. Diese verläuft abwärts in einen Talkessel und steigt dann (Pfostenpfeile) wieder an. Schließlich wird rund eine Viertelstunde nach dem Pferdegestüt ein Tor erreicht, das auf einer Leiter überstiegen wird. Dahinter befindet sich eine große Tafel „Camina per Mallorca“ mit der Wanderroute „Camí de Calvià a Puigpunyent“.


Ein breiterer Pfad führt dann mal eben oder leicht abwärts durch einen lichten Kiefernwald, wobei Pfostenpfeile die Richtung zeigen. Man umrundet die tief eingeschnittene Talsenke Coma des Llamp und hat dabei immer wieder einen exzellenten Ausblick auf den Puig de Galatzó und das Bergdorf Galilea. Auch der Tafelberg Mola de s’ Esclop präsentiert sich in seiner ganzen Pracht. Mit bloßem Auge ist sogar die Caseta de n’ Aragó zu sehen. Die Steinhütte diente Anfang des 19. Jahrhunderts dem Physiker und Astronom Dominique François Aragó als Unterkunft, um Vermessungen des Meridianbogens durchzuführen.


Rund eine Viertelstunde nach dem Tor mit der Leiter ist dann eine Weggabelung erreicht, bei der man geradeaus dem Schild „Galilea, Puipunyent“ folgt. Rund fünf Minuten später gelangt der Wanderer an eine Stelle, bei der ein Pfostenpfeil geradeaus die Route nach Galilea und Puigpunyent signalisiert. Hier verweisen eine rote Markierung und Steinmännchen rechts auf einen breiten Weg, der der Einstieg für den Aufstieg zum Puig de na Bauçà ist.


Die Piste führt nun nach wenigen Metern zu einer Weggabelung, bei der man halb rechts (rote Kleckse, Steinmännchen) auf eine breite Forstpiste einbiegt. Diese verläuft moderat ansteigend nach oben. Man kommt an einem Kalkofen vorbei und gelangt immer auf dem Hauptweg nach rund einer Viertelstunde zu einer Mauer mit Durchlass und danach zu einer Ebene, bei der sich links zehn Meter entfernt eine mit einer Kuppel überdachte Steinhütte befindet, die einst Schäfern als Unterkunft gedient hat.


Die Ebene wird jetzt längs gequert und nach 20 Metern links (Steinmännchen) auf einen steinigen Pfad abgebogen. Der Steig schraubt sich dann in engen Kehren teils sehr steil nach oben. Mehrmals müssen umgestürzte Kiefern umgangen werden. Die Kurven enden dann bei einer Abbruchkante, von der nach wenigen Metern die Vermessungssäule auf dem Puig de na Bauçà erreicht ist. Der Aufstieg von der Ebene bis hier hat rund 20 Minuten betragen.


Die Fernsicht von dem fast 620 Meter hohen Gipfel ist spektakulär. So kann an ganz klaren Tagen die Südküste Menorcas, die Nordküste Ibizas, die Östküste Formenteras und der Archipel Cabrera erblickt werden. Aber auch die Aussicht auf das Teix-Massiv, den Penyal des Migdia, den Puig Major, den Puig de Massanella bis hin zur Bucht von Alcúdia und die Halb­insel Ferrutx ist imposant.
 

Wegstrecke
15 km (hin und zurück)


Nettogehzeit
rund 4 Std. 20 Min.   


Höhenunterschied
520 m


Schwierigkeitsgrad
***

Anfahrt von Palma:
Auf der Ma-1 und Ma-1015 nach Calvià. Die Carrer Major und Carrer Jaume III. befinden sich im Ortszentrum bei der Plaça Església.


Tourencharakter:
Mittelschwere Wanderung auf Asphalt, breiten Waldwegen und steinigen Trampelpfaden. Beim Aufstieg auf den Puig de na Bauçà und beim Abstieg ist Trittsicherheit gefragt. Auf dem schmalen Felsgipfel, auf dem zuweilen dichtes Gedränge herrscht, sollte man schwindelfrei sein.


Ausrüstung:
Wanderstiefel, Regenschutz, Wasser, Proviant.


Einkehr: Lokale in Calvià.

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