Wandern

Rundtour bei Randa: Ewig und drei Klöster

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Llucmajor - Mallorca

Eine Rundtour bei Randa mit dem Besuch der Santuaris de Gràcia, Honorat und Cura

Die leichte Wanderung beginnt in der Gemeinde von Randa in der Carrer de sa Font. Die Gasse führt zu dem alten Waschhaus des Dorfes, bei dem auch die Quelle Font de Randa sprudelt. Am Ende des kurzen Sträßleins steht das Steinkreuz la Creu de Randa. Dieses Kreuz, auf dem sich auch eine Darstellung von Ramon Llull befindet, wurde 1846 aufgestellt.

Rechts von dem Kreuz (Schild „Santuari de Cura“) wandert man dann zunächst am Straßenrand der Ma-5018 weiter. Ein Schild „Carrer des Puig“, das nach rechts verweist, wird ignoriert, weil es die Route auf den Berg Puig de Son Reus markiert. Die schmale Fahrbahn führt nach oben. Rund zehn Minuten nach Tourstart und kurz nach Kilometerstein 0,6 fällt in einer Linkskehre rechts ein offenes Tor auf, bei dem sich ein Schild „Coto Privado de Caza“ (Jagdgebiet) und ein Mauerpfeiler mit einem grünen Punkt befinden.

Hinter dem Tor beginnt ein steiniger Trampelpfad, der moderat ansteigend durch eine Senke aufwärts führt. Schließlich sind nach einem offenen Tor wieder die Straße Ma-5018 und rechts nach wenigen Metern das Eingangstor des Santuari de Nostra Senyora de Gràcia erreicht. Auf der Zufahrtsstraße gelangt man dann zu dem Kloster. Die Gehzeit von dem Abzweig mit dem Tor bis hier hat rund 20 Minuten betragen.

Die Gründung des Santuari geht auf den Franziskanerpater Antoni Caldès zurück, der um 1480 unweit von hier in der Höhle Cova de s’Aresta gelebt hat. Ende des 15. Jahrhunderts wurde eine kleine Kapelle errichtet. Die heutige Kirche wurde zwischen 1770 und 1820 erbaut. Von einer Plattform bietet sich ein herrlicher Ausblick auf das Meer bei Colònia de Sant Jordi, den Strand Es Trenc und den Archipel Cabrera.

Weiter geht es dann zum Santuari de Sant Honorat. Um dorthin zu gelangen, begibt man sich wieder zurück zum Eingangstor des Klosters und zur Straße Ma-5018, auf die rechts abgebogen wird (Schild „Santuari de Cura“). Nach 20 Metern ist bei einem grünen Punkt die Fahrbahn wieder zu verlassen. Ein steiniger Pfad verläuft nun aufwärts, wobei in der Folge zweimal rechts (Steinmännchen) abgebogen wird. Ein breiterer Steig führt dann steil nach oben zu einer Begrenzungsmauer und kurz darauf zu dem Parkplatz des Santuari de Sant Honorat. Die Gehzeit von dem unteren Kloster bis hier hat rund zehn Minuten betragen.

Das Santuari wurde 1394 von dem Eremiten und einstigen Ritter Arnau Desbrull gegründet. Mitte des 18. Jahrhunderts beherbergte das Kloster Mönche des Ordens der Heiligen Paulus und Antonius. 1890 sind hier dann Angehörige der Kongregation der Heiligen Herzen eingezogen, die auch heute noch hier angesiedelt sind. In der Ermita kann nur die 1661 fertiggestellte Kirche und ihr kleiner Innenhof besichtigt werden.

Vom Parkplatz des Santuari gelangt man dann auf einer Asphaltpiste wieder auf die Straße Ma-5018, folgt rechts der Beschilderung, wandert am Straßenrand weiter und biegt kurz nach Kilometerstein 2,7 bei einer Rechtskurve links auf einen steilen Trampelpfad ab. Wenn dann wieder die Straße erreicht ist, wird nach 20 Metern rechts (Steinmännchen) auf einen Pfad abgebogen. Dieser führt leicht ansteigend noch oben, wobei man den Steinmännchen und grünen Punkten folgt. Schließlich wird wieder die Ma-5018 erreicht, auf der man dann Richtung Santuari de Cura weiterwandert. Auf dem Weg dorthin fallen gegenüber einem Tor, hinter dem sich Antennenanlagen befinden, rechts ein Pfad und zwei grüne Kleckse auf. Diese Stelle merkt man sich für den Rückweg. Schließlich wird rund 25 Minuten nach Sant Honorat das Santuari de Cura erreicht.

Der Ursprung dieses Klosters geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Eremiten hatten sich in Höhlen unterhalb des Berges zurückgezogen. Zu ihnen gehörte auch Ramon Llull. Der Universalgelehrte und Missionar gilt als Begründer der katalanischen Kultursprache. Seit 1913 leben Franziskanermönche in dem Kloster.

Der Ausblick von der über 540 Meter hoch gelegenen Klosteranlage ist fantastisch. Er reicht über Palma bis zum Puig de Galatzó und zur Mola de s’Esclop im Südwesten. Die Tausendergipfel Teix, l’Ofre, Puig Major, Puig de Massanella und Puig Tomir präsentieren sich in ihrer ganzen Pracht. Im Norden sind die Buchten von Pollença und Alcúdia mit ihren Halbinseln auszumachen.

Nach einer Pause begibt man sich wieder zu dem Abzweig mit den beiden grünen Klecksen und biegt dort links ab. Ein Pfad führt nun leicht absteigend nach unten und verläuft nach 200 Metern immer steiler abwärts (rote, grüne Punkte). Die steinige Piste trägt den Namen Passeig del Bon Pastor, die Strecke des guten Hirten. Nach rund 20 Minuten wird ein Mauerdurchlass erreicht (roter, grüner Punkt). Kurz darauf ist ein linker Abzweig zu ignorieren und rechts (grüner Punkt) auf dem nicht mehr so steilen Pfad durch einen Kiefernwald weiter abzusteigen (Steinmännchen). Später gelangt man zu einer Begrenzungsmauer, dann (Steinmännchen) zu einem breiten Weg und einige Schritte weiter zu einem Mauerdurchlass (Steinmännchen, roter Punkt). Danach führt die Piste zum nächsten Mauerdurchlass und dort geradeaus nach zehn Metern zu einer Wegteilung, bei der links (grüner Punkt und Steinmännchen) auf eine breite Piste abgebogen wird. Die Gehzeit vom ersten Mauerdurchlass bis hier hat rund 20 Minuten betragen.

Der Waldweg führt nach 50 Metern zu einem weiteren Mauerdurchlass und danach geradeaus leicht abwärts. Man bleibt nun immer auf der Hauptpiste (grüne Punkte) und gelangt nach rund zehn Minuten zu einem verschlossenen Tor und zur Landstraße Ma-5017, die von Randa nach Montuïri führt. In dem Drahtzaun des Tores befindet sich ein großes Loch, durch das man schlüpfen kann (kein Verbotsschild). Falls das Loch nicht mehr vorhanden sein sollte, kann man auch rechts auf einer etwa 1,50 Meter hohen Mauer vorsichtig absteigen. Nun sind links auf der Ma-5017 noch 20 Minuten bis Randa zu wandern.

 

Wegstrecke
7 km (Rundtour)
Nettogehzeit
rund 2 Std. 15 Min.
Höhenunterschied
250 m
Schwierigkeitsgrad
**

 

Anfahrt von Palma:
Auf der Ma-19 geht es zunächst nach Llucmajor, dort die Ausfahrt Nr. 22 nehmen und auf der Ma-6020 Richtung Algaida und auf der Ma-5017 in das Dorf Randa fahren. Parkplatz vorhanden.

Tourencharakter:
Leichte Wanderung auf Asphalt, Trampelpfaden und Waldwegen. In der Klosteranlage Santuari de Cura ist der Besuch des Museums, das hauptsächlich Ramon Llull gewidmet ist, empfehlenswert.

Öffnungszeiten:
Werktage: 10.30 - 13.30 Uhr, 15.00 - 18.00 Uhr, Sonn- und Feiertage: 10.30 - 12.00 Uhr, 16.00 - 18.00 Uhr.

Ausrüstung: Wanderstiefel.

Einkehr: Bar im Santuari de Cura, 9 - 18 Uhr, kein Ruhetag. 

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