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Ein Hauch von Kalifornien auf Mallorca

Die Küste südlich von Son Verí Nou und nahe den Wohngegenden Sa Torre, Maioris und Badia Blava ist relativ unbekannt. Das soll nicht so bleiben: Die Gemeinde Llucmajor hat sechs Aussichtspunkte bei Google Maps verortet und mit Hinweistafeln versehen
07-11-2017 08:50
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Am Aussichtspunkt von Sa Torre. Foto: Bendgens

Am Aussichtspunkt von Sa Torre. Foto: Bendgens

Nicht nur von den allseits bekannten Aussichtspunkten in der Serra de Tramuntana kann man auf Mallorca einen weiten Blick auf das Mittelmeer genießen. Auch im Süden auf dem Gebiet der Gemeinde Llucmajor bieten sich grandiose Ausblicke. Man fühlt sich mitunter in Kalifornien, in Nordchile oder nahe Perus Hauptstadt Lima.

Die von Tourismus-Dezernentin Lucía Escribano ausgewählten „Balkons" befinden sich nur etwa 25 bis 45 Kilometer von Palma entfernt: im villenbestandenen Vorort Son Verí Nou, im Urlauberdorf Cala Pi, am Mhares-Beachclub und in den gediegenen, aber sehr ruhigen Wohnvierteln Sa Torre, Badia Blava und Badia Gran. Die Hinweistafeln sind viersprachig gehalten (Katalanisch, Spanisch, Englisch und Deutsch) und informieren die Urlauber über das, was sie sehen können.

„Unsere Auswahlkriterien waren gute Erreichbarkeit und natürlich spektakuläre Blicke", so die Lokalpolitikerin zur MZ. Zwar gebe es in der Gegend mehrere weitere Guckorte, aber die seien zu schwer zugänglich. Zu sämtlichen ausgewählten Punkten kann man bequem auf Teerstraßen gelangen, wiewohl zwei der miradores – der am Mhares-Club und Badia Blava – nur mit Fahrzeugen erreichbar sind, die auf dem Rückweg anspruchsvolle Steigungen bewältigen können.

An einigen Stellen muss die Gemeinde allerdings noch Ausbesserungsarbeiten durchführen, um sie attraktiv zu machen. „Den 350 Meter langen Weg am mirador von Badia Gran und die Mauern werden wir in den nächsten Monaten noch runderneuern", verspricht Lucía Escribano. „Am Mhares-Club haben wir bereits eine größere Fläche asphaltiert und dort mehr Möglichkeiten geschaffen, Autos zu wenden sowie Begrenzungspfähle und gelbe Linien gezogen."

Die Aussichtspunkte mit zusätzlichen Hinweisschildern allzu sehr bekannt zu machen, will die Tourismus-Dezernentin allerdings nicht. „Wir werden die Abzweigungen von der Landstraße Ma-6014 zwischen Palma und Cala Pí nicht damit versehen." Was nicht verwundert. Denn die Standorte wurden schließlich internettechnisch bereits verortet, was das Auffinden einfach macht.

Mit der Miradores-Route will sich Llucmajor auch jenseits der Sommermonate beliebt machen. „Gäste können etwa Segelkurse in Arenal buchen, den Wochenmarkt in Llucmajor besuchen und eben auch mal die wunderbaren Ausblicke auf Meer und Küste genießen", so Lucía Escribano.

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