Kreuzfahrten

Staunen auf der 'Costa Favolosa'

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Palma de Mallorca - Mallorca

Beeindruckende Dimensionen, klassisches Restaurant-Konzept - mit der Mallorca Zeitung an Bord

JÖRG A. BOECKMANN. In den vergangenen zwei Jahren haben Leser dieser Zeitung die unterschiedlichsten Schiffe live in Palmas Hafen erleben können. Highlights waren dabei sicher die Besuche auf den Seglern von Sea Cloud Cruises, die edle Yacht „Sea Dream 2“ oder auch die nagelneue „Mein Schiff 3“. Und einmal gab es sogar eine Besichtigung in Alcúdia, hier konnte ich gemeinsam mit einigen Lesern die sehr persönliche und exklusive „Azamara Journey“ kennenlernen.

Da die Nachfrage nach den Besuchen in der Regel sehr hoch ist, können leider meistens nicht alle interessierten Leser dabei sein. Anders war es Mitte Oktober im Falle des Besuches der „Costa Favolosa“ – hier konnte ich einmal fast alle rechtzeitig eingegangenen Wünsche berücksichtigen und erlebte mit einer Gruppe von Interessierten ein ganz typisches Kreuzfahrtschiff, wie es im Mittelmeer unterwegs ist.

Wenn Reedereien die Besichtigung Ihrer Schiffe gestatten, steht dahinter auch immer der Wunsch hautnah und live Werbung für ihr Produkt, die Schiffsreise zu machen. Und was könnte mögliche Passagiere besser gewinnen als ein möglichst überzeugender Besuch direkt vor Ort? Dafür muss dann aber auch alles klappen.

Im Falle unserer Tour auf die „Costa Favolosa“ sah es zuerst gar nicht so aus. Die Hafenpolizei, die richtigerweise den Zugang zu den Schiffen kontrolliert und mögliche Besucher abweist, hatte die Liste der Besucher von der Reederei nicht vorliegen. Nach einem Gespräch mit der Sicherheitsoffizierin von Costa konnte diese jedoch nachgereicht werden. Nach dem Sicherheitscheck bei der Einschiffung funktionierte dann alles ausgezeichnet, und die engagierte deutschsprachige Hostess führte uns durch die öffentlichen Bereiche des 290 Meter langen Ozeanriesens, der 2011 in Dienst gestellt worden war und Platz für bis zu 3.800 Gäste bietet.

Diese öffentlichen Bereiche bieten bei einem Schiff in dieser Größenordnung wirklich beeindruckende Dimensionen. Ein Theater, in dem allabendlich zwei Shows stattfinden, fasst weit über 1.000 Gäste, und auch die beiden Hauptrestaurants sind sehr großzügig. Das müssen sie jedoch auch sein, denn anders als mancher Wettbewerber setzt Costa auf ein eher klassisches Restaurantkonzept: Die Gäste speisen zu zwei Tischzeiten an fest zugeordneten Tischen abends immer im selben Restaurant. Nur ein zuzahlungspflichtiges Restaurant und bei sommerlicher Witterung das Dinner an Deck bieten Alternativen.

Mittags war es im Anschluss an unsere Führung im Service-Restaurant sehr ruhig, offenbar waren doch recht viele Passagiere noch in Palma unterwegs oder aßen im legereren Buffetrestaurant. Unser Essen, ein Vier-Gänge-Menü mit wahlweise Schwertfisch oder Tagliatata vom Rind als Hauptgang, war von guter Qualität, der Service sehr aufmerksam, und die Weingläser niemals leer. Schön wären noch ein Espresso und einige Leckereien aus der bordeigenen Patisserie zum Abschluss gewesen – aber eine Schiffsbesichtigung ist nun mal keine Kreuzfahrt, sondern soll Appetit auf Mee(h)r machen.

Interessenten an Kreuzfahrten auf den Schiffen der Costa-Flotte haben in diesem Herbst und im kommenden Winter gute Möglichkeiten, auch ab Palma in See zu stechen. Neben der „Costa Favolosa“, die noch bis Ende November im Mittelmeer kreuzt, bevor sie nach Südamerika aufbricht, bieten sich auch die „Costa Mediterranea“ und ab dem 18. November die „Costa Diadema“, das neue Flaggschiff der Reederei, für Reisen im westlichen Mittelmeer an.

Hier finden Sie eine Übersicht über Kreuzfahrten ab Mallorca: Schiffe & Angebote.

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