Nachrichten | Hosteleria

"Casa Gallega": Volles galicisches Haus

Das beliebte Lokal aus Port d'Alcúdia lockt jetzt auch in Palma
25-04-2012 21:00
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Das „Casa Gallega

Das „Casa Gallega" teilt sich in einen Bar-Bereich und das eigent­liche Restaurant Foto: Bendgens

Sein Name hat einen guten Klang in der Genießerwelt Mallorcas: ­Ricardo Suárez (56). Mit den Lokalen auf der Halbinsel Alcanada („La Terraza" und Golfclub Alcanada) und in Port d'Alcúdia („Casa ­Gallega") begeistert er seit Jahren Fans von galicischem Fisch, Krustentieren und Fleisch. Jetzt ist eine neue Dependance in der Hauptstadt hinzugekommen: „Casa ­Gallega" an den Avenidas.

Vor acht Wochen eröffnet, geht es im Restaurant zu wie im Taubenschlag, die Kellner wieseln umher. Nahezu alle 20 bis 25 Plätze im Barbereich am Eingang sowie die 90 Plätze im Restaurant sind mitten in der Woche besetzt. „Das ist eigentlich von Anfang an so gewesen", erzählt Suárez stolz. „Wir scheinen alles richtig zu machen."

Suárez, geboren in einem kleinen galicischen Dorf nahe Santiago de Compostela, ging schon mit 17 in die Schweiz, da einige Vettern von ihm dort wohnten. Kochen lernte er in einem Zürcher Restaurant. Später arbeitete er auch in Köln, in den Restaurants „Chez Alex" und „Die Keule" – seine damalige Frau stammt aus Siegen. Weitere Stationen waren ein Iberostar-Hotel in der Dominikanischen Republik und, nach seiner Ankunft auf Mallorca Ende der 90er Jahre, das Hotel ­Formentor.

Schließlich gründete er als Partner der Familie Presa-Amengual sein erstes eigenes Lokal – das „La Terraza", wo er auch heute noch vorzugsweise wirkt. „Wir machen es dieses Jahr erst zum 1. Mai auf, bis dahin schaue ich noch in Palma nach dem Rechten", erzählt Ricardo Suárez. Den Chefposten im „Casa Gallega" hat er seinem 26-­jährigen Sohn Anatol Suárez Lummer anvertraut.

Das insgesamt 17-köpfige Team macht seine Sache gut. „Speziell die Meeresfrüchte kommen natürlich aus Galicien, darunter ganz Besondere wie die großen ­centollas (Seespinnen)", die übrigens sehr lebendig im dekorativen großen Becken flanieren. Auch die blauen, wild gesprenkelten Hummer sind eine Delikatesse – und kosten bis zu 100 Euro pro Stück. Die Austern gibt's für 4,50 Euro.

Doch das ist das obere Ende. „Unsere Preise sind fair, nicht überzogen", sagt Suárez. Das hochwertige Mittagsmenü kostet 13,50 Euro, abends erhält man eine Variation für 16 Euro. Montaditos an der Bar gibt's ab 1,50 Euro, die ­Tapas kosten je nach Größe der Portion 3,80 bis 14,80 Euro. Herausragend ist der zarte pulpo a la gallega (Tintenfisch galicische Art, 8,60 / 14,80 Euro). Aber auch die Kroketten aus Seehecht und Garnelenmasse sind fluffiger als normal (3,80 / 7 Euro) und der salpicón delikat (Meeresfrüchtesalat, 4,50 / 9,50 Euro).

Bei den Fischen gibt es etliche Tagesangebote, regelmäßig auf der Karte zu finden ist aber beispielsweise der Steinbutt vom Grill mit Gemüse (16 Euro). Weiteres Highlight des Restaurants sind die auf einem heißen Steinteller servierten Fleischspeisen, vorzugsweise galicisches Rind (13,50 - 19,50 Euro).

Als Ergänzung gibt es im Casa Gallega auch einen kleinen Ladenbereich mit Produkten aus Galicien. Viele Speisen gibt es auch para llevar (zum Mitnehmen). Passend zur gehobenen Qualität ist auch das Interieur. Besonders gefallen die Bambusstäbe an der Decke und die mit Seilen bestückten Säulen – beides mit kleinen Strahlern versehen. „Das sieht ein bisschen aus wie Sterne am Himmel", erzählt Suárez, dem es in der neuen Dependance sehr gut gefällt, obwohl er sich gleichzeitig wieder auf Alcanada und „seine" Terrasse freut.

Auch zum mitnehmen:

Casa Gallega, Di - So 13 - 16 Uhr, 19.30 - 23.30 Uhr, ab Juni täglich geöffnet, Bar mit Montaditos 12 - 24 Uhr, Avda. Comte de Sallent, 19, Palma, Tel.: 871-94 81 15.

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