Nachrichten | Hosteleria

So schläft es sich im neuen Meliá Palma Bay

Startschuss für das Kongresszentrum: Seit Montag hat zumindest das Hotel geöffnet. Da haben wir uns doch gleich mal einquartiert
08-04-2017 23:00
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Es gibt Menschen, die lieben den Geruch von Neuwagen. Wenn aus unzähligen Komponenten im Zusammenspiel eine sinnliche Erfahrung wird, nimmt eine Idee Gestalt an. Man kann es förmlich riechen: Etwas kommt in Gang. Wie jetzt geschehen nach neun Jahren Bauzeit beim Kongresszentrum an der Stadteinfahrt von Palma. Das Vier-Sterne-Hotel Meliá Palma Bay, in unmittelbarer Nachbarschaft der Mallorca Zeitung gelegen, hat seit Montag (3.4.) geöffnet. Wir haben uns gleich am ersten Tag beim Nachbarn einquartiert. In einem Doppel-Deluxe-Zimmer (209 Euro Schnupperpreis). Und ja, es duftet nach Neubeginn.

Flauschige Teppiche sucht man im Hotel, das durch einen langen Tunnel im dritten Stock mit dem Kongresszentrum verbunden ist, vergebens. Durch großzügige Gänge schreitet man auf Holzfußböden, auch in den Zimmern dominiert helles Holz auf Böden und Wänden. Flachbildfernseher, Stehlampen ohne Lampenschirme, statt Gardinen kann per Schalter ein Lichtschutz vor den Fenstern heruntergefahren werden.

Die Zimmer wirken schnörkellos, aufgeräumt, modern. Dafür sind die bequemen Betten kleine Kuscheloasen mit zum Teil herrlichem Blick auf Palma. Mehrfachverglaste Fenster sorgen für die nötige Nachtruhe.

Wem es noch zu früh fürs Zubettgehen ist, kann im Spa im Untergeschoss zwei Saunen besuchen. Der Swimmingpool war bei unserem Besuch zwar schon mit Wasser gefüllt, in Betrieb gehen soll die Anlage aber erst am 17. April. Hier treffen wir auf Heiko Wenzel aus Düsseldorf, der sich spaßeshalber am Eröffnungstag eines von 268 Zimmern gegönnt hat.

„Ich habe dann und wann geschäftlich auf Mallorca zu tun, im Radio habe ich gehört, dass man ab sofort buchen kann", sagt der Fachanwalt für Arbeitsrecht. Klar, noch sei hier nicht alles perfekt. Aber im Vergleich zu anderen frisch eröffneten Bauten in Spanien mache die Anlage einen sehr guten Eindruck. „Nur beim Außenpool im siebten Stock, da kann man direkt über die Terrassen in die Hotelzimmer sehen." Privatsphäre sei da eher Fehlanzeige. Aber alleine schon Sauna, Umkleideraum und das Fitness-Studio seien, wenn eröffnet, einen Besuch wert. Wie auch im Restaurant Trasluz im Erdgeschoss, das ebenfalls von Nicht-Hotelgästen besucht werden kann. Hier wird morgens ab 7.30 Uhr das Frühstück serviert (ab 20 Euro pro Person), um 11.30 Uhr wird abgeräumt.

„Für mich ist das leider etwas zu spät", sagt Wenzel. Er müsse schon um 6.30 Uhr ein Flugzeug nehmen. Aber an der Rezeption gibt man sich kulant, Kaffee und Gebäck werden organisiert.

Die nähere Umgebung des Hotels wartet noch darauf, aus dem Dornröschen-Schlaf erweckt zu werden. Vor dem Hotel liegen Flächen brach. Aber wenn wie vom Hotelbetreiber Meliá erhofft, in vier Jahren bis zu 77.000 Gäste pro Jahr das Kongresszentrum besuchen werden, ist die Zeit des Stillstands am Ortseingang in Palma endgültig vorbei.

Wenzel will sich den Fortschritt schon vorher ansehen. „Mich fasziniert das Gesamtkonzept", sagt er. Er hat für Mai bereits aufs Neue gebucht.

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