Tipps für Hotels und Restaurants

Pop-Up-Restaurant Smack Mallorca - Dinieren bei Freunden

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Zu hause bei Freunden auf der Terasse sitzen geht in Palma auch - Allerdings nur bei Voranmeldung

Jeden Mittwoch im Sommer: Sonnenuntergang-Aperitiv

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       

Ein wunderbarer Blick über die Bucht von Palma, die Kathedrale, die Berge, das Meer. Noch schöner, wenn man diesen Blick zum Sonnenuntergang und dazu viele Leckereien genießen kann. Sie glauben, das geht nur als stolzer Besitzer oder Mieter einer entsprechenden Wohnung? Weit gefehlt, denn Sie können Gast sein bei einem französischen Paar, das nahe Palma über eine Wohnung mit zwei großen Dachterrassen im vierten Stock eines Hauses in Ciutad Jardí verfügt, auf denen es zwei verschiedene Angebote offeriert. 

Einmal einen Sunset-Aperitif mit Oliven, gerösteten Mandeln, Tomaten-Brus-chetta, Salaten, Hummus, Guacamole, gefüllten Wraps und beispielsweise einem Blumenkohl, der im Ganzen im Ofen, beträufelt mit Olivenöl und Salz gebacken und dann wie ein Kuchen aufgeschnitten wird. Dazu schmecken Dips wie ein Tahini-Dip (Sesam-Knoblauch-Dip) mit Zitrone und Haselnüssen oder eine Art Chimichurri mit Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, Oliven und Basilikum. Gemeinsam mit zwei Glas Wein zahlt man dafür 25 Euro pro Person.

Oder man kann dinieren, dann wird dieser Aperitif noch um zwei weitere Gläser Wein ergänzt, und es kommen Fisch- und Fleischgerichte hinzu wie Spießchen vom Grill. Und natürlich weitere Salatkreationen wie etwa lauwarmer Muschel-Artischocken-Salat, schwarzer Reis mit Brokkoli, Erbsen und Frühlingszwiebeln, Orangensalat mit roten Zwiebelringen, Kümmel und Minze oder ein Mix aus gebratenen Auberginen mit Koriander und vielen, auf der Terrasse selbst gezogenen Kräutern wie Basilikum, Minze und Fenchel. Zwei Desserts, beispielsweise an unserem Testtag Frischkäse mit Zitronenmarmelade und gerösteten Mandelblättchen oder Schokokuchen mit Mandeln, komplettieren das Angebot. Der Preis dafür: 55 Euro.

Das meiste oder fast alles kaufen die beiden auf der Insel, und ihr Ansinnen ist es auch, nahezu ausschließlich hiesige Produkte zu nutzen, wobei die Rezepturen durchaus international sind und von Mal zu Mal wechseln können. Der Schwerpunkt liegt auf frischer, kreativer, eher gemüselastiger Kost, wobei sie aber natürlich auch Fisch und Fleisch in ihre Angebote integrieren.

Marie (46) und Jean-Jacques (49) leben seit einem halben Jahr auf der Insel. Sie eine renommierte Gastro- und Reisejournalistin, er Fotograf und zeitweiliger Manager von Restaurants. Beide aus Paris. „Doch mein Job, der mir immer viel Spaß gemacht hat, wurde immer aufreibender und immer mehr, verteilt auf immer weniger Schultern“, erzählt Marie. Eine Art Burn-out war das Ergebnis. Gleichzeitig wurde das Leben in Paris anstrengender und stressiger, da sie nahezu ständig unter Polizeikontrolle lebten, weil ihre Wohnung nahe des Musikclubs Bataclan lag, wo im November 2015 das Attentat passierte. Die Konsequenz: „Wir wollten weg, durchatmen und neu starten“, so Jean-Jacques. Und zwar mit einem eigenen Restaurant auf einer Insel.

Marie, die die Rezepte für ihre Magazine und Bücher auch immer selbst gekocht und ausprobiert hatte und -demzufolge eine begehrte und begeisterte Gastgeberin war, wollte auf dieser Basis gemeinsam mit ihrem Mann das Restaurant betreiben – leger, lecker und gemütlich. Ibiza war die erste Idee, schied aber wegen der zu kurzen Saison bald aus. Also reisten sie oft nach Mallorca, suchten nach einem passenden Lokal und fanden es schließlich. Der Umzug wurde beschlossen, der Vertrag lag zum Unterzeichnen bereit – doch es klappte kurzfristig doch nicht. 

Nun geht die Suche zwar weiter, aber zwischenzeitlich haben sie kurzerhand aus ihren weitläufigen Terrassen eine Art intimes informelles Sommer-Pop-up-Restaurant geformt, wo die Gäste sich schnell kennenlernen können. Einer Dachterrassen-Essparty unter Freunden  oder einem Private Dinner ähnlich. Die Qualität des Essens und die Herzlichkeit des Paars hat sich schnell herumgesprochen, über mangelndes Interesse kann es nicht klagen. Aktuell haben die beiden einen festen Termin am Mittwochabend ab 20 Uhr eingerichtet, aber sie sind für Gruppen von 6–10 Personen für den Aperitif und für Gruppen von 4–10 für das Komplettpaket von Aperitif und Dinner jederzeit frei buchbar. Die Kommunikation ist auf Französisch, Englisch und Spanisch möglich.

Martina Zender

Überblick: Restaurants auf Mallorca

(Stand: Juli 2017)

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