Tipps für Hotels und Restaurants

Im Restaurant Wilson’s Nordic Bar & Kitchen in Palma kommt Dänisch auf den Tisch

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Im Restaurant Wilson’s Nordic Bar & Kitchen in Palma kommt Dänisch auf den Tisch

Carrer de Puigdorfila, 2 (Pl. Chopin)
Palma de Mallorca - Mallorca

Tel.: +34 871-03-99-61

Das Wilsons in Santa Katalina ist für Liebhaber der Dänischn Küche etwas. Der mallorquinischen Touch überzeugt.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       

Ein Stück zartes presa ibérica (Schulterstück vom Schwein), bei 80 Grad 12 Stunden sanft geschmort, aber rechtzeitig aus dem Ofen geholt, damit es nicht zerfällt. Darauf knusprige Schweineschwartencracker, daneben ein Süßkartoffelpüree, eine transparente Creme aus eingelegten Zwiebelchen, ein paar größere geschmorte Zwiebelscheiben mit Pesto, ein leicht angebratener grüner Spargel, schwarze
Knusperchips aus Pankoteig mit Tinte sowie Wildkresse – so kreiert man einen plato estrella (Sterneteller), wie man das Highlight eines Lokals bezeichnet. 

Kosten können Sie ihn im Wilson’s Nordic Bar & Kitchen, dem neuen Restaurant samt Terrasse an der etwas versteckt gelegenen Plaça Chopin in Palmas Innenstadt. Eröffnet hat es erst Anfang April mit dem neuen Pächter Michael Wilson. Apropos: Sie kennen die Räume vielleicht, denn dort kochte einst erfolgreich der Schweizer Pius Schnider in seinem Chopin. Anschließend gab es etliche Wechsel, so wurde es etwa italienisch als Magi und Il Migliore, dann schwedisch als Sisko, deutsch als Verd und nun dänisch – hoffentlich mit längerer Laufzeit …

Wilson ist seit 20 Jahren in der Gastronomie unterwegs, zunächst als Koch, dann im Service und als F&B-Manager in Hotels – nicht nur in Dänemark, sondern beispielsweise auch in Südafrika und Ägypten. Zuletzt hat er sein eigenes Restaurant in Kopenhagen geführt. Doch ein Urlaub mit der Familie auf Mallorca vor zwei Jahren brachte die Wende. „Wir waren zwar erfolgreich und glücklich in Dänemark, aber warum neun Monate mit Winter leben, wenn man auch neun Monate Sommer mit einem entsprechend anderen Lifestyle haben kann?“, fragte er sich.

Anfang des Jahres war es so weit, denn er fand per Zufall das geeignete Objekt. Ein Landsmann bot ihm sein Lokal zur Übernahme an. „Da es schon eine perfekt eingerichtete offene Küche hatte, gab es nicht so viel zu tun.“ Er habe nur die Bar versetzt, für andere Beleuchtung gesorgt und die Farbe des Lokals gewechselt, um seinen persönlichen Stil zu kreieren. 

„Mein Opa hat bei mir die Lust aufs Essen und Kochen geweckt“, erinnert sich der Däne. Der Opa war zwar kein Koch, sondern Friseur, wusste aber sehr abwechslungsreich mit Produkten aus seinem eigenen Garten zu kochen. „Das hat mich fasziniert, deshalb bin ich diesen Weg -gegangen.“ Noch etwas anderes reizt ihn an seinem Beruf: „Es ist immer anders. Man hat jeden Tag das Gefühl einer Show-Premiere mit neuen Gästen, die man überzeugen muss – auch durch guten individuellen Service.“

Und überzeugen kann das Wilson’s. Neben dem dänischen Chef, der sich persönlich um die Gäste kümmert, gibt es auch einen dänischen Chefkoch, das erst 25-jährige Kochtalent Jasper Steffen. Er kommt ebenfalls aus -Kopenhagen und hat schon in einigen dänischen Top-Restaurants gearbeitet.

Nordische Küche liegt spätestens seit dem Erfolg des mehrfach zum weltbesten Restaurant gekürten Noma im Trend. Aktuell gibt es in dem kleinen Land 29 Lokale mit Michelin-Sternen. Wichtigste Besonderheiten: Zurück zu Wald und Wiese, zur Landküche, zu heimischen Produkten. Und genau dies überträgt Steffen auf
Mallorca.

„Meine mallorquinischen
Kollegen, darunter etwa Irene Lluch (25), die früher im Team von
Marc Fosh gekocht hat, zeigen mir viele Produkte und gute Lieferanten, möglichst von hier“, erklärt Jasper Steffen. Und manche der Wildkräuter der Insel kenne er ja auch schon aus der Heimat. Heraus kommt eine mediterran-nordische Fusion, zu kosten etwa beim Amuse-Gueule: den Brot-cracker aus Johannisbrotmehl mit Petersiliencreme ergänzt Steffen mit Wildkräutern und Minze. Weitere Gerichte der Karte, die regelmäßig wechselt, sind ein pochiertes Ei auf Spinat mit Rucola; Rindfleisch-Tartar mit eingelegten Zwiebeln, Roter Bete und Senf-Mayonnaise sowie Huhn mit karamellisierten Zwiebeln, Apfel und Mandeln. Oder aber auch ein galicisches 500-Gramm-Steak mit wildem Fenchel und nur leicht marinierte
rohe Garnelen umgeben von einem Bisque-Schaum. 

Ebenso exquisit wie das Essen kommt die Präsentation daher. Mittags gibt es ein dreigängiges Menü für 25 Euro, abends ein fünfgängiges Menü mit Amuse-Gueules und einem Glas Champagner für 55 Euro. Die dazu passenden Weine gibt es für einen Aufpreis von 20 Euro (Vorspeisen 8–15 Euro, Hauptspeisen ab 22 Euro, Desserts 9 Euro). 

von Martina Zender

Überblick: Restaurants auf Mallorca

(Stand: Juli 2017)

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