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Chillen und Schlemmen im Restaurant Mar y Mar

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Chillen und Schlemmen im Restaurant Mar y Mar

Carrer Pinaret, Local 1, Peguera
Palma de Mallorca - Mallorca


Wer lässig am Strand von Peguera Essen gehen, oder bei gutem Wetter einen Drink genießen will, ist im Mar y Mar in Peguera bei einer guten Adresse.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

Die Füße im Sand, der Blick aufs Meer. Es sitzt sich bequem auf den hölzernen Schaukelstühlen im Chiringuito-Bereich des Mar y Mar in Peguera. Wobei man sich auch für die große Terrasse, die Lounge-Ecke oder das Restaurant entscheiden könnte. Alles hier ist aufwendig dekoriert, meist mit maritimen Accessoires und im angesagten Shabby-Chic-Stil. 

Es ist das erste Restaurant des jungen Paars Kim Gerdsen (26) aus Hamburg und Matteo de Parolis (27) aus Rom. „Wir wollten eigentlich mit etwas schnuckligem Kleinen starten, doch als wir diese Location fanden, mussten wir zugreifen – auch wenn sie ziemlich groß ist.“ Innen- und Außenbereich zusammen machen an die 300 Plätze 

Dank der großzügigen Hilfe ihrer Eltern, die ihnen einen Privatkredit einräumten, konnten die Jungunternehmer das Wagnis eingehen. Vor fast genau zwei Jahren eröffneten sie ihr Mar y Mar am Tora-Strand. Es wurde auf Anhieb ein Erfolg. Auch oder vielleicht gerade, weil sie durchgehend geöffnet blieben und Peguera auch im Winter die Treue hielten.

Die beiden starteten ihr Mallorca-Abenteuer keineswegs blauäugig. Vor allem Kim Gerdsen ist die Insel vertraut. Ihre ebenfalls in der Gastronomie beheimateten Eltern wohnen seit vielen Jahren hier. Zudem haben beide einen Bachelor-Abschluss an einer der renommiertesten -Ausbildungsstätten des Gastgewerbes: Les Roches. Das Paar lernte sich in der Marbella-Filiale der Schweizer Hotel-Management-Schule kennen –
und lieben. Das war vor rund sieben Jahren. Seitdem haben beide weltweit in der gehobenen Hotellerie gearbeitet und trotz ihrer Jugend schon viel Erfahrung
gesammelt.

Die sie nun ins Mar y Mar einbringen, wo in der Hochsaison über 40 Angestellte koordiniert werden müssen. Das Konzept: gute abwechslungsreiche Küche mit Frische und Niveau von 11 bis durchgehend 23 Uhr, wobei man – getreu des Namens und der Lage – einen Schwerpunkt auf Gerichte mit Fischen und Meeresfrüchten legt. 

Chefkoch ist Tim Ehrich. Diese Saison will er beispielsweise mit einem Soft-Shell-Crab-Burger mit Avocado, Zitronenmayonnaise, Brioche-Burgerbrötchen und Süßkartoffel-Pommes-frites die Gäste begeistern. Dazu nutzt er Krebse, die unmittelbar nach dem Panzerwechsel gefangen werden. Ihre „neuen“ Panzer sind noch weich und elastisch, daher können sie komplett gegessen werden – eine Delikatesse und auf der Insel bislang sehr selten zu genießen. 

Auch sonst sind die Fischgerichte nur bedingt mediterran: Neben Tintenfisch auf Kartoffeln mit Tomaten, pimientos de Padrón, Oliven und Oliventapenade gibt es auch Matjes-Apfel-Tatar mit Salat; neben Thunfisch-Tataki im Sesam-Cornflakes-Mantel mit Fenchel-Orangen-Salat und Wasabi-Mayonnaise auch Seehecht im Bananenblatt mit Curry-Reis. Ein halber Hummer mit Risotto oder Spaghetti steht ebenfalls auf der Karte, wobei der aus Norddeutschland stammende Chefkoch auch hin und wieder Rezepte aus der alten Heimat wie Seezunge Finkenwerder Art mit Gurkensalat oder Pannfisch mit Bratkartoffeln und Senfsauce anbietet. Gern bestellt wird auch die üppige gemischte Fischplatte für 26,80 Euro.

Wer keinen Fisch mag, kann sich – neben Wraps, Sandwiches, Salaten und Pastagerichten – auch für Angusfleisch-Burger, Rippchen oder Kotelett vom Ibérico-Schwein entscheiden. Besonders delikat und mit ausgefallener Optik: die Entenleber mit Portweingelee und Brioche im Tiramisu-Look. Bei allen Hauptspeisen kann man sich als Gast vom Salatbuffet zusätzlich einen Salatteller nach Wahl zusammenstellen (Vorspeisen und kleine Speisen 6,80–16,80 Euro, Hauptspeisen 14,50–28,80 Euro). Für jeden etwas, also, und stets gut. „Wir sind kein Schickimicki-Restaurant“, sagt Kim Gerdsen. Das Konzept geht auf. Der Laden brummt.

 

Martina Zender

Überblick: Restaurants auf Mallorca

(Stand: April 2017)

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