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Bar Esperanza in Ses Covetes

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Bar Esperanza in Ses Covetes

Carrer Covetes
Campos - Mallorca

Dass sie einmal eine Bar aufmachen werden, sei klar gewesen, erzählen Clemens Komossa und Valeska Kraft. Doch sie hätten lange nach dem passenden Ort gesucht, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Auch auf Reisen durch Mittelamerika und Asien hielten sie stets die Augen offen. Fündig geworden ist das Paar, das vor zwei Jahren von Berlin nach Mallorca gezogen ist, nun in Ses Covetes, keine 200 Meter vom Traumstrand Es Trenc entfernt. Wenn schon Bar, dann direkt am Meer, dachten sich die beiden – und übernahmen im Frühjahr das ehemalige Último Paraiso, das sie in Bar Esperanza umbenannten. „Esperanza heißt die Oma, die früher über dem Lokal wohnte“, erklärt Valeska Kraft.

 

Esperanza heißt außerdem Hoffnung – wobei die beiden Neu-Gastronomen nicht nur hoffnungsvoll, sondern ganz und gar optimistisch gestimmt sind, dass ihr Konzept, das mit herkömmlicher Chiringuito-Verpflegung à la kühles Bier und Snacks kaum etwas gemein hat, aufgehen wird. „Wir wollten was anderes machen, keine Paella“, sagt Clemens Komossa und zeigt eine Speisekarte. Peruanische Gerichte wie Ceviche, Lomo saltado oder Causa, eine kalte Kartoffel-Vorspeise, die der Koch aus seiner Heimat mitgebracht hat, finden sich darauf ebenso wie burmesischer Rindfleischsalat, Thai-Curry oder hausgemachte belgische Pommes. „Wir bieten das an, was wir selber gerne essen“, sagt Kraft – auf deren Kappe die Sache mit den Fritten geht. „Ich habe eine Zeit lang in Belgien gewohnt, das ist meine zweite Heimat.“ Bei der Zutatenauswahl setzt das Paar auf qualitativ hochwertige Produkte von der Insel, etwa Fleisch aus Freilandhaltung oder das hausgemachte Cardinelli-Eis aus Sa Rapità. Um einiges weiter gereist ist da das Dutzend deutscher Rieslinge, die Komossa neben zahlreichen weiteren internationalen und heimischen Tropfen für die Weinkarte ausgewählt hat – seiner Aussage nach die größte in der Umgebung.

 

Die Einrichtung der Bar ist immer noch unprätentiös, allerdings mussten Plastiktische und -stühle weitaus geschmackvollerem Holzmobiliar weichen. Die Tische wurden aus alten Balken aus den Salinen gefertigt, die Lampenschirme sind eigentlich balinesische Vogelkäfige, die Stühle stammen von einem Zirkus in Bayern. Damit die Gäste, jetzt wo die Nächte lauer werden, auch abends noch eine Weile sitzen bleiben, gibt es Cocktails – und demnächst gelegentlich Live-Musik, vielleicht auch mal einen Flamenco-Abend.

 

Die Parkplatznot, die größer werden dürfte, je näher die Hauptsaison rückt, bereitet Komossa keine Sorge. Erstens sei für sie vor allem das Abendgeschäft wichtig – und am späteren Nachmittag entspannt sich die Situation erfahrungsgemäß. „Die Touristen müssen ja alle um sieben zum Essen.“ Und zweitens werde sich für das Parkplatzproblem in absehbarer Zeit eine Lösung finden, ist der gebürtige Düsseldorfer überzeugt. „Wenn nicht in diesem Jahr, dann eben nächstes.“ An Kundschaft werde es jedenfalls nicht mangeln. „Hier wird es im Sommer so oder so voll.“

 

Geöffnet täglich ab 10 Uhr, Küche ab 12 Uhr und bis 20 Uhr, ab Juni dann bis 22 Uhr.

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