Nachrichten | Gastronomía

Restaurants auf Mallorca entdecken: Ein Hoch auf die guten Insel-Köche

Auf der Insel gibt es heute viele herausragende Lokale. Da muss niemand mehr in Etablissements gehen, in denen der Inhaber noch nie ein Ei gekocht hat
25-09-2017 23:00
0 Stimmen
Leicht ölig und zwischen Goldbrasse und Thunfisch angesiedelt: die „llampuga?. Foto: MFRG

Leicht ölig und zwischen Goldbrasse und Thunfisch angesiedelt: die „llampuga?. Foto: MFRG

Vor Kurzem habe ich meinen guten alten Freund Josef Sauerschell auf dem Markt getroffen. Ich werde nie seine Hilfsbereitschaft und Unterstützung vergessen, als ich vor 20 Jahren auf die Insel kam. Josef war damals der Chefkoch im Res­taurant El Olivo, und ich benötigte Rat in Bezug auf lokale Lieferanten und darüber, wo ich die bestmöglichen Zutaten finden konnte. Ich stand damals kurz davor, mein erstes Projekt auf Mallorca zu starten. Josef kocht immer noch in seinem wundervollen Michelin-Sterne-­Restaurant Es Racó d'es Teix in Deiá, und das Zusammentreffen mit ihm hat mich daran erinnert, wie weit wir es gebracht haben, und dass Mallorca sich wirklich zu einem wahrhaft gastronomischen Reiseziel entwickelt. Dank Chef­köchen wie Josef Sauerschell, Gerhard Schwaiger und Koldo Royo, die schon vor langer Zeit den Ball ins Rollen gebracht haben und mich und andere dazu inspiriert haben, ihrem Beispiel zu folgen, genießt Mallorca heute den Erfolg als kulinarischer Hotspot.

Es gibt so viele großartige kleine Etablissements auf der ganzen Insel, in denen talentierte, junge Chefs ihre eigenen Restaurants in Dörfern wie Llubí, Selva, Caimari, Orient, Lloseta und Mancor de la Vall eröffnet haben. Das ist diese Art von Restaurants, in denen man die Leidenschaft wirklich fühlen und sich den verschiedenen Stilen und Philosophien der Köche hingeben kann. Kein Vergleich mit diesen gesichtslosen, aus Eitelkeit eröffneten Restaurants – geführt von Menschen, die in ihrem Leben noch nie ein Ei gekocht oder je in unserer Branche gearbeitet haben.

Restaurants und Chefs, die nur den letzten Trends oder welcher auch immer gerade angesagten „Fusion" folgen, um angesagt zu sein, egal ob „peruanisch-japanisch" oder „mediterran-asiatisch", langweilen mich. Es ist das Schwierigste für einen Koch, einen gewissen Grad an Originalität und seinen eigenen Stil zu erschaffen. Ich bin davon überzeugt, dass von Chefkochs geführte Lokale im Allgemeinen ein intimeres Restaurant-Erlebnis bieten als kommerzielle Mainstream-Restaurants, in denen die einfallslosen Menüs nur dazu da sind, den Geschmack von jedermann zu treffen.

Glücklicherweise haben wir heute fantastisch talentierte Köche auf der ganzen Insel. Diese Köche, die ihren eigenen Stil entwickelt haben, dabei lokale Lieferanten unterstützen und all die wunderbaren Zutaten darbieten, die die Insel zu bieten hat, inspirieren mich, und ich bewundere sie wirklich. Eine dieser wundervollen Zutaten, die Goldmakrele, in der Inselsprache llampuga genannt, hat nun Saison, und Sie finden sie auf dem Fischmarkt.

Llampuga-Fisch hat eine leicht ölige Textur, die ich irgendwo zwischen Goldbrasse und Tunfisch beschreiben würde. Seien Sie vorsichtig beim Zubereiten, da dieser Fisch schnell austrocknet. Am besten schmeckt die llampuga, wenn sie noch leicht rosa ist. Für mich die beste Art sie zuzubereiten, ist in der Pfanne oder auf dem Grill, serviert mit einer einfachen Vinaigrette und einem grünen Salat – oder eben „a la mallorquina".

Das Rezept: Llampuga a la mallorquina

Compartir en Twitter
Compartir en Facebook

Rezept-Sammlung

Suchen Sie Rezepte, indem Sie hier den Namen des Gerichts und einige Zutaten angeben