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Suppe ist Essen für die Seele

Es lohnt sich, Hühnerbrühe mit etwas Liebe und Hingabe herzustellen. Der Effekt ist erstaunlich und sogar für psychologische Studien interessant
19-09-2017 23:00
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Hühnersuppe ist nicht nur in der kalten Jahreszeit lecker. Foto: Nando Esteva

Hühnersuppe ist nicht nur in der kalten Jahreszeit lecker. Foto: Nando Esteva

Neulich habe ich mir zum Mittagessen eine Hühnersuppe zubereitet. Ich muss zugeben, sie war köstlich und hat zudem auch meinen seelischen Hunger gestillt. Ist es wohl so, dass der Verzehr bestimmter Lebensmittel tatsächlich einen positiven psychologischen Effekt auf manche Leute hat, oder ist Seelennahrung nur ein Mythos?

Für die meisten von uns bedeutet Suppe Nahrung, Heilung und Trost. Doch jüngste Erkenntnisse psychologischer Studien haben gezeigt, dass Hühnersuppe uns auch an positive Beziehungen erinnert und wir uns weniger allein fühlen. Es stellt sich also heraus, dass Seelennahrung doch existiert.

Das Geheimnis einer guten Suppe ist eine gute Brühe, und gute Brühe braucht etwas Aufmerksamkeit und Hingabe. Doch wenn Sie diese einfachen ­Grundregeln beachten, wird Ihre Mühe mit einer klaren, gesunden und wohlschmeckenden Brühe belohnt. Für eine einfache Hühnerbrühe geben Sie zwei saubere Hühnchen in einen großen Topf und bedecken sie mit kaltem Wasser. Bringen Sie die Brühe langsam zum Kochen und schöpfen Verunreinigungen und das Fett von der Oberfläche. Reduzieren Sie dann die Hitze, sodass die Brühe nur noch leicht köchelt. Geben Sie nun zwei klein gehackte Zwiebeln, zwei zerdrückte Knoblauchzehen, zwei klein geschnittene Karotten, eine fein geschnittene Lauchstange, ein Lorbeerblatt, eine Sellerie und zwei Stängel frischen Thymian hinzu und lassen die Brühe 2 bis 3 Stunden langsam köcheln. Füllen Sie ab und mit etwas kaltem Wasser auf. Rühren Sie gelegentlich um und schöpfen Sie die Verunreinigungen von der Oberfläche ab. Die Brühe dann durch ein feines Sieb gießen. Denken Sie daran, frische Brühe kann man auch sehr gut einfrieren und später verwenden.

Der große französische Chef Auguste Escoffier hat einmal gesagt: „Suppe beruhigt das Herz, stillt den Hunger, löst die Anspannungen des Tages und weckt den Appetit." Und Beethoven meinte: „Nur ein reines Herz kann eine gute Suppe kochen." Eines ist sicher, eine frisch zubereitete Suppe bekommt selten die Anerkennung, die sie eigentlich verdient, und wird von den meisten Köchen heute unbegreiflicherweise links liegen gelassen. Das ist sehr schade, da Suppe so ein vielseitiges und leckeres Gericht sein kann und außerdem eine bedeutende Nährstoffquelle ist.

Das Rezept: Cremige Hühnersuppe mit Kräuter-Hähnchenknödeln

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