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Fosh: Warum nicht mal Blumen trinken

Hibiskus und Co.: über die erstaunlich vielen Einsatzmöglichkeiten von Blüten in Küche und Bar
22-05-2017 23:00
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Der Sommerdrink 2017 setzt auf Hibiskus. Foto: MFRG

Der Sommerdrink 2017 setzt auf Hibiskus. Foto: MFRG

Blütenpracht für den Gaumen! Bunte Blumen auf dem Teller sind nicht nur höchst dekorativ und bringen Farbe in die Mahlzeiten. Sie schmecken auch noch gut und weisen eine ganze Reihe von Aroma-Variationen auf. Die Bandbreite reicht von lieblich über nussig bis hin zu herb und pikant. Selbst ein paar Vitamine und Bitterstoffe enthalten sie. Und die Auswahl ist groß. Man glaubt gar nicht, was man so alles an Blühendem verspeisen kann. Man findet die köstlichen Schönheiten auf Wiesen, Feldern, im Balkonkasten und natürlich im Gartenbeet. Da wären Lavendel, Nelken, Geranien, Veilchen, Ringelblumen, Rosen, Pelargonien, Stiefmütterchen, Kapuzinerkresse, Borretsch, Klee, Gänseblümchen und
vieles mehr!

Frische und Leichtigkeit bringen sie in jedes Gericht. Die zarten Blätter sind das i-Tüpfelchen zu jedem Salat, zu Eis, Kuchen, Desserts. Sie peppen Smoothies und Suppen auf, geben Saucen das gewisse Extra. Beispiel Echter Lavendel: Er verleiht Geflügel, Kaninchen, Gemüse oder Reis eine aromatische, süß-pikante Note. Und in einer Vinaigrette macht er sich auch sehr interessant.

Gänseblümchen sind mit ihrer nussähnlichen Note ebenfalls delikat. In einer Essiglake eingelegt, lassen sich übrigens aus den geschlossenen Knospen auch würzige, „falsche Kapern" selbst herstellen. Aber das nur nebenbei. Kapuzinerkresse sorgt für einen Schärfekick. Die Blüten der Begonie mit ihrer knackigen Säure passen gut zu Rohkost. Aus duftenden Rosenblättern lässt sich Rosenwasser herstellen, das etwa Nachtische zu etwas Besonderem macht. Und im Mixer mit feinem Kristallzucker zerkleinert, entsteht ein Süßstoff, der Tee eine dezente Rosennuance gibt. Blaublütler Borretsch hingegen eignet sich zum Kandieren, ebenso wie die Veilchen. Und mit den feinen Blüten von Kräutern wie Salbei, Rosmarin, Rucola oder Basilikum lassen sich zum Beispiel leckere Pasten zaubern.

Doch essbare Blüten können noch mehr: Sie tun dem Körper gut. Schließlich werden viele von ihnen seit Jahrhunderten als Heilpflanzen genutzt. Das kleine, unscheinbare Gänseblümchen etwa wurde in diesem Jahr in Deutschland sogar zur Heilpflanze des Jahres auserkoren. Schließlich soll es krampf- und schmerzstillend wirken und bei Muskelschmerzen, Gicht, Rheuma, Husten und Erkältungskrankheiten gute Dienste leisten. Stiefmütterchen mit ihren farbenprächtigen Köpfen gelten als entzündungshemmend, antibakteriell und blutreinigend. Die Blüten des Roten Klees wiederum kommen als Appetitanreger zum Einsatz und sind für das Verdauungssystem eine Wohltat. Auch Ringelblumen stärken den Magen-Darm-Trakt und sollen darüber hinaus die Nerven beruhigen.

Sollten Sie jetzt Lust auf Blüten bekommen haben: Beißen Sie nicht gleich in jede Blume, die Sie unter freiem Himmel entdecken. Genießen Sie nur die, die Sie wirklich kennen. Nicht alles, was grünt und blüht, eignet sich zum Verzehr. Es gibt giftige Vertreter wie etwa Fingerhut oder Oleander! Wenn Sie ohnehin Blüten kaufen, dann sollten diese auf jeden Fall aus ökologischem Anbau, also ungespritzt sein.

Dann aber steht blumigen Zeiten in der Küche nichts mehr entgegen. In einer Schale mit kaltem Wasser lassen sich frisch gepflückte Blüten bei Bedarf übrigens ein paar Stunden frisch halten.

Das Rezept: Holunder- und Rosensirup

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