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Spargel - köstliche Stangen mit Detox-Effekt

Es ist Frühling, die Zeit für das edle Gemüse bricht an. Das ist nicht nur für Deutsche ein Genuss
10-04-2017 23:00
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Auf Mallorca verbreiteter als die weiße Variante: grüner Spargel. F.:MFRG

Auf Mallorca verbreiteter als die weiße Variante: grüner Spargel. F.:MFRG

Geschätzt, geliebt, gefragt: Spargel gehört zu den begehrtesten Gemüsesorten. Besonders die Deutschen sind ganz wild auf das edle Gemüse. Das ist aber auch kein Wunder, es ist wirklich ein Produkt, auf das man sich jedes Jahr wieder neu freuen kann.

Weißer Spargel, grüner Spargel – nicht nur in der Farbe unterscheiden sich die espárragos, wie sie auf Spanisch heißen. Schließlich gibt es weltweit über 200 verschiedene Arten. Verspeist werden die jungen Triebe des Asparagus officinalis, wie Spargel wissenschaftlich genannt wird. Das Wort „asparagos" stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie – genau: „junger Trieb".

Gekocht, gedämpft, gebacken, gebraten – Spargel schmeckt immer. Einfach oder raffiniert, klassisch oder exotisch – ein Essen mit Spargel ist stets etwas Besonderes. Und was lässt sich daraus nicht alles zaubern: Spargelsuppe, Spargelrisotto, Spargelomelett, Spargelquiche, Spargelsalat, Spargel mit Lachs, Spargel mit Schinken, Spargel mit Filet, Spargel mit Butter-, Kräuter- oder Hollandaise-Sauce. Wenn dann dazu noch ein Gläschen Weißwein serviert wird, vielleicht ein Riesling, Grauburgunder oder auch Verdejo € Himmlisch.

Weißer und grüner Spargel sind zwei ungleiche Verwandte. Weißer Spargel liebt die Dunkelheit – ganz anders als sein grüner Kollege. Dieser wächst oberirdisch und erhält durch das Sonnenlicht seine kräftige Farbe, dem Chlorophyll sei Dank. Und auch bei der Zubereitung zeigen die beiden Unterschiede. Die elfenbeinfarbenen Vertreter muss man natürlich – bis auf ihre zarten Köpfe – sorgfältig schälen. Ihre äußere Haut ist hart und faserreich und kann den Genuss doch sehr schmälern. Die Schale des grünen Spargels hingegen ist deutlich dünner und kann mit verzehrt werden, nur im unteren Drittel sollte sie entfernt werden. Im Geschmack sind die beiden ebenfalls nicht gleich, schließlich sind die weißen deutlich milder als die grünen, herzhafteren Exemplare.

In jedem Fall müssen die trockenen Enden der Stangen abgeschnitten werden. Sind sie holzig oder innen gar etwas hohl, ist das ein klares Zeichen dafür, dass der Spargel nicht frisch ist. Und wussten Sie, dass man gerade geernteten Spargel daran erkennt, dass die knackigen Stangen quietschen, wenn man sie aneinanderreibt?

Das Kaisergemüse sollte also immer absolut frisch zubereitet werden. Je länger es lagert, desto mehr verliert es an Feuchtigkeit – und damit von seinem Aroma. Zum Kochen eignen sich spezielle Töpfe, in denen die Stangen in wenig Wasser senkrecht stehen. Wunderbar sind auch Dampfgarer, in denen sie sehr schonend gegart werden können. Wieder andere schieben Spargel – in Aluminiumfolie eingewickelt – kurzerhand in den Backofen, auf dass er im eigenen Saft schmort € Für welche Art man sich auch immer entscheidet, wichtig ist, dass der Spargel am Ende noch bissfest ist. Für ihn gilt wie für Pasta: al dente bitte!

Spargel besteht übrigens zu über 90 Prozent aus Wasser. Er hat aber trotzdem viel Gesundes in sich. Er enthält Vitamin C, Provitamin A, Folsäure, Kalium, Kalzium, Ballast- und sekundäre Pflanzenstoffe – und ist selbstverständlich ein willkommener Protagonist in der vegetarischen oder generell leichten Küche. Denn das Gemüse hat zudem kaum Kohlenhydrate und bringt es gerade mal auf rund 20 Kalorien pro 100 Gramm. Das bedeutet für alle, die auf die Figur achten: Genuss ohne Reue!

Spargel regt übrigens die Nierentätigkeit an, wirkt entwässernd und reinigend. Das heißt: Er schmeckt nicht nur gut, sondern sorgt gleich noch auf natürliche Art und Weise für eine kleine Detox-Kur zwischendurch – perfekt also fürs Frühjahr!

Das Rezept: Frittata vom Spargel, Parmesan und neuen Kartoffeln

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