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Fosh: Ingwer, der Scharfmacher vom Dienst

Eine wundersame Knolle und ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten
14-01-2017 00:00
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Asiatisch erfrischend: unser Power-Drink II. Foto: MFRG

Asiatisch erfrischend: unser Power-Drink II. Foto: MFRG

Er ist eine richtig fruchtig-scharfe Angelegenheit, dieser Ingwer. In herzhaften Hauptgerichten mit Fleisch und Fisch sorgt die gelbe Knolle blitzschnell für eine erfrischende, raffinierte Note. Vegetarische Gerichte verzaubert sie mit ihrer milden Schärfe. Und auch in Suppen macht sie sich ausgesprochen gut. Sie ist einfach so etwas wie ein Alleskönner. Denn selbst Desserts und Keksen gibt die Wurzel einen besonderen Kick, schafft einen interessanten Kontrast zur Süße. Und in meiner englischen Heimat schwört man ja sowieso auf das fernöstliche Gewächs. Ich sage nur: kandierter Ingwer und Gingerbread!

Und erst in Asien! Dort wird sehr viel Ingwer verwendet. Er aromatisiert alles vom Curry bis zum Chutney. Und manchmal kommt er auch in einer ganz anderen Form daher, nämlich eingelegt. In Japan sind Sushi und Co. ohne die süß-sauren, hauchdünnen Scheibchen an ihrer Seite gar nicht vorstellbar.

Lateinisch heißt der Scharfmacher Zingiber officinale. Er zählt zu den Ingwergewächsen, zu denen auch Kurkuma und Galgant gehören.

Worauf ist beim Kauf zu achten? Auf einiges, wenn es schmecken soll! Am allerbesten kauft man ihn selbstverständlich frisch als Knolle. Und da gilt: Vor Kurzem geerntete Exemplare haben eine glatte, feste Oberfläche. Auch das gelbliche Fleisch ist fest, dazu saftig. Es verströmt diesen appetitlichen, intensiven, zitronigen Duft. Je runzliger hingegen seine Haut ist, desto länger liegt er schon in der Auslage.

Und noch etwas: Je dicker das Stück ist, das im Korb landet, desto schärfer ist es auch. Denn der Zeitpunkt der Ernte hat einen Einfluss auf das Aroma. Will heißen: Je früher der Ingwer aus der Erde geholt wird, desto milder ist er im Geschmack. Und umgekehrt: Wenn er längere Zeit wachsen und gedeihen kann, dann wird er dicker, verzweigter – und schärfer!

Apropos scharf: In Pulverform ist das Tropenpflänzchen noch mal deutlich pikanter als in der frischen Version. Deshalb sollte man, wenn man im Notfall auf die getrocknete Variante zurückgreift, beim Würzen zunächst zurückhaltend sein, bis man den Dreh mit der richtigen Menge herausgefunden hat.

Die gesunde Wurzel, die bereits seit Jahrtausenden verwendet wird, liefert wichtige Nährstoffe. In ihr steckt unter anderem Vitamin C, Eisen, Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium und Phosphor. Und eine Substanz namens Gingerol, die für die Schärfe verantwortlich ist und ihr den typischen Ingwer­geschmack verleiht. Besonders dieser Stoff ist es auch, der für die heilenden Wirkungen sorgt. Denn auch Ingwer ist Gewürz und Heilpflanze in einem.

Seine wohltuenden Eigenschaften haben schon im Mittelalter Eingang in die Kräuterbüchern gefunden. Schließlich regt er Appetit und Durchblutung an, gilt als entzündungshemmend, leistet bei Magenschmerzen und Übelkeit gute Dienste und stärkt das Immunsystem. In Studien konnte sogar nachgewiesen werden, dass Ingwer Schmerzen lindern kann.

Da steht dem nichts mehr entgegen, diese kleine köstliche Pikanterie viel häufiger einzusetzen. Holen Sie sich den täglichen Ingwer-Kick schneller als je zuvor: mit diesen supergesunden und leckeren Drinks.

Das Rezept: Limonade aus Goji-Beeren, Orange und Ingwer mit Kurkuma

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