Wenn Kosmos-Profi Dr. Alejandro de la Fuente über die unendlichen Weiten des Alls ins Fabulieren gerät, dann bewegt er sich fast wie ein superschnelles Elementarteilchen in der Separat-Welt seiner Zunft: Es fallen im Stakkato-Tempo Begriffe wie „hyperzeitliche Ebene", „Superwellenfunktion", „Zwillingsparodoxon" oder „Transuniversum", und der Normalsterbliche versteht erst einmal nur eines, nämlich Bahnhof. Das Gleiche gilt, wenn „die Phänomenologie der Hochenergie-Prozesse" oder der „Hamilton-Formalismus" ins Spiel kommen.
Doch der 1955 in Lima (Peru) geborene, 34 Jahre in Deutschland wohnhafte und momentan in Spanien heimische Astrophysiker weiß, dass man Laien anders anpacken muss, um sie für seine über alles geliebte Materie zu begeistern. In die Geheimnisse des Universums im weiteren Sinne und – wenn ihm danach ist – der Wurmlöcher dritter Ordnung oder anderer Phänomene im Besonderen weist der mehrsprachige Forscher – er ist auch noch Linguist – seit geraumer Zeit auch immer mal wieder Schüler in Madrid ein.
Demnächst kommt der Gelehrte nach Mallorca, um auf der Kulturfinca Son Bauló bei Lloret de Vistalegre auf Deutsch ein Teil seines Wissens „über das Universum von theoretischen Standpunkten aus" zu verbreiten. In fünf geplanten Blöcken will Alejandro de la Fuente so gut wie ganz ohne komplizierte mathematische Formeln auskommen und Interessierte, die schon immer erfahren wollten, was das Innerste der Welt zusammenhält, mit leicht verständlichen Erklärungen begeistern.
Los geht's am 15. Juli. Dann wird unter anderem die Frage behandelt, was es wohl vor dem Urknall gegeben haben mag. Auch wird thematisiert, wie es sich mit der mehr als dreidimensionalen Welt verhält und was Universalgenie Albert Einstein dazu gesagt hat. Am 21. Juli dann dreht sich alles um die sogenannten Schwarzen Löcher. Was passiert mit der Materie, die dort einfach so verschwindet? Spannend dürfte es auch werden, wenn es darum geht, ob Zeitreisen möglich sind. Im dritten Teil (4. August) beschäftigt sich Alejandro de la Fuente mit der Quantenphysik und der sogenannten Superstring-Theorie. Am 25. August kommt das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Spiritualität zur Sprache, und der Wissenschaftler stellt seine eigene Supergravitationstheorie vor. Am 1. September geht es schlussendlich unter anderem um ein Phänomen, das viele Menschen seit jeher interessiert: die unbekannten Flugobjekte, kurz UFOs. Wer sich nur für einige Teil-Aspekte des Power-Paketes zum Astro-Wissen erwärmt, kann übrigens lediglich einen oder zwei Blöcke besuchen, sie sind unabhängig voneinander konzipiert.
„Faszination Astrophysik" mit Dr. Alejandro de la Fuente Moreno. Jeweils von 10 bis 14 Uhr und von 15.30 bis 18 Uhr. Kostenbeitrag inkl. Getränke und viergängiges Menü pro Seminartag 145 Euro (Rabatt bei mehreren Belegungen). Anmeldung: Tel.: 971-52 42 06.
